Und als Information bringt uns "Fatima" doch eh überhaupt nichts...
Lieber BB!
Vor etwa sechs Wochen hat Alex eine Äußerung von Johannes Paul II. für Dich zitiert,
https://schauungen.de/forum/index.php?id=9157,
die Rückschlüsse auf den Inhalt des "Dritten Geheimnisses von Fatima" zulässt.
Meines Erachtens enthält diese Äußerung doch eine sehr, sehr wichtige Information, und deshalb darf ich den Kernsatz noch einmal wiederholen, da in den oft sehr verwickelten Diskussionfäden viele Dinge auch "verloren" gehen.
Papst Johannes Paul II. hat gesagt:
"Wenn [im dritten Geheimnis] zu lesen steht, dass Ozeane ganze Erdteile überschwemmen, und dass Menschen von einer Minute auf die andere abberufen werden - und das zu Millionen -, dann sollte man sich wirklich nicht mehr nach der Veröffentlichung dieses Geheimnisses sehnen."
Die ursprüngliche Quelle für dieses Zitat hat Alex nicht genannt. Es ist eine Veröffentlichung von Hans Bender, einem der großen Vertreter der Parapsychologie im letzten Jahrhundert. An der Sorgfalt seiner Recherche und seiner Überprüfung kann man eigentlich nicht zweifeln. Bender beruft sich auf einen Zeugen aus einem privaten Kreis, der den Papst bei seinem Deutschlandbesuch 1980 in Fulda auf das "Geheimnis" angesprochen habe (Hans Bender, Zukunftsvisionen, Kriegsprophezeiungen, Sterbeerlebnisse, München 1983, Seite 109).
Was Müntefering über das "Dritte Geheimnis" sagt, ist nicht der Rede, des Lesens und der Diskussion wert, doch ist der Hinweis von DeLol eine dankenswerte Gelegenheit, an diese wichtigen Dinge zu erinnern.
Für die richtige Einschätzung der Vorgänge um Fatima darf ich auch das Buch von Manfred Adler empfehlen (Das "dritte Geheimnis" von Fatima, erschienen bei Pro Fide Catholica in Durlach, 3. Aufl. 2007). Es ist aus einer erzkatholischen Perspektive geschrieben, und es wird darin allen Päpsten seit 1960 der Vorwurf gemacht, dass sie sich weigerten, das Geheimnis zu veröffentlichen. ** Denn es war der Wunsch von Lucia gewesen - im Auftrag der ihr nochmals am 2.Januar 1944 erschienen Maria -, dass das Geheimnis nach ihrem eigenen Tod, spätestens aber 1960 veröffentlicht werden solle. Die offizielle Begründung des Vatikans für die Verweigerung der Publikation (08.02.1960) lautet folgendermaßen:
"Obwohl die Kirche die Erscheinungen von Fatima anerkennt, so wünscht sie doch nicht die Verantwortung zu übernehmen und die Wahrhaftigkeit der Worte zu verbürgen, von denen die drei Hirtenkinder behauptet haben, dass die Jungfrau sie an sie gerichtet hat."
Man beachte die Schizophrenie, die in diesem Satz steckt (und die Beleidigung der Hirtenkinder!): wir anerkennen einerseits die Wahrheit der Erscheinung, aber wir wollen für diese Wahrheit nicht bürgen.
Es muss sich bei dem Inhalt des Geheimnisses um eine Information handeln, die eine weltweite Panik auslösen könnte (siehe oben). Gleichzeitig aber könnte auch, und das ist für wirklich katholische Christen der zentrale Punkt, die Apokalypse möglicherweise verhindert werden durch Beten des Rosenkranzes (sowie durch die Weihe von Russland an die Hl. Jungfrau). Das "Geheimnis" ist so gesehen nach seiner inneren Logik eine Warnung und ein Ruf zur Umkehr. Vielleicht würde die Veröffentlichung tatsächlich eine solche geistige Wende einleiten können. Schwester Lucia hat das erwartet und war deswegen so tief enttäuscht, dass die kirchlichen Autoritäten sich dem verweigert haben. Die Kirche mag sich damit, wenn man so will, sogar zum Vollstrecker des "Schicksals" machen und für den Tod von zig Millionen Menschen verantwortlich sein. Gewissermaßen aus Kleingläubigkeit und mangelndem Gehorsam der Jungfrau Maria gegenüber.
Übrigens hat wenige Tage vor dem Attentat auf Johannes Paul II. ein "irrer" Ire ein Flugzeug entführt und wollte damit die Veröffentlichung des Geheimnisses erzwingen. Auch der Papstattentäter Ali Agca hat sofort nach seiner Freilassung die Veröffentlichung des Geheimnisses gefordert (er hatte offenbar mit dem Papst, er ihn im Gefängnis einmal besucht hat, über das Geheimnis gesprochen).
In der Proph.John.XXIII wird der Vorgang der Unterdrückung des "Geheimnisses" **** mit einem Satz erwähnt:
"In der Nähe die Jungfrau Maria, die geopfert wurde." (Seite 88).
Die Katastrophe selbst wird ebenfalls in nur einem Satz angedeutet:
"Die Erde wird das Massaker streifen." (Seite 131)
Die Flutwelle/Überschwemmung wird Paris erreichen:
"PARIS Drei Schläge in der Nacht, drei Verwünschungen. Die Wasser, das Feuer, die Pest ..." (Seite 171).
Die Menschheit wird diesen Schlag überleben. Nicht der Schlag selbst ist das Problem, sondern das, was hinterher getan werden müsste - so der Schlag tatsächlich kommt und durch Beten (s.o.) nicht verhindert werden kann. Mit diesem potentiellen "Hinterher" (das gleichzeitig auch jetzt schon für die Welt wichtig wäre) beschäftige ich mich aktuell. Und das ist einer der Gründe für meine gegenwärtige Zurückhaltung auf dem Forum.
Ich wünsche allen Mitlesern einen schönen Sonntag noch sowie eine gute neue Woche!
Gerhard
** Nach Auffassung des zitierten Manfred Adler sind alle seit 1960 bekanntgewordenen "offiziellen" Versionen und Kommentierungen des Geheimnisses von Fatima nur Verzerrungen und Ablenkungsmanöver (um nicht zu sagen: Lügen ...).
**** Es gibt einen weiteren Hinweis in der Proph.John.XXIII auf ein Mariengeheimnis, dem ich aber aus Zeitgründen noch nicht angemessen nachgehen konnte. Möglicherweise hat er mit "Fatima" zu tun.
ROSA Die heiligste Jungfrau wird allen erscheinen, aber bisweilen auch nur einer einzigen Person. So viele Male hat sie gebeten zu sprechen, dir hat sie Schweigen auferlegt. Empfange ihren Plan mit Freude. (Seite 171)