Irlmaier, Nostradamus und die Bibel (Schauungen & Prophezeiungen)

Elfe, Samstag, 19.08.2017, 19:30 (vor 2385 Tagen) (5053 Aufrufe)

Lieber BB,

gerne möchte ich auf Deine Vermutung zum Ursprung von Irlmaiers Aussagen ( https://schauungen.de/forum/index.php?id=36275 ) antworten und eine andere Quelle vorschlagen: die Bibel.

Viele der Seher haben sich mit Glaubensfragen beschäftigt, einschließlich Nostradamus.
Die Bibel spricht davon, dass Jesus wiederkommt und die Gläubigen gerettet werden.
Diese Zeit wird auch mit dem Auszug der Israeliten aus Ägypten in Verbindung gebracht. Gottes Volk wird aus der Sklaverei errettet.
Übertragen bedeutet dies, dass wir uns derzeit alle in Ägypten befinden und bei der Wiederkunft Jesu dann die Rettung der Gläubigen (-> Auszug aus diesem "Land") erfolgt.
Nun schau Dir bitte mal meine schwarz markierten Textpassagen an.
Wir befinden uns im alten Testament, bei der neunten Plage, kurz bevor der Pharao die Israeliten weg schickt: eine drei tägige Finsternis!

Die neunte Plage: Finsternis
21 Der HERR sprach zu Mose: Recke deine Hand gen Himmel, daß es so finster werde in Ägyptenland, daß man's greifen mag. 22 Und Mose reckte seine Hand gen Himmel; da ward eine dicke Finsternis in ganz Ägyptenland drei Tage, 23 daß niemand den andern sah noch aufstand von dem Ort, da er war, in drei Tagen. Aber bei allen Kindern Israel war es licht in ihren Wohnungen.
24 Da forderte Pharao Mose und sprach: Ziehet hin und dienet dem HERRN; allein eure Schafe und Rinder laßt hier; laßt auch eure Kindlein mit euch ziehen. (2. Mose 10.10) 25 Mose sprach: Du mußt uns auch Opfer und Brandopfer geben, die wir unserm Gott, dem HERRN, tun mögen. 26 Unser Vieh soll mit uns gehen und nicht eine Klaue dahintenbleiben; denn wir wissen nicht, womit wir dem HERRN dienen sollen, bis wir dahin kommen.
27 Aber der HERR verstockte das Herz Pharao daß er sie nicht lassen wollte. (2. Mose 4.21) 28 Und Pharao sprach zu ihm: Gehe von mir und hüte dich, daß du nicht mehr vor meine Augen kommst; denn welches Tages du vor meine Augen kommst, sollst du sterben. 29 Mose antwortete: Wie du gesagt hast; ich will nicht mehr vor deine Augen kommen.
http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/2_mose/10/


Zwei Kapitel weiter, die Israeliten sind noch immer in Ägypten. Mose bekommt von Gott seine Aufträge. Und Mose sagt dann bei Vers 22, dass kein Mensch zur Haustür heraus gehen soll.
Das Blut des Lammes am Haus stellt heute im übertragenen Sinne den Glauben an Jesus dar: sein Blut, sein Tod rettet den Gläubigen. Indem die Israeliten Blut an den Türpfosten strichen zeigten sie ihre Zugehörigkeit zum Volk Israel und ihrem Gott und wurden daher von der zehnten Plage (Tod der Erstgeburt) verschont.
Bei den weltlichen/katholischen Prophetien ist dies nun durch den Rosenkranz und geweihte Kerzen/Wasser ersetzt worden.
Orginal: Glaube an Jesus als Erlöser, "es war licht in ihren Wohnungen"; Fälschung (=Kopie, Bild des Tieres): Rosenkranz, geweihte Kerze/Wasser

Einsetzung des Passafestes
1 Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland: 2 Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm sollt ihr die Monates des Jahres anheben. (2. Mose 13.4) 3 Sagt der ganzen Gemeinde Israel und sprecht: Am zehnten Tage dieses Monats nehme ein jeglicher ein Lamm, wo ein Hausvater ist, je ein Lamm zu einem Haus. 4 Wo ihrer aber in einem Hause zu einem Lamm zu wenig sind, so nehme er's und sein nächster Nachbar an seinem Hause, bis ihrer so viel wird, daß sie das Lamm aufessen können. 5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, daran kein Fehl ist, ein Männlein und ein Jahr alt; von den Schafen und Ziegen sollt ihr's nehmen (3. Mose 22.20) 6 und sollt's behalten bis auf den vierzehnten Tag des Monats. Und ein jegliches Häuflein im ganzen Israel soll's schlachten gegen Abend.
7 Und sollt von seinem Blut nehmen und beide Pfosten der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, darin sie es essen. (2. Mose 12.13) (2. Mose 12.22) 8 Und sollt also das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesäuertes Brot, und sollt es mit bitteren Kräutern essen. 9 Ihr sollt's nicht roh essen noch mit Wasser gesotten, sondern am Feuer gebraten, sein Haupt mit seinen Schenkeln und Eingeweiden. 10 Und sollt nichts davon übriglassen bis morgen; wo aber etwas übrigbleibt bis morgen, sollt ihr's mit Feuer verbrennen.
11 Also sollt ihr's aber essen: Um eure Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an den Füßen haben und Stäbe in euren Händen, und sollt's essen, als die hinwegeilen; denn es ist des HERRN Passah. (Jesaja 52.12) 12 Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland, unter den Menschen und unter dem Vieh, und will meine Strafe beweisen an allen Göttern der Ägypter, ich, der HERR. (4. Mose 33.4) 13 Und das Blut soll euer Zeichen sein an den Häusern, darin ihr seid, daß, wenn ich das Blut sehe, an euch vorübergehe und euch nicht die Plage widerfahre, die euch verderbe, wenn ich Ägyptenland schlage. (Hebräer 11.28)
14 Ihr sollt diesen Tag haben zum Gedächtnis und sollt ihn feiern dem HERRN zum Fest, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise. 15 Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen; nämlich am ersten Tage sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern tun. Wer gesäuertes Brot ißt vom ersten Tage an bis auf den siebenten, des Seele soll ausgerottet werden von Israel. (2. Mose 13.7) 16 Der Tag soll heilig sein, daß ihr zusammenkommt; und der siebente soll auch heilig sein, daß ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr an dem tun; außer, was zur Speise gehört für allerlei Seelen, das allein mögt ihr für euch tun. 17 Und haltet das ungesäuerte Brot; denn eben an demselben Tage habe ich euer Heer aus Ägyptenland geführt; darum sollt ihr diesen Tag halten, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise. 18 Am vierzehnten Tage des ersten Monats, des Abends, sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis an den einundzwanzigsten Tag des Monats an dem Abend, 19 daß man sieben Tage keinen Sauerteig finde in euren Häusern. Denn wer gesäuertes Brot ißt, des Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israel, es sei ein Fremdling oder Einheimischer im Lande. 20 Darum so esset kein gesäuertes Brot, sondern eitel ungesäuertes Brot in allen euren Wohnungen.
21 Und Mose forderte alle Ältesten in Israel und sprach zu ihnen: Leset aus und nehmet Schafe für euch nach euren Geschlechtern und schlachtet das Passah. 22 Und nehmet ein Büschel Isop und taucht in das Blut in dem Becken und berühret damit die Oberschwelle und die zwei Pfosten. Und gehe kein Mensch zu seiner Haustür heraus bis an den Morgen. 23 Denn der HERR wird umhergehen und die Ägypter plagen. Und wenn er das Blut sehen wird an der Oberschwelle und den zwei Pfosten, wird er an der Tür vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, zu plagen. 24 Darum so halte diese Weise für dich und deine Kinder ewiglich.
25 Und wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er geredet hat, so haltet diesen Dienst. 26 Und wenn eure Kinder werden zu euch sagen: Was habt ihr da für einen Dienst? (1. Mose 18.19) (5. Mose 6.7) (5. Mose 6.20) 27 sollt ihr sagen: Es ist das Passahopfer des HERRN, der an den Kindern Israel vorüberging in Ägypten, da er die Ägypter plagte und unsere Häuser errettete. Da neigte sich das Volk und betete an. 28 Und die Kinder Israel gingen hin und taten, wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte.
http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/2_mose/12/


Ganz weit aus dem Fenster lehne ich mich bei den Stimmen "da draußen". Sie kommen im Buch der Offenbarung vor. Zusammen mit Donner und Blitzen und dem größten Erdbeben aller Zeiten.

17 Und der siebente Engel goß aus seine Schale in die Luft; und es ging aus eine Stimme vom Himmel aus dem Stuhl, die sprach: Es ist geschehen. 18 Und es wurden Stimmen und Donner und Blitze; und ward ein solches Erdbeben, wie solches nicht gewesen ist, seit Menschen auf Erden gewesen sind, solch Erdbeben also groß. 19 Und aus der großen Stadt wurden drei Teile, und die Städte der Heiden fielen. Und Babylon, der großen, ward gedacht vor Gott, ihr zu geben den Kelch des Weins von seinem grimmigen Zorn. (Offenbarung 14.8-10) 20 Und alle Inseln entflohen, und keine Berge wurden gefunden. (Offenbarung 6.14)
http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/offenbarung/16/#18

Bei Nostradamus hört es sich so an, als bringe er die Finsternis mit diesem ganz großen Erdbeben in Verbindung:

Es wird im Monat Oktober sein, daß es zu einem großen
"Wegschaffen" an einen anderen Ort kommt, dies derart, daß man denken
wird, die Erde habe ihre natürliche Bewegung verloren und sei in ewige
Finsternis gesunken
.
Textauszug aus dem Brief von Nostradamus an Heinrich II.
http://nostradamus-prophezeiungen.de/centurien/henrid.html

Mehr noch, er legt diese Zeit genau wie Irlmaier in den Oktober.

Auch hierfür könnte es eine sehr biblische Erklärung geben.

Die biblischen Feste bilden den Erlösungsplan Gottes ab. Die Frühlingsfeste sind durch Jesus erfüllt. Die Herbstfeste drehen sich um die Auferstehung der Toten, das zweite Kommen des Messias und das messianische Zeitalter und sind noch nicht erfüllt.

Fest: Historischer Kontext
1. Passah (Pessach):
Die Befreiung Israels aus der Gefangenschaft in Ägypten
2. Das Fest der ungesäuerten Brote (Chag HaMazzot):
Der Auszug aus Ägypten
3. Das Fest der Erstlingsfrüchte (Bikkurim):
Durchquerung des Schilfmeeres
4. Pfingsten (Schawuot):
Das Geben der Torah am Berg Sinai
5. Rosch HaSchanah (Jom Terua):
Das Blasen des Schofars (das Jüdische Neujahr)
6. Versöhnungstag (Jom Kippur):
Der Priester betritt das Allerheiligste, das Reinigen der Sünde des Volkes
7. Das Laubhüttenfest (Sukkot):
Einzug in das Verheißene Land/ Großer Jubel

Messianische Bedeutung der Feste
Fest
Messianische Erfüllung
1. Passah (Pessach):
Tod Yeshuas am Baum
2. Fest der ungesäuerten Brote (Chag HaMazzot)
Das Begräbnis Yeshuas
3. Fest der Erstlingsfrüchte (Bikkurim)
Auferstehung Yeshuas
4. Pfingsten (Shawuot)
Ausgießen des Heiligen Geistes (Ruach Hakodesch) an Pfingsten, Apostelgeschichte 2
5. Rosch Haschana (Jom Terua)
Die Auferstehung der Toten/Entrückung (Natzal) der Gläubigen
6. Versöhnungstag (Jom Kippur)
Der Tag des zweiten Kommens des Messias
7. Laubhüttenfest (Sukkot)
Das Messianische Zeitalter (Athid Lavo)

Seite 20 von hier:
http://www.hebroots.org/die_sieben_feste_des_messias.pdf
(Die Feste in der Bibel im Original: http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/3_mose/23/#2)

Die Herbstfeste beginnen mit Rosch Haschana (dieses Jahr um den 20./22. September herum) und sind bis Mitte Oktober abgeschlossen.
http://de.chabad.org/holidays/default_cdo/jewish/holidays.htm

Dies bedeutet, dass genau zur fraglichen Zeit von Irlmaiers-Blitzkrieg bis hin zur dreitägigen Finsternis die biblischen Feste gefeiert werden, welche die Auferstehung der Toten, das zweiten Kommen des Messias und das messianische Zeitalter symbolisieren.

Auch Fred Feuerstein kam schon 2004 zu dem Schluß, dass die Offenbarung des Johannes die Leitschnur für Nostradamus Arbeit war:
https://schauungen.de/archive/forum53379/messages/131531.htm
Ergänzend zu Fred Feuerstein möchte ich auf zwei weitere Parallelen aufmerksam machen.
In der oben angeführten Textpassage aus dem Brief an Heinrich II. spricht Nostradamus von einem großen "Wegschaffen".
Es wird im Monat Oktober sein, daß es zu einem großen
"Wegschaffen" an einen anderen Ort kommt, dies derart, daß man denken
wird, die Erde habe ihre natürliche Bewegung verloren und sei in ewige
Finsternis gesunken.
Textauszug aus dem Brief von Nostradamus an Heinrich II.
http://nostradamus-prophezeiungen.de/centurien/henrid.html
Hört sich das nicht sehr nach biblischer Entrückung an?
Auch die Vögel aus dem Buch der Offenbarung könnten sich am Ende des Briefes bei Nostradamus (in Form von Aasgeiern?) eingefunden haben:
Vor diesen Ereignissen werden einige unge-
wöhnliche Vögel durch die Luft "Huy huy" schreien
, um nach einiger Zeit
wieder zu verschwinden.
http://nostradamus-prophezeiungen.de/centurien/henrid.html im 4. Absatz von unten
17 Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen; und er schrie mit großer Stimme und sprach zu allen Vögeln, die unter dem Himmel fliegen: Kommt und versammelt euch zu dem Abendmahl des großen Gottes, (Hesekiel 39.4) (Hesekiel 39.17-20) 18 daß ihr esset das Fleisch der Könige und der Hauptleute und das Fleisch der Starken und der Pferde und derer, die daraufsitzen, und das Fleisch aller Freien und Knechte, der Kleinen und der Großen!
http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/offenbarung/19/#1

BB, ich vermute, dass in all den Gesichten und Interpretationen von Irlmaier und co. noch viel mehr Bilder aus der Bibel enthalten sind.
Die Bibel scheint mir die wahre Quelle zu sein.
(Und dies meine ich durchaus im doppelten Sinne :-) )

Ganz herzliche Grüße von

der Elfe


Gesamter Strang: