Hallo rauhnacht,
da ich in einem Rekordniederschlagsgebiet wohne und fließende Gewässer in unmittelbarer Nähe sind,
habe ich mir, im Rahmen meiner noch bescheidenen Vorsorgemaßnahmen, einen Wasserfilter der schweizerischen
Firma Katadyn zugelegt.
Ich werde es auch nicht bei einem belassen.
Leider habe ich damit noch nicht experimentieren können, da ich das Gerät im
unbenutzten Zustand eingelagert habe.
Aber nach meiner Kenntnis, sind diese Pumpfilter expeditionserprobt und robust.
Außerdem lassen sich wohl ohne Instandsetzung, je nach Modellvariante, größere
Mengen Wasser gut filtern.
Da sie transportabel sind, wären die auch die ideale Lösung für ein Fluchtgepäck.
Vorfiltrieren, zum anschließenden Abkochen, läßt sich meines Wissens nach auch mit
natürlichen Mitteln einigermaßen bewerkstelligen. (Kiesel, Kohle, Moose)
Ein paar Entkeimungstabletten in Reserve zu haben, ist bestimmt auch kein Fehler.
Sollte aber der Fall eintreten, daß Mitteleuropa von extremen Dürren heimgesucht wird,
sehe ich schwarz. In ehemaligen Flußbetten graben, Bäume anzapfen, Tierblut wären
da meine letzten verzweifelten Ideen.
Um in einer solchen Umgebung Wasser zu finden, bräuchte man die Intuition eines Brunnenbauers
aus Freilassing.
Vor zwei Wochen erst habe ich etwas Interessantes in meiner Nachbarstadt gesehen:
ein Herr, der sich dem mittelalterlichen Kunsthandwerk widmet, hat ein Jahrhunderte
altes Haus erworben und darin später zufällig einen sog. Hausbrunnen vorgefunden.
Er hat versucht, diesen Brunnen zu reaktivieren, konnte aber in drei Metern Tiefe
kein Wasser finden,
obwohl der nächste Fluß nur ca. 50 Meter entfernt ist, und die herbstlichen Hochwässer
regelmäßig bis kurz vor seine Haustüre reichen, und alle paar Jahrzehnte auch dieses
Haus im Erdgeschoß geflutet haben.
Mit vielen Grüßen
Fenrizwolf