Hallo!
Der astrologische Fokus deutet doch eher auf Müntefering hin.
Als Unwissender der Astrologie komme ich bei einigen Schlüssen aber einfach nicht mit.
Beispielsweise:
"Uranus steht wiederum im ersten Haus und obendrein noch an derselben Stelle, an der im Horoskop des Vatikans die Sonne steht, d. h., der Vatikan wäre zum Träger der himmlischen Botschaft geworden, wenn er der Aufforderung der Fatima-Botschaft gefolgt wäre, Russland an Maria zu weihen und das dritte Geheimnis spätestens 1960 zu veröffentlichen."
Warum?
"Bei der Relocation des zweiten Septars des Todeshorokops auf Rom ergibt sich die Mars-Pluto-Konjunktion (Opposition Saturn) direkt auf der MC/IC-Achse, was nichts anderes bedeutet, als dass statt des legitimen Hausherrn in Bezug auf die katholische Kirche ist das Christus ein Fremdprogramm bestimmend wird."
"Nichts anderes als..."
Wenn die Astologie auch nur ansatzweise so viele Deutungsvarianten wie die Seherschauungen zuläßt, kommt mir das schon etwas anmaßend vor. Solcher Stellen gibt es noch weitere.
"Die astrologische Rekonstruktion ergibt also, dass der vom Vatikan unterdrückte Teil des dritten Geheimnisses eine Warnung vor dem Eindringen des Fürsten der Welt und seiner Hilfstruppen, in Form der Freimauerei und der Kommunisten, in die Spitze der Kirche enthält."
Und dahin kommt er, indem einen nicht nachvollziehbar begründeten Schluß zieht und ganz andere Marienerscheinungen zitiert.
"Eine astrologische Kartenprojektion dieses zweiten rückwärtigen Septars des Todes der Fatima-Seherin wird zur Landkarte des kommenden Geschehens, in dem sich wesentliche Elemente der großen europäischen Prophezeiungen, die einen Dritten Weltkrieg ankündigen, astrologisch chiffriert wiederfinden lassen."
Lucias Lebensinhalt bestand also aus nichts anderem als den Fatima-Botschaften, sodaß sich nur diese, sowie zahlreiche andere Prophezeiungen in ihrem Horoskop wiederfinden?
Auch die Beziehungen astrologischer Konstellationen auf Gebiete und Ereignisse, die in den Schauungen erwähnt werden, sind für mich nicht nachzuvollziehen.
Ist bei uns ein astrologisch Kundiger zugegen, der die Qualität des Artikels, zumindest der astrologischen Schlüsse, einschätzen kann?
So, wie er sich liest, scheint es mir nicht minder plausibel, daß der Autor lediglich vorgefaßte Meinungen astrologisch begründen wollte. Dazu gehört auch die Langzeitstrategie, deren Existenz wie auch die Erwähnung im dritten Geheimnis nicht bewiesen ist.
"Die Botschaft von Fatima ist eindeutig: Fatima bezieht sich vollständig auf die Ausbreitung des Kommunismus und warnt vor der im Jahr 1960 beginnenden kommunistischen Langzeitstrategie und ihren Folgen für die gesamte Menschheit."
Der will uns hier seine Ideologie als Erkenntnis weismachen.
"Die hartnäckige Verweigerung dieser Weihe ist der untrügliche Hinweis darauf, dass die bereits wenige Monate vor der Oktoberrevolution vorhergesagten Irrtümer Russlands seit langem im Vatikan Einzug gehalten haben."
Aha? Warum denn untrüglich? Gibt es tatsächlich keine andere Erklärung warum das nicht geschah?
Und warum sollte die Weihe Rußlands an das Herz Mariens an den politischen Abläufen überhaupt etwas geändert haben?
Der Artikel bringt uns dem Inhalt des dritten Geheimnisses nicht wirklich näher und scheint dem Leser mit fadenscheinigen Begründungen eine gewisse Ansicht schmackhaft machen zu wollen.
Der Autor, bzw. die Autoren scheinen mir nur zu spekulieren, dabei sich ihrer Deutung aber allzu sicher zu sein.
Gruß
Taurec
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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
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„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“