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Nachtrag Renaissance (Schauungen & Prophezeiungen)

BBouvier, Donnerstag, 31.05.2012, 00:34 (vor 5264 Tagen) @ BBouvier (4805 Aufrufe)
bearbeitet von BBouvier, Donnerstag, 31.05.2012, 00:41

Weil ein Raum nur einmal eine Hochkultur haben darf?

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"darf" wohl nicht - es verhält sich jedoch wohl so.
Als Ausnahme fällt mir da nur der Norden Italiens
in der Renaissance ein.

Nachtrag und Verbesserung hierzu:

Nach dem Ende des Römischen Reiches überfluteten
Norditalien die Ostgoten und dann die Langobarden.
Im Zuge der karolingischen Reichsteilungen wurde Norditalien
ein selbstständiges Königreich, zunächst unter karolingischen Königen,
ab 888 unter einheimischen Königen fränkischer Herkunft.

Karl der Grosse teilte Italien in Grafschaften und Marken ein
und brachte fränkische Adlige als Herrenschicht ins Land.
Handel, Geldwesen, gewerbliches Unternehmertum unter der Ägide
einer aufkommenden bürgerlichen Herrenschicht prägten das Land.
Die städtische Bevölkerung dürfte sich zwischen dem 11. und dem frühen 14. Jahrhundert
verfünf- bis -sechsfacht haben.

Und aus dieser völlig veränderten Situation entwickelte sich dort die Renaissance:
Geographisch zwar auf dem Gebiet des ehemaligen Römischen Reiches,
jedoch mit einer völlig anderen Bevölkerung:
Einer ganz "jungen" und unverbrauchten.

Wie Detlef bereits richtig feststellt:
"oertliche ueberschneidungen - ja.
aber immer mit unverbrauchten voelkern.
"

Im 15. Jahrhundert gehörte Nordtalien zu den am stärksten urbanisierten Regionen Europas.
Die Städte boten relativ große politische Freiheit,
die zu neuen wissenschaftlichen und künstlerischen Wegen anregten.

Gruss,
BB

―
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."


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