Der Imperator und die Brechung der Macht des Geldes (Schauungen & Prophezeiungen)

Monsignore, Freitag, 09.10.2009, 13:40 (vor 6062 Tagen) (4164 Aufrufe)
bearbeitet von Monsignore, Freitag, 09.10.2009, 13:47

Hallo zusammen,

bei der Durchsicht folgenden Beitrages von BBouvier ist mir eine Kleinigkeit aufgefallen, über die ich gerne diskutieren würde:

https://schauungen.de/forum/index.php?id=1841

Zitat:

"Auf den Finanzkollaps und die sozialen Verwerfungen,
die mit ersterem einhergehen, folgt als letzte Phase
die Imperatur.
Der Imperator bricht die Macht des "Geldes".

Napoleon z.B. war dessen ein (verfrühter) Vorläufer."

Ich will vorwegschicken, der Beitrag ist sehr gut und lehrreich, aber über diesen Punkt müssen wir reden, da er entscheidend ist:

Wenn der Imperator erst nachher in Erscheinung tritt, nachdem die ersten Russenzüge z. B. durch Österreich gefahren sind, wie kann er dann die Macht des Geldes brechen? Dann ist nämlich schon nachher, eine Zeit, in der es kein Geld mehr gibt, bzw. die Macht des Geldes bereits durch die einrollenden Truppen oder was sonst auch immer gebrochen wurde.

Nach einer geologischen Katastrophe oder einem Polsprung dann erst recht: da gibt's nichts mehr zu brechen, da nichts mehr da vom vorherigen Geldsystem...

Für mich ist da der entscheidende Kern:

- Der Imperator tritt nachher erst auf, damit beschränkt sich die Funktion des Geldmachtbrechens auf die Strukturen der nachfolgenden Gesellschaftsordnung (z. B. Zinsverbot).
- Der Imperator bricht die Macht des Geldes aktiv, wie z. B. Augustus seinerzeit, dann muss er das tun, so lange diese Macht noch einigermaßen vorhanden ist, nämlich vorher, genaugenommen: eigentlich bereits jetzt. Und damit würde es sich auch ausschließen, dass der Mann momentan noch unbedarft irgendwo in einer Amtsstube oder einem Büro herumsitzt.

Das ist für meine Begriffe der Stand der Dinge.

Monsignore


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