moin,
da waere es ja noch sinnvoller, (wenn wir ein klein bisschen mehr
material
haetten) zu versuchen, die zukuenftige gesellschaftsform genauer
festzustellen.
Aber das ist doch wohl eine der leichtesten Übungen überhaupt. Es gibt ja
unzählige hinweise und auch fachkundige Auslegungen (z. B. BBouvier) wie
das dann aussieht:
- Ganz oben: ein Kaiser, der Imperator
- Darunter: ein europaweites Netz von "Adligen", was auch immer das dann
ist, wohl leute, die sich in der Zeit nach dem ganzen hervorgetan haben.
und in welcher form? "kraft-"adel? (der mit dem groessten schwert)
erbadel?
oder die uralte form des wahladels? (also eine art der meritokratie)
- Dann nochmal drunter: regionale Strukturen, wie zu Mittelalters oder
Germaniens Zeiten, regionale Selbstverwaltung.
aber wie?
aufgebaut auf (neugeformten) baeuerlichen sippen? wenn ja, matriarchalisch oder patriarchalisch?
aufgebaut auf "ur-"demokratie? (altes schweizer modell)
oder auf kollektiven? (kolchos, raiffaisen)
- Kirche als Einflussgröße in politischen Dingen nicht mehr existent.
Religion ist reformiert, eventuell sogar Vereinigung der wesentlichen
Religionen und Verwerfen der Dogmen.
keine kirchen als institutionen - mag sein.
aber globale oekumene ueber alle (denk-)grenzen hinweg?>
waeren da nicht lokale "freikirchen" mit individueller entwicklung wahrscheinlicher? (dann sind zukuenftige glaubenskriege vorprogrammiert)
- Dieser Haufen an regionaler Selbstverwaltung wird durch eine Klammer,
das Reich, zusammengehalten, welches wiederum vom Imperator regiert wird,
und nur 2 Aufgaben hat, nämlich einerseits Landessicherung, und zweitens
Sicherstellung der "freien Wissenschaft" ohne Konzerne o. ä.
in einer zeit ohne hochtechnologische kommunikation - wird da ein kaiser nicht wieder zum herum-zigeunernden raubritter, der lediglich punktuell und temporaer einfluss nehmen kann?
Das ist alles. Mehr gibt es über die Gesellschaft danach nicht zu
sagen. Laien würden sagen, dies habe sehr starke Ähnlichkeit mit dem
Absolutismus oder Feudalismus, stimmt, aber mit dem Unterschied, dass es
nach dem Ganzen nichts mehr zum Abpressen und Verprassen gibt, wodurch
sich der Feudalismus und Absolutismus als solcher inkorporieren könnte.
ach? wenn alle wenig haben, ist der feudalherr, der den zehnten an nahrung "verprassen" kann, doch wohl eine recht feudale komponente. (alleine, weil er in der lage waere, einen klerus nach seinem gusto durchzufuettern)
Somit ist es eher wie 1200 unter den Staufern, oder was weiß ich.
also stehen unseren enkeln dann neue bauernkriege bevor?
und die gefahr der leibeigenschaft?
in meinen augen ist das gar nicht einfach.
gruss,detlef
―
"Wer eine Meinung hat, ist zu dumm zum Wissen und zu schwach zum Glauben.“