Nägel mit Köpfen: allgemeines Städteraten (Schauungen & Prophezeiungen)

Gerhard, Mittwoch, 31.03.2010, 21:08 (vor 5889 Tagen) (4793 Aufrufe)

Guten Abend!

Heute gibt es eine Rätselfrage.

Trace hat in ihrem Beitrag vom 30.03.2010 die Frage aufgeworfen, "was der Seher eigentlich sieht". Das ist eine uralte Menschheitsfrage, und niemand kennt die Antwort, insbesondere wenn wir noch die Frage beifügen: warum und auf welche Weise der Seher eigentlich sieht> Vollends kompliziert und verwirrend wird es, wenn wir an das Gesehene auch noch Kriterien anlegen wie etwa: ist das Gesehene auch wirklich, entspricht es der Wahrheit?

Dieses Thema also ist endlos, es gibt eine Unmenge Literatur darüber, und wenn ich meine eigene Antworten zu diesen Fragen darstellen wollte, dann würde das Forum wohl aufschreien, und Taurec würde mich rauswerfen.
Da das Sehen auch bei jedem Menschen etwas anders gelagert und aufs engste mit dessen individueller Persönlichkeit verbunden ist, lassen sich Verallgemeinerungen ohnehin nur sehr schwer machen. Deswegen ist es wohl am besten, man konzentriert sich auf Einzelfälle (entweder auf einen Seher oder auf einzelne Gesichte) und macht dabei, nach bestem Wissen und Gewissen, halt die Art von Arbeit, die Trace am Ende ihres Beitrages als "Dröseln" bezeichnet hat.

Taurec zum Beispiel vergleicht die Wasserstände von verschiedenen "Flutschauungen" auf den Meter genau. Manche mögen das lächerlich finden, aber es bleibt einem gar nichts anderes übrig, als das zu tun. Wenn ich Taurecs Äußerungen richtig verstehe, dann hat er aber durch die intensive Beschäftigung mit Hunderten von Gesichten inzwischen den (meines Erachtens!) richtigen Zugang gefunden: er anerkennt, dass Schauungen irreale, phantastische und symbolische Inhalte haben, trotzdem aber eine Wahrheit ausdrücken können. Prüfet alles, und behaltet das Beste, sagte einst der Apostel. Man müßte nur noch anfügen: darüber, was das Beste ist, wechseln leider die Meinungen ebenfalls mit der Zeit.

Da nun Trace am 12.01.2010 im Januar dem Forum eine eigene Schauung vorgelegt hat, könnten wir viele Fragen hinsichtlich der Seherei an ihrem eigenen Beispiel besprechen. Ich halte ihren "realistischen Traum" sogar besonders geeignet für eine derartige Untersuchung. Freundlicherweise hat mir Trace auf private Anfrage ein paar weitere Details mitgeteilt und auch die Erlaubnis gegeben, diese ggfs. zu veröffentlichen - was nachfolgend auch geschehen soll.

Trace sieht sich (oder eine andere Person, deren Identität sie teilweise annimmt) an einem Abend auf einem Spaziergang außerhalb einer Ortschaft, als ein tief fliegendes Flugzeug herankommt und Brände legt. Sie rennt in die nahegelegene Stadt zurück, wo alsbald auch Feuer ausbricht und die Menschen sich in Panik in den angrenzenden Fluss/See stürzen. So auch Trace, die sich weiter stromabwärts aber wieder ans Ufer rettet. Der Traum endet mit dieser Szene, wobei ganz am Ende noch eine Wasserflut über sie hereinbricht. Ich bitte das Forum, diese Wasserflut bei der Interpretation zunächst auszuklammern. Ich werde dazu gesondert Stellung nehmen, falls sich eine Diskussion dazu entwickeln sollte.

Meine Hauptfrage zu dem Traum von Trace ist die folgende: können wir aufgrund der sehr klaren Beschreibung, die Trace von der Stadt und der Landschaft gibt, diese Stadt, die wohl in Deutschland liegt, identifizieren?

Die Merkmale diesr Stadt wären in Kürze: sie liegt an einem Fluss (u.z. flussabwärts rechtsseitig), sie hat Fachwerkhäuser sowie eine Burg/Schlossanlage, die offenbar von touristischer Bedeutung sind, und in Verbindung mit dem Fluss scheint ein kleiner See mit Inselchen angelegt zu sein. Flussaufwärts, in eine agrarisch genutzte Landschaft hinein, gibt es Neubebauung, zur Zeit des Traumereignisses mit teilweise leerstehenden Neubauten.

Diese Stadt und die Umgebung ist nun Ziel eines militärischen Angriffes mit einer Art "Feuerbombe". Die Militärtechniker des Weltwendeforums bitte ich um Aufmerksamkeit für den von Trace beschriebenen Waffeneinsatz (evtl. wichtiges Detail: halbmondförmige, leuchtende Erscheinung beim Abwurf). Beim ersten Lesen dachte ich, dass Trace vielleicht in die Vergangenheit gesehen hat, etwa eine Situation gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, aber die touristische Situation und gerade die Art der Bombardierung sprechen dagegen. Desgleichen die Nutzung eines Handys, als Trace später in der Stadt ist.

An dem Gesicht sind folgende Sachverhalte nach meiner Einschätzung nicht "stimmig".

(1) Als Trace ihren Spaziergang beginnt, herrscht bereits Abenddämmerung, die nachfolgenden Ereignisse in der Stadt sollten dann fast schon in der Dunkelheit stattfinden, werden aber so nicht beschrieben (hat man zumindest den Eindruck).

(2) Die Panik in der Stadt kommt mir merkwürdig vor. Normalerweise steht man zusammen und hilft sich gegenseitig, wenn Brände ausbrechen. Möglicherweise ist das aber heute (und bei Touristen ...) nicht mehr so, und es könnte auch sein, dass die Art der Bombardierung bzw. des Feuers so gefährlich war, dass man sich nur durch ein Rennen in Richtung See zu retten können glaubt (vgl. die Beschreibungen zum Brand von Paris).

Die Flut am Ende des Traumes sollte, wie bereits angemerkt, ausgeklammert werden. Ansonsten ist die Szenerie sehr realistisch, und ich habe deshalb dieser Schau Aufmerksamkeit geschenkt.

Für den Fall, dass sich die Stadt identifizieren liesse, könnten wir zunächst festhalten, dass die Schau einen "Wahrheitsgehalt" hat. Wir könnten diesen Wahrheitsgehalt dann auch auf die spezifische Situtation des Luftangriffes übertragen, obwohl sie vermutlich in der Zukunft liegt. Wir hätten also die Berechtigung zu sagen, dass die betreffende Stadt vermutlich bzw. wahrscheinlich in Brand gelegt werden wird. Sicher sein können wir nicht.

Hier nun folgt der Link zum Traum-Beitrag von Trace

https://schauungen.de/forum/index.php?id=6908

Die zusätzlichen Informationen, die mir Trace auf Rückfrage gegeben hat, werde ich in einem separaten Folgebeitrag unter "Ergänzungen" einstellen.

Grüsse, Gerhard


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