Grüsse, Gerhard
Dans les cyclades, en perinthe & larisse,
Dedans Sparte tout le Pelloponnesse
Si grand famine, peste par faux connisse,
Neuf mois tiendra & tout le cherronesse.
Auf den Kykladen, in Perinthus und Larissa,
in Sparta [und auf] der ganzen Peloponnes
[wird es eine] große Hungersnot [und] durch falsche(n) "connisse" [eine]
Seuche [geben].
Neun Monate wird [sie] andauern und die ganze Cherronesus [im Griff haben].
Meine erste Lösung hat mich nicht recht befriedigt,
und ich habe mich mit "connisse" (gesprochen: connis´) bis jetzt, um Mitternacht,
daher weiter beschäftigt.
Das Wort gibt es nicht im Französischen und dürfte,
wie so manches andere, entweder von Nostradamus
unmittelbar aus dem Lateinischen hergeleitet worden sein,
oder aber es existierte in der ehemals römischen "Provinz"
dort unten am Mittelmeere noch zu Nostradamus Zeiten.
Nichtsdestotrotz handelt es sich bei "connisse" um ein
verschleierndes Kunstwort.
Die Basis ist "nisus" = der Aufschwung.
Wobei das angehängte "us" nur der grammatikalische Indikator für maskulin,
Singular, erster Kasus ist.
=>
Und die Vorsilbe "con" bedeutet zusammen/gemeinsam.
connis(us) = gemeinschaftlicher Aufschwung.
(Von "Seuche" kein Sterbenswörtchen:
Eine Seuche ist eine "épidémie" )
Insofern mag dieser Vers die jetzige Lage
und die unmittelbare Zukunft Griechenlands beschreiben:
=>
Ein "falscher" = auf Sand gebauter Aufschwung Griechenlands,
finanziert durch die europäische Gemeinschaft
und gemeinschaftlich mit ihr.
Gefolgt von Hungersnot.
Gruss,
BB
―
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."