...dann doch der gang zum verein. (Freie Themen)

peaci, Dienstag, 15.09.2009, 07:39 (vor 5979 Tagen) @ Wizard (7330 Aufrufe)

hab dank, Wizard!

(ja, du darfst meinen dank ruhig annehmen. er kommt von herzen.) ;-)

so werde ich nun doch mal zu einem bogenschützen-verein gehen und mir die grundlegenden dinge zeigen lassen.
anders macht es wohl keinen sinn. hoffentlich bestehen die nicht gleich auf eine mitgliedschaft (bin kein vereinsmeier).

beste grüße
peaci

Moin Peaci

vielen dank für deine beiden wertvollen (weil stark komprinierten)
beiträge über pfeil und bogen!


Da nicht für.

möchte mir nun einen bogen zulegen.
kann man sagen, dass ein rechtshänder dann immer einen
"rechtshänder-bogen" braucht? oder gibt es jede menge ausnahmen?


Nein, kann man nicht so pauschal sagen.

Zuvor eine kleine Anmerkung:
Die Bezeichnung Rechtshandbogen / Linkshandbogen erscheint auf den ersten
Blick irreführend, da ein RH mit der linken Hand gehalten wird und
umgekehrt. Hat aber schon seine Richtigkeit. Siehe hier auch
Gewehrschützen. Die betätigen ja auch den Abzug mit rechts und halten das
Gewehr mit links.

Laut Meinung der meisten professionellen Bogenschützen (meist aus dem
FITA-Bereich) sollte sich ein Bogenschütze bei der Auswahl seines Bogens
nach seinen Augen richten. Man ist nämlich nicht nur rechts- oder
linkshändig, sondern auch rechts- oder linksäugig. So kann es passieren,
das jemand zwar rechtshändig, aber linksäugig ist (oder umgekehrt). In
solchen Fällen soll sich der Bogenschütze daran gewöhnen, mit der anderen
Hand zu schießen.

Meine Meinung dazu: Drauf geschissen!

Sowas mag vielleicht bei Bogenschützen Sinn machen, die mit allerlei
Geraffel wie z.B. Stabilisatoren und Zielhilfen am Bogen herumhantieren.
Traditionell und aus Survivalsicht nicht von Belang, da dort sowas nicht
verwendet wird. Bei den Einen aus Traditionsbewusstsein und bei den
Anderen weil überflüssiger Ballast (und im Survivalfall gar nicht
herstellbar).

http://www.dsb.de/media/aktuelles/Bilder/DSB-Schuetzen/Weihe__Andrea_hinten_WM_Bogen_2007_klein.jpg

http://www.bs-nuertingen.de/Berichte/03vmfita/Bogen.jpg

Man beachte die Ausleger und stelle sich vor, damit durchs Gestrüpp zu
kriechen.

Es ist meiner Meinung nach einfacher, den Bogen so in die Hand zu nehmen,
das es sich gut anfühlt und damit das "zielen"* zu üben, als sich die
Handhabung mit der "falschen" Hand anzugewöhnen.

*Gezielt wird da im eigentlichen Sinne nicht, weshalb man das ja auch
instinktives Schießen nennt. Man blickt nur auf das zu treffende Ziel
(nicht irgendwie am Pfeil lang, über die Pfeilspitze oder sonst was),
zieht und lässt den Pfeil fliegen. Das "Zielen" ist so ziemlich das
Gleiche, als wenn man einen Stein wirft oder Dart spielt. Durch die Übung
wird unterbewusst abgespeichert, wie das Ziel zu treffen ist und dann
automatisch abgerufen. Hört sich erst kompliziert und irgendwie nach Zen
an. Ist aber recht leicht. Braucht nur Übung. Ganz zu Anfang sollte man
sich aber nicht mal auf das Ziel konzentrieren, sondern den
Bewegungsablauf üben. Hierzu etwa 5 m vor ein möglichst großes "Ziel"
stellen und so lange darauf schießen, bis man den Bewegungsablauf im
Schlaf beherrscht. Die Pfeile fangen dann schon ganz von selber an, auf
kleiner Fläche im Ziel zu landen. Dann kann man anfangen kleinere Ziele
auf das große Ziel zu pappen. Anfangen würde ich mit einem A4 Blatt und
dann kleiner werdend bis Bierdeckel. Zwischendurch fängt man dann auch an,
die Entfernung zu ändern. Bitte keine festen Metermarkierungen, die gibt es
im Ernstfall auch nicht. "Jagdistanz" liegt so zwischen 5 und 30 m. Also
diesen Bereich vorzugsweise üben.

MfG

Wizard


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