Guten Tag zusammen.
Für das Farbsehen sind im Auge drei farbempfindliche Zapfen vorgesehen, die rot-, grün-, bzw. blauempfindlich sind. Die Zuordnung einer Farbe zum wahrgenommenen Farbeindruck ist eine Prägung im Kleinkindalter.
Rot-Grün-Sehschwäche oder -Blindheit ist immer angeboren und ändert sich im Laufe des Lebens normalerweise nicht. Für einen normalsichtigen Menschen ist es nahezu unvorstellbar, in welchem Maße sich das Sehvermögen farbenfehlsichtiger Menschen von dem eigenen unterscheidet.
Darüber hinaus darf nicht vergessen werden, dass in Deutschland von einer angeborenen Rot-Grün-Blindheit 8 bis 9% der männlichen Bevölkerung betroffen sind.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Rot-Gr%C3%BCn-Sehschw%C3%A4che)
Demnach besteht die statistische Chance von knapp 1:11, dass auch Irlmaier farbenblind war, was Einiges erklären könnte - zumindest für mich.
Jede Änderung (Verletzung, Unfall, Schlaganfall, Medikamente, Drogen, ...) dieses naturgemäß sorgfältig abgestimmten Systems kann das Farbempfinden stören und es mit der konditionierten Farbenzuordnung in Kollision bringen. Dazwischen gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die sowohl vom Zustand der Zäpfchen selbst, ihre Lage im Auge und in der Reizfortleitung zum Gehirn abhängen.
Eine (plötzliche) Störung der Farbwahrnehmung, also die Abweichung vom erlernten Zuordnungsschema, die eine veränderte Farbempfindung im Gehirn zur Folge hat, kann nicht ohne Auswirkungen in der Kommunikation bleiben. Man stelle sich vor, von jetzt nach gleich immer eine Sonnenbrille zu tragen, die eines der Spektren dauerhaft ausblendet.
Dies erlaubt mir eine Brücke zu dem nachfolgenden Gedanken:
Im Laufe der Evolution sind „biologische“ Empfänger für elektromagnetische Strahlung für gerade den Wellenlängenbereich zwischen etwa 400 und 700 Nanometer entstanden. Die Wahrnehmung der Außenwelt ist nur innerhalb dieses Wellenbandes möglich. Die farbempfindlichen Zäpfchen im Auge wären dann Sensoren oder meinetwegen Antennen für elektromagnetische Schwingungen in diesen Spektrum, was wir als sichtbares Licht bezeichnen. Sie bilden zusammen mit unserem Gehirn den optischen Wahrnehmungsapparat.
Wenn nun als Ursache von Farbfehlsichtigkeit Sensoren fehlen, hat dies ohne Zweifel Auswirkungen auf die "optische" Wahrnehmung.
Aber ist deshalb das Wahrnehmungspotential eingeschränkt?
Ich denke nein.
Weil die Evolution ein höheres Leben in identischer Struktur nebeneinander nicht gestattet (deshalb sind Klone von Säugetieren nicht fortpflanzungsfähig, kann der genetische Bauplan das Vorhandensein der Sensoren lediglich der Summe nach verlangen. Ich glaube vielmehr, dass dieses Potenzial zu anderen Sensoren umgelenkt wird.
Wenn sie also im Auge fehlen, müssten diese elektromagnetisch empfindlichen Strukturen anderswo im Körper positioniert sein und wegen anderer Wellenlängen außerhalb des sichtbaren Spektrums im Wahrnehmungsapparat zu den Prozessen führen, die Beispielsweise Träume ermöglichen (die die Farb- Antennen sind abgeschaltet) oder . . . Schauungen.
Irlmaier hat nie gesagt: Mir träumte...
Es gibt offenbar eine ganze Reihe dieser Strukturen, deren Bedeutung auch heute nicht abschließend geklärt ist, wie zum Beispiel die Zirbeldrüse, die Thymusdrüse, die Milz. Keine Ahnung, ob diese über die nötige sensorische Eignung verfügen. Das sie sich mittels elektromagnischen Wellen aktivieren lassen ist ein alter Hut. Aber welche Informationen über diesen Träger aufgenommen oder getauscht werden ist ungeklärt.
Die These ist natürlich grenzwertig und tangiert Vorstellungen der Esoterik, weil spätestens an dieser Stelle immer wieder mehr oder weniger subtile Energiezentren (Chakren) eine Rolle spielen.
Interessanter Weise gibt es gerade da auffällig viele "Augen". Das fängt mit dem Horusauge an und hört bei dem dritten Auge noch nicht auf. Alle haben mit Wahrnehmung zu tun und mit Energieflüssen und besonderen Zentren.
Man sollte auch nicht außer Betracht lassen, dass diese Vorstellungen uralt sind und aus undenklichen Zeiten stammen – lange bevor es die neuzeitliche Wissenschaft und deren Prinzipien gab. Auch wenn es sich nur um Fragmente handelt, dürfen sie nicht allein deshalb verworfen werden, weil sie sich in das bestehende System derzeit nicht einordnen lassen. Denn wer sehen will, ...
Auf den Kern heruntergebrochen verbleibt aber auch in diesem Fall die Vermutung von Sensorik und Informationsfluss.
Information bedarf als Voraussetzung einer Organisationstruktur. Eine Struktur kommt aber nicht ohne Entscheidungsebene aus. Entscheidung ist aber das Ergebnis einer logischen Operation aus mindestens drei Alternativen. Ein Auge hat drei Zapfen. Zwei Augen haben wir. Hm, fehlt eins?
O.k. Ich höre schon auf.
Gruß
Nullmark
Aus Goethes Farbenlehre: "Das Auge hat sein Dasein dem Licht zu verdanken. Aus gleichgültigen tierischen Hülfsorganen ruft sich das Licht ein Organ hervor, das seinesgleichen werde; und so bildet sich das Auge am Lichte fürs Licht..."
Wär nicht das Auge sonnenhaft, wie könnte es das Licht erblicken.
Wohnt nicht in uns des Gottes eigene Kraft, wie könnt uns Göttliches Entzücken.
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