Dunkel- / Lichtkeimgerät (Freie Themen)

schwelmi, Donnerstag, 25.12.2014, 14:44 (vor 4052 Tagen) @ Jacob (2891 Aufrufe)

Hallo Jacob,

> Wenn Du nun die Tonschälchen separierst, so wandelst Du damit doch eigentlich Dein Dunkelkeimergerät in ein Lichtkeimergerät um, oder sehe ich das falsch?
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Du siehst das ganz richtig.

Es gibt ja Dunkelkeimer und Lichtkeimer.

Wikipedia weiß hierzu folgendes:

Dunkelkeimer sind Pflanzen, deren Samen (Saatgut) nur in ausreichender Dunkelheit keimen, da ihre Keimung durch Licht gehemmt wird. Sie müssen also nach der Aussaat genügend mit Erde abgedeckt werden.

Pflanzensamen besitzen Photorezeptor-Proteine, die sog. Phytochrome, welche das Verhältnis von verschiedenen Wellenlängen des Lichts messen können. Dunkelkeimer registrieren vermutlich sehr langwelliges Licht, welches in der Lage ist, die obersten Bodenschichten zu durchdringen.

Typische Dunkelkeimer sind:
Christrose
Rittersporn
Eisenhut
Storchschnäbel
Lupinen
Rainfarn-Phazelie
Persischer Ehrenpreis

Als Lichtkeimer bezeichnet man Pflanzen, deren Samen zur Keimung - zusätzlich zu den üblichen Keimbedingungen Wasser, Wärme und Sauerstoff - auch Licht benötigen. Die Steuerung dieses Vorganges erfolgt über Photorezeptoren des Phytochromsystems.[1]

Bei Herstellung des Saatbetts und der Aussaat muss darauf geachtet werden, dass die Erdschicht, welche die Samen (Saatgut) bedeckt, höchstens so dick ist wie dieses selbst. Durch Regen oder Gießwasser können die Samen leicht weggespült werden. Im kleinen Maßstab kann das Pflanzgefäß mit einer transparenten Folie bedeckt werden, um ein Austrocknen der Oberfläche zu verhindern.

Die gärtnerischen Samen sind meist relativ klein und bieten dem Keimling nicht genügend Energie um eine dicke Bodenschicht zu durchdringen. Im Gärtnereibetrieb werden Samen von Lichtkeimern meistens der Bestrahlung mit rotem bis infrarotem Licht ausgesetzt. Ohne diese Maßnahme ist die Keimfähigkeit stark vermindert.

Durch Stratifikation oder Behandlung des Saatgutes mit Stoffen wie Gibberellinsäure kann die Keimruhe der Pflanzensamen verkürzt werden.[1]

Typische Lichtkeimer sind:
Roggen (Secale cereale L.)
Kakteengewächse (Cactaceae)
Sonnentau (Drosera)
Wasserschläuche (Utricularia)
Thymian (Thymus)
Lein (Linum)
Basilikum (Ocimum basilicum)
Tabak (Nicotiana)[1]

Neben den Hinweisen von paratriqu weiter oben in diesem Thread gibt es noch die recht umfassende Seite sprossen-selbstgemacht aus der ich ja bereits den Link mit der Hygiene bezogen habe.

Bei Nüssen und Eicheln habe ich in freier Natur beobachtet, dass die in Schlamm oder feuchter Erde gut keimen.

Grüße,
schwelmi


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