Wer wenigstens ein bisschen was von Döbereiner-Astrologie versteht, also der Münchner Rhythmenlehre, muss zugeben, dass Müntefering mit diesem Artikel (in Co-Produktion mit einem Leo de Gard, wer oder was immer der auch sein mag) ausgesprochenen Mumpitz verzapft hat (es ist immer etwas dubios, wenn jemand für sein Geschreibsel nicht alleine einstehen will und einen Co einspannt, der möglicherweise noch weniger Ahnung von der Materie hat).
Eigentlich schade, wenn dieser Jemand ein hervorragendes Instrumentarium aufgreift, damit aber nicht umzugehen weiß. Das ist, als ob er ein Fernglas geklaut hätte und nun permanent verkehrt herum vor die Augen hält. Da er dabei nicht wirklich etwas sieht, zimmert er ein pseudoastrologisches Konstrukt und verpasst ihm einen ebenso pseudointellektuellen Überbau, den eh niemand nachvollziehen kann. - BB hat schon Recht, Münte als ausgesprochenen Schwadroneur zu bezeichnen. Die aus Wikipedia kopierten Zeilen zu W. Döbereiner sind allerdings etwas zu "billig" um der Person W.D. gerecht zu werden (auch da war kein Kundiger am Werk).
Ich weiß ja nicht, was von einem "Astrologen von eigenen Gnaden" zu halten ist, der zwar Schüler bei W.D. war und sogar zeitweise in dessen Schule dozieren durfte (allerdings nur über Historisches und nicht Astologie), dann aber wegen ausgesprochen dubioser Vorkommnisse hochkant rausgeschmissen wurde; der sich später - solange er Original Döbereiner-Zitate verbraten konnte - Bewunderer fand und sich auf dessen (W.D.'s) Kosten zu profilieren versuchte. Seit die Quelle der "Inspiration" abgeschnitten ist, kommt auch von Münte nichts Gescheites mehr. Dafür hat er sich dann nach Portugal abgesetzt und lauert wohl auf seine höchst persönliche Marien-Erscheinung (soll er angeblich selbst geäußert haben). Die Wartezeit füllt er damit, seiner Fangemeinde sein unverdauliches, astrologisch zusammengerührtes Fragmentwissen vorzusetzen - gegen Einwurf kleiner Münzen, versteht sich. Was auf seiner Homepage allgemein zugänglich ist, ist Internet-
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Schlimmer ist es, dass sich die Döbereiner-Prognosen der letzten Jahre (die sehr wohl mit einer Reihe von Seherschauungen parallel laufen) bis Münte rumgesprochen haben (die alten Netzwerke). Als geübter Trittbrettfahrer gibt er sich nun redliche Mühe, einiges von diesem "Hören-Sagen" in die eigenen Konstrukte einzubauen und auf seine Weise zu verbreiten.
Es wäre zwar durchaus möglich, das Münte-Konstrukt astrologisch auseinanderzunehmen und Reelleres dagegen zu setzen; es ist allerdings mehr als zweifelhaft, dass ein solches (im übrigen aufwendiges) Unterfangen hier entsprechendes Verständnis finden würde bzw. von astrologischen Laien nachzuvollziehen wäre.
Gruß
trace