Das könnte in die Hose gehen (Schauungen & Prophezeiungen)

attempto, Freitag, 14.02.2014, 17:58 (vor 4640 Tagen) @ Baldur (1508 Aufrufe)

Servus Baldur & Forum

Hilfskräfte können sich also selbst als Bedrohung erweisen.

Solange sich die Wichtigkeit einer Organisation nach der Zahl der versorgten Opfer bemißt, wird das auch so bleiben. Wettbewerb kann auch kontraproduktiv sein. Das gilt nicht nur für Hilfsorganisationen.


Insofern werden sich Plünderer immer das leichteste Ziel zuerst vornehmen

Ich vermute eher, daß sie sich das näherliegende Ziel aussuchen. Leichte Ziele sind wir alle - unabhängig von Körperbau und Geschlecht. Aber wenn man zuerst 20km Anreiseweg hat, überlegt man es sich erst, wenns in der Nachbarschaft wirklich nix mehr zu klauen gibt. Desweiteren ist immer die Frage, was sich SB-Besucher nun erhoffen. Meiner Meinung nach wird dies, zumindest in der späteren Phase, wenn Hunger ein Thema ist, vorrangig Futter sein. Zu diesem Zeitpunkt ist es nicht mehr erheblich, ob der Gartenzaun vergoldet ist, oder ob man in einem Sozialsilo lebt. Da ist man schon verdächtig, wenn man einen Anzug der Größe 56 noch ausfüllt.


(...)Überraschungen bei der Gebäudeabsicherung vorbereiten(...)

Jau. Und die Kunden in spe hauen dann ab... :-D
Ich vermute vielmehr, die sagen sich: 'Wenn da sich jemand so viel Mühe gab, muß da was zu holen sein'. Zudem wirken Absicherungen möglicherweise gegen Feind, aber auch gegen (uninformierten) Freund! :surprised:


Beispiele aus Fernsehfilmen können durchaus sinnvoll sein

Jau. Aus Dokumentationen. Eventuell.
Vorbilder aus Hollywood sind zum größten Teil eben nur Bilder. Man könnte auch sagen 'Einbildung'.
Fallen haben die dumme Angewohnheit, erst zuzuschnappen, wenn jemand hineintappt. Sollte der Zugang also nicht kanalartig sein - viel Spaß die nächsten Jahre mit dem Fallenbau. Was Ihre Nachbarn dazu sagen, will ich mir lieber nicht vorstellen. Wir leben schließlich nicht im vietnamesischen Dschungel, oder in einem Pfahlbau im See, sondern in Kommunen.


Ich habe den Bericht eingestellt, weil ich mir ziemlich sicher bin, daß wir uns die Auswirkungen eines zusammengebrochenen Sicherheitsystems noch nicht mal im Ansatz vorstellen können. Auch nach Lektüre dieses Berichtes nicht, da die Menschen dort wußten, daß dieser Zusammenbruch zeitlich und örtlich begrenzt ist. Was passiert, wenn dies dereinst nicht mehr der Fall (oder zumindest nicht bald zu erwarten) sein wird, liegt schlicht über unserem Vorstellungsvermögen. Aber der Bericht läßt vermutlich eine Interpolation zu. Es wird wohl (sehr, sehr wenige) Personen geben, die eine Hilfe sind, aber sehr viel mehr werden Zeugnis abgeben, daß der Mensch auch nur ein Tier ist. In mancher Hinsicht sogar noch wesentlich schlimmer.


Freundliche Grüße

attempto


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