Hallo allerseits,
ist es nicht naheliegend zu vermuten, dass einfach viele Träume, die derartige "Schauungen" enthalten, schlichtweg keine Vorhersagen enthalten, sondern einfach gewöhnliche, psychologische Träume sind, die ggf. durch Beschäftigung mit Schauungen inspiriert werden?
Ich will nicht für andere sprechen, aber z.B. würde ich meine Träume durchaus so erklären können: Als ich von abstürzenden "Russen" träumte, hatte ich schon genug Lektüre zu Prophezeiungen konsumiert, um einen erwarteten russischen Angriff im Hinterkopf zu haben. Träume von beeinträchtigten oder abstürzenden Himmelskörpern hatte ich erst, nachdem ich von Prophezeiungen zu "Himmelszeichen" oder Impakten gelesen hatte.
Das ganze dann, gut durchgemischt mit psychologischen Ängsten oder Problemen, mag durchaus solche Träume ergeben, ohne dass gleich viel Präkognition im Spiel sein muss. Insbesondere, wenn einem die Beschäftigung mit Prophezeiungen schon für sich einen gewissen Grund zur Beschäftigung und emotionale Spielfläche bietet. Das Ergebnis davon dann als Präkognition anzusehen, wäre gewissermaßen eine "selbsterfüllende Prophezeiung", bzw. eine Auswirkung eines "Zirkelschlusses".
Jedenfalls glaube ich, dass selbst, wenn man Zukunftsschauen grundsätzlich für gegeben annimmt, man doch sehr vorsichtig sortieren sollte. Die meisten Träume sind eben keine solchen Schauen, sondern einfach nur stinknormale Träume. Selbst wenn sie thematisch zu passen scheinen.
Beste Grüße,
Bernhard