Hallo, hier folgen die Ergänzungen, die mir Trace zu ihrer auf
https://schauungen.de/forum/index.php?id=6908
veröffentlichten Schau gegeben hat.
Besonders gegen Ende des Textes finden sich Details, die für die Identifizierung der Stadt wichtig sein könnten. ***) Es ist wohl nicht nötig, dass wir nun eine Suche nach dieser Stadt beginnen. Aber vielleicht hat jemand zufällig eine Idee oder kennt wiederum jemand anderen, der viel rumgekommen ist (oder in der Tourismusbranche sich auskennt), und kann mit den hier gegebenen Daten dann jemand gezielt fragen. Nun folgen die Zitate:
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Der Traum beginnt tatsächlich, indem dieses Traum-Ich völlig voraussetzungslos einen leicht gewundenen Weg (ohne Pflasterung und ohne Asphalt) mit kaum spürbarer, aber doch minimaler Steigung geht, also talaufwärts. Dieses "voraussetzungslos" bedeutet, das Traum-Ich weiß nichts von einem "vorher", also nicht woher es kommt und warum es dort geht. Jetzt als reales Wach-Ich kann ich nicht wirklich feststellen, ob ich mit dem Traum-Ich identisch bin; ich sehe in dem beschriebenen Traum emotionslos aus dessen Augen wie durch "Fenster". Ich weiß nicht, wer ich bin, ja nicht einmal welche Kleidung ich trage außer, dass es keine Winterkleidung ist.
Die beschriebene Landschaft mit den teils noch stehenden reifen Kornfeldern aber auch die abgeernteten Stoppelflächen dazwischen, lässt auf Spätsommer bzw. Frühherbst schließen. Das Ereignis mit dem Flugzeug (das für mich wie eine schwere Transportmaschine aussah) und auch erste kleine brennende Stellen in den Stoppeln (das erwähnte ich nicht in der ersten Beschreibung) und kurz darauf der Wiederschein eines größeren Feuers am Himmel, bewegte mich zur Umkehr auf diesem Weg, von dem ich ebenfalls nicht wusste, wohin er in Rückwärtsrichtung führte. Erst nach dem Lauf mit den Leuten, die mir unterwegs begegnet waren, erkannte ich nach einer Strecke und hinter einer Biegung des Tals, dass wir uns auf eine kleine Stadt zubewegten, und auch der vorher nur vermutete Fluss wurde nun sichtbar, dessen Fließrichtung ebenfalls auf das Städtchen zuging und der sich dort seeartig verbreiterte. Der Weg mündete auf die nun gepflasterte und alleeartig baumbestandene Uferpromenade, die stark bevölkert war. Es herrschte dort reges Treiben, aber ohne Hektik, wie Ausflügler, Spaziergänger, Café- und Ladenbesucher. Von einem nahenden Feuer war zu diesem Zeitpunkt nichts zu bemerken. Trotzdem hatte ich das Bedürfnis, irgendwie und irgendjemanden vor dem Feuer zu warnen; deswegen auch meine Bemühung, eine Passantin dazu zu bewegen, die Feuerwehr zu benachrichtigen. Kurz darauf wurde das Menschengedränge immer dichter; erste brennende Häuser wurden in der Richtung sichtbar, aus der ich gekommen war. Die Flammen breiteten sich zu einer Front aus, die sich ziemlich schnell immer weiter in die Stadt fraß. Von der entstehenden Panik unter den vielen Menschen, die dem See zustrebten, war ich selbst nicht erfasst; ich wurde nur einfach durch die Menge ins Wasser mitgerissen. Emotional blieb ich bei dem ganzen Geschehen auf seltsame Weise unbeteiligt, bis auf ein gewisses Unmutsgefühl darüber, dass man Menschenmassen nicht wirklich warnen kann und wie sie dann bei akuter Gefahr tatsächlich reagieren.
Im Wasser und selbst nun flussabwärts treibend, lasse ich diese Menschenmassen weitgehend hinter mir und habe so das andere Ende der Stadt erreicht. Ich kann das Ufer erreichen, die kleine Böschung hochklettern und von dort zurück auf die brennende Stadt schauen (erst jetzt bemerke ich die Wasserfontänen, die ich der Feuerwehr zuordne). Ich kann ebenfalls vom gleichen Standpunkt zu dieser Burg (oder Festung) hochblicken, sehe den Weg nach oben und den großen Torbogen, der sich in einer Umfriedung des Gebäudes befindet. Warum durch dieses Tor dann diese Wassermassen herausbrechen, ist mir absolut unerklärlich. Ich nehme wahr, dass sie mich (mein Traum-Ich) und alles andere wegschwemmen. Ich habe bei alledem keinerlei Angstgefühl.
Nach dem unmittelbarem Aufwachen aus diesem "Traum", bin ich nicht einmal durch den Trauminhalt sonderlich beeindruckt. Was mich veranlasste, ihm überhaupt Beachtung zu schenken und ihn aufzuschreiben, war die absolute Klarheit und einprägsame Direktheit, als hätte ich bei vollem Bewusstsein gerade einen Film oder ein Video gesehen. Ich käme trotzdem niemals auf die Idee, das einer Schauung gleichzusetzen, von der ich allerdings auch nicht weiß, wie sie sich üblicherweise bei anderen zeigt.
Vielleicht noch Folgendes: Ich sah keinen "Funkenregen" in diesem Traum oder würde zumindest nicht von mir aus diesen Begriff wählen, für das, was aus dem Flugzeug fiel. Ob es sich dabei um Napalm handeln könnte, kann ich auch nicht sagen, weil ich nichts darüber weiß. Zu denken gab mir nur die "Halbmond"-Symbolik, so es denn eine ist.
Den Ort des Geschehens kann ich ebenfalls nicht zuordnen. Ich kenne Deutschland sehr gut und könnte auch viele Kleinstädte schon an den baulichen Merkmalen auf Anhieb landschaftlich zuordnen. Meine "Traumstadt" müsste sich danach am ehesten im fränkischen Bereich befinden, keinesfalls in Nord-, Ostdeutschland, Oberbayern oder dem Rheinland.
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Ergänzend zum bereits Beschriebenen könnte ich nur sagen: es machte den Eindruck eines alten, fränkischen Kleinstädtchens mit maximal touristischer Bedeutung ohne umliegende Industrie, mit puppiger Fachwerkhaus-Idylle und typischen Andenkenläden, am Fluss/See eine Reihe kleiner (Ruder-/Motor-)Boote und eine Anlegestelle für kleinere Ausflugsschiffe zu den baumbestandenen Inselchen im See selbst. Flussabwärts gesehen lagen Ort und Burg(oder Festung) auf der rechten Flussseite.
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Auf die Frage von Gerhard
"Hat dieses Wasser, das den Burgweg herunterkam, Dich selbst erreicht, berührt, eingehüllt? Falls letzteres zuträfe: hattest Du dabei irgendwelche Angstgefühle, Beengung oder ähnliches?"
antwortet Trace:
"Ja, dieses Wasser brach über mich herein, berührte mich und hüllte mich ein. Aber ich hatte weder Angst noch Beklemmung, ja nicht einmal das Gefühl nass zu sein oder ersticken bzw. absaufen zu müssen."
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***) Bitte beachten: die Zuordnung der Stadt nach Franken ist eine Interpretation. Man kann sie aber (vorläufig) durchaus akzeptieren.