Vereinigung der Religionen nach der DTF (Schauungen & Prophezeiungen)

Bernhard_Berlin, Freitag, 19.08.2011, 17:28 (vor 5549 Tagen) (3555 Aufrufe)

Guten Tag allerseits,

vor einigen Monaten hatte ich bereits einiges zu der Baha'i-Religion geschrieben. Hier nun noch ein paar Gedanken und konkretere Vorhersagen:

Als ich eben noch einmal das Kapitel über die Zeit nach der 3TF und den Antichristen in "Prophezeiungen und reale Ereignisse" von Stephan Berndt las, kam ich nicht umhin, eklatante Parallelen zu der Eschatologie der Baha'i-Religion zu entdecken.

Ich habe mich die vergangenen Monate intensiv mit der Baha'i-Religion befasst und habe auch regelmäßig ihre Andachtstreffen besucht. Sollten Sie von dieser Religion, die keineswegs eine Sekte ist, sondern von Religionswissenschaftlern als eine junge Weltreligion mit weltweit ca. 6 bis 8 Millionen Anhängern gesehen wird, bereits Kenntnis haben, so werde ich hier offene Türen einrennen.

Sollten Sie aber, wie ich auch bis letzten Oktober, noch nie von ihnen gehört haben, da ihre Zahl mit ca. 6000 in Deutschland sehr gering ist, bin ich überzeugt, dass Sie überrascht sein werden, dass die Zukunftssicht dieser Glaubensgemeinschaft perfekt auf die Erneuerung der Religionen und das Antichrist-Szenario in Stephan Berndts Darstellug zu passen scheint und einiges dafür spricht, dass sie die Religion sein wird, die von den Machthabern auserkoren wird, um die Menschheit in "One World Order"-Manier zu einen -- sie bietet sich nahezu perfekt dazu an.

Ich möchte Ihnen die zentralen Punkte, die mich zu diesen Gedanken bewegt haben, über die Baha'i-Religion mitteilen:

Die Baha'i-Religion entstand im 19. Jahrhundert vor islamischem Hintergrund in Persien und versteht sich als abrahamitische-monotheistische Religion, die sich aber vom Islam emanzipiert hat, ähnlich wie das Christentum vom Judentum. Die Schriften des Religionsstifters Baha'u'llah (1817-1892) werden als offenbartes Gotteswort betrachtet. Dabei bestätigt und integriert der Baha'i-Glaube aber die anderen Weltreligionen, da nicht nur Baha'u'llah, sondern auch Abraham, Moses, Jesus, Krishna, Buddha, Zarathustra und Mohammed als legitime Propheten desselben Gottes angesehen werden.

Mit ca. 300.000-500.000 Anhängern stellen die Baha'i heute die größte (und schwer verfolgte) religiöse Minderheit im Iran dar, und die Baha'i brüsten sich damit, die nach dem Christentum geographisch am weitesten verbreitete Religion zu sein. Zwischen 1980 und 2010 haben sie ihre Anhängerzahl (vor allem in der Dritten Welt, aufgrund ihrer sozialen Entwicklungshilfeprojekte) von ca. 2 Millionen auf 6 bis 8 Millionen vervielfachen können; es ist also eine "kommende Religion".

Nach ihrem Selbstverständnis ersetzt die Baha'i-Religion also nicht die früheren Religionen, sondern bestätigt und erneuert sie. Zentrale Punkte ihrer Lehre ist daher auch die Einheit der Menschheit und die Verurteilung sämtlicher Ideologie, die ihr im Wege steht: Rassismus, Nationalismus, religiöser Fanatismus und Klassenhass werden den Gläubigen verboten und sollen überwunden werden. Ziel sind Einheit der Menschheit, selbstverständlich im Baha'i-Glauben.

Im Mittelpunkt ihrer Eschatologie steht der Glaube, dass ein "1000jährigens Friedensreich" auf der Grundlage der Lehren Baha'u'llahs aufgebaut werden soll -- ein globaler, föderaler Weltstaat. Auf dem Weg dorthin hat Baha'u'llah bereits im 19. Jahrhundert die Staatsführer aufgefordert, ein Weltparlament, Weltgerichtshof und kollektive Sichherheitspolitik zu betreiben. Es wird auch die Einführung einer einzigen Welt(hilfs-)sprache gefordert.

Und nun kommts:

Offenbar hatte Baha'u'llah seherische Fähigkeiten, denn bereits 1873 warnt er Kaiser Wilhelm davor, dass Deutschland zwei Weltkriege verlieren würde (dazu weiter unten Details). Jede dieser Katastrophen bringe dem Menschen einen geistigen Entwicklungsschub, aber erst nach einer dritten (!), noch viel größeren, weltweiten Katastrophe werde dieses "weltweite Baha'i-Friedensreich" verwirktlicht.

Die Baha'i-Führung bereitet ihre Anhänger darauf vor, dass sie ca. ab 2020/21 sich auf einen "Beitritt in Scharen" vorzubereiten haben, der die Baha'i-Religion von ihrer Rolle als kleine religiöse Minderheit in tragend-verantwortliche Position und Massenreligion befördern wird. Zumindest haben mir das Baha'i-Anhänger so erklärt, ohne, dass sie den Grund dafür wüssten.

Aber zunächst die Textstellen, die auf die seherischen Fähigkeiten des Baha'i-Stifters Baha'u'llah schließen lassen:

(Die wichtigsten Baha'i-Texte finden sie in verschiedenen Sprachen online hier: http://bahairesearch.com/ )

Folgender Text ist aus dem "Kitab-i-Aqdas", eine zentrale heilige Schrift der Baha'i, die 1873 auf persisch und arabisch veröffentlicht wurde, Anfang der 1990er-Jahre auch ins Englische und Deutsche übersetzt wurde. Sofern man davon ausgeht, dass die Übersetzung korrekt ist und nichts "hineingemogelt" wurde, so muss man folgende Verse als klare seherische Vorhersage der zweimaligen deutschen Niederlage in Weltkriegen verstehen:

Vers 86 (allgemeine Warnung an Kaiser Wilhelm I vor zukünftiger Niederlage):
"Sprich: O König von Berlin!¹ Horch auf die Stimme, die aus diesem offenbaren Tempel ruft: "Wahrlich, es ist kein Gott außer Mir, dem Immerwährenden, dem Unvergleichlichen, dem Altehrwürdigen der Tage." Hab acht, daß Hochmut dich nicht hindere, den Morgen göttlicher Offenbarung zu erkennen, daß irdische Wünsche dich nicht wie ein Schleier abhalten vom Herrn des Thrones in der Höhe und auf der Erde hienieden. Also rät dir die Feder des Höchsten. Er ist wahrlich der Gnädige, der Allgroßmütige. Rufe dir den² ins Gedächtnis, dessen Macht die deine überragte und dessen Rang den deinen übertraf.² [bezieht sich auf Napoleon III] Wo ist er, wohin entschwunden, was er besaß? Sei gewarnt und gehöre nicht zu denen, die tief schlafen. Er war es, der den Sendbrief Gottes in den Wind schlug, als Wir ihm kundtaten, was die Scharen der Tyrannei Uns erleiden ließen. Darum überfiel ihn Schmach von allen Seiten, und mit großem Verlust sank er hinab in den Staub der Erde. Denke tief über ihn nach, o König, und über solche, die gleich dir Städte eroberten und über Menschen herrschten. Aus ihren Palästen sandte sie der Allerbarmer hinab ins Grab. Sei gewarnt! Gehöre zu denen, die nachdenken. (sa.VT S.66)"

Weiter Vers 90:
"Ufer des Rheins!¹ Wir sehen euch mit Blut bedeckt, da die Schwerter der Vergeltung gegen euch gezückt wurden; und noch einmal wird es euch so ergehen. Und Wir hören das Wehklagen Berlins, obwohl es heute in sichtbarem Ruhme strahlt. (sa.VT S.66)"

Wenn dies tatsächlich von 1873 stammt, dann weiß ich nicht, was es sonst sein soll, als eine prophetische Vorhersage des Schicksals Deutschlands im 20. Jahrhundert -- zweimalige Niederlage im Krieg und die Teilung Berlins.

Dazu ist zu sagen, dass Baha'u'llah Sendschreiben an alle bedeutenden Staatsmänner seiner Zeit schrieb. Die meisten beinhalteten allgemeine Warnungen, jedoch ist augenfällig, dass er die USA und England/UK relativ wohlwollend behandelt -- andererseits dem Osmanischen Herrscher aber das damals unvorstellbare Ende des islamisch-sunnitischen Kalifats vorhersagt, Napoleon III seine schimpfliche Niederlage im deutsch-französischen Krieg -- was Baha'u'llah nach Eintreffen dieser Vorhersagen viel Anklang einbrachte und seine göttliche Sendung sich in den Augen vieler zu bestätigen schien (diese Vorhersagen sind zu finden im "Kitab-i-Aqdas", vor allem aber in "Anspruch und Verkündigung" aus den 1860ern).

Hier die Verse, die sich auf die "dritte Katastrophe" beziehen:

Ährenlese, 61:
"Die Welt liegt in Wehen, und ihre Erregung wächst von Tag zu Tag. Ihr Antlitz ist auf Eigen­sinn und Unglauben gerichtet. Ihr Zustand wird so werden, daß es nicht angemessen und schicklich wäre, ihn jetzt zu enthüllen. Lange wird ihre Verderbtheit wäh­ren. Und wenn die festgesetzte Stunde kommt, wird plötz­lich erscheinen, was der Menschheit Glieder zittern macht. Dann und erst dann wird das göttliche Banner entfaltet, und die Nachtigall des Paradieses wird ihr Lied singen."

Dies wird von Baha'i dahingehend interpretiert, dass eine weltweite Katastrophe nötig ist, um die Menschheit aufzurütteln und in die Arme des Baha'i-Glaubens zu treiben.

Wiegesagt, einige Baha'i haben mir gesagt, dass sie davon ausgehen, dass dies relativ nahe bevorstehen könnte, da ihre Führung, ohne sie näher um die Umstände in Kenntnis zu setzen, darauf "drillt", einem plötzlichen, massenhaften Ansturm und "Beitritt in Scharen" gewachsen zu sein, der sich um ca. 2020/21 ereignen soll.


Die Lehren der Baha'i-Religion bieten sich nahezu perfekt dazu an, die Menschheit unter einem religiösen Banner zu vereinen -- wenn ich ein Staatsmann mit so einem Interesse wäre, wäre die Baha'i-Religion meine erste Wahl. Sie ist "One World"-Ideologie pur, dabei aber eindeutig eine Offenbarungsreligion, die noch dazu integrativen Charakter hat und alle bestehenden Religionen für sich vereinnahmt. Gleichzeitig gehen die Baha'i davon aus, dass sich in Baha'u'llah die Verheißungen früherer Religionen -- etwa die Wiederkunft Christi -- erfüllt haben. Ein Baha'i-legitimierter Herrscher in der Zeit nach der 3TF würde also den "Thron Christi" usurpieren.

Handelt es sich bei dem "21. Konzil" im Lied der Linde, in dem die Kirchen und Konfessionen sich vereinigen, etwa um eine offizielle Anerkennung bzw. Einführung der Baha'i-Religion?

Hier las ich vor einiger Zeit von einer Quelle, die sogar sagt, es werden sich "die Kirchen vereinigen, mit Ausnahme einiger Juden" -- also offenbar nicht nur die christliche Kirche, sondern alle Religionen, implizit auch der Islam, denn warum sollte man sonst das Judentum nennen? Wie wäre eine Vereinigung von Moslems und Christen anders vorstellbar, als in einer neuen Religion, die beide Vorgänger bestätigt und weiterführt?

Und wie passen die Vorhersagen vom "letzten Papst" zu einem solchen Szenario?

Oder wird Europa christlich dominiert sein, der Baha'i-Glaube aber von einem Gutteil des Rests der Welt angenommen -- womit die Konfliktlinien zwischen beiden im "4. Weltkrieg" bzw. "Antichrist-Geschehen" vorgezeichnet wäre?

Sicher kann man hier viel spekulieren. Vielleicht ist die Baha'i-Fährte ja auch ganz falsch. Aber der Vollständigkeit halber wollte ich Sie daran teilhaben lassen.

Mit freundlichen Grüßen,
Bernhard


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