Hallo,
Obwohl ich mich seit ca. 3 Jahren in diversen Foren rumtreibe habe ich noch nie so eine praxisnahe Beschreibung der zu erwartenden Ereignisse gelesen.
Ich bin auch hier schon lange Zeit Mitleser, aber jetzt muß ich einfach mal meinen Senf dazugeben, ist zwar etwas länger geworden aber wer wenig Zeit hat muß halt schneller lesen.
Ich betreibe eine kleine Landwirtschaft in einem Gebirgstal östlich vom Bodensee und verarbeite die Milch meiner Kühe zu Käse.
Ich war auch Wehrdienstverweigerer, damals noch eine harte Nuß. Ich war einer der ersten Zivildiener der kein Student war.
Damals musste ich noch vor eine Kommission nach Innsbruck die mir erklärte wenn Soldaten kommen und meinen Vater erschiessen und meine Mutter vergewaltigen würde ich mit den Händen in den Hosentaschen dabeistehen und denken das sei so in Ordnung.
Das ist jetzt mehr wie 35 Jahre her und seit ca. 2-3 Jahren habe ich massiv nachgerüstet.
Mitglied bei einem Schützenverein-in Österreich muß ich mindestens einmal in 5 Jahren auf den Schießstand zum üben damit ich meine WBK behalte.
Vor 1,5 Jahren einen Hund angeschafft und am anlernen.
Seit 1,5 Jahren Karateunterricht, die morschen Knochen ächzen zwar manchmal aber ich kann durchaus mithalten.
Bin auch am Morsen und Amateurfunk lernen, weiß aber nicht ob ich das noch schaffe, ist grauslich zäh mit diesen Stromgesetzen Wellentheorien usw. Zeit zum lernen habe ich auch erst wenn ich spät abends müde vorm PC hocke und dann ist die Aufnahme auch dementsprechend.
Tarnen und Täuschen ist gut aber eine halbwegs funktionierende Landwirtschaft mit Tierhaltung lässt sich nun mal nicht ganz geheim halten und ist immer ein Hinweis darauf dass es evt. was zu futtern gibt.
Vorsorge für andere, für und wieder. Ich hab das Thema für mich so gelöst dass ich ans Lager nehme was geht aber obwohl ich dafür bin dass im Dorf alle gerettet,(durchgefüttert) werden sollen habe ich mich klar entschieden-wenn ich für 10 Personen 1000 Tage vorsorge sind das 10 000 Tagesrationen,(wie die dann aussehen ist etwas anderes), aber wenn das Dorf mit seinen 1000 Einwohnern Anspruch darauf erhebt dann reicht es für alle gerade mal 10 Tage, da hat auch niemand was davon.
Vor ca. 3 Jahren wollte ich auch noch so manchen umstimmen, habs aber aufgegeben, ich musste einfach zur Kenntniß nehmen, wenn jemand mit dem Auto volle Power gegen eine Betonwand fahren will dann ist das zwar tragisch und ich würde das gerne verhindern, aber ich kann mich da nicht dazwischenstellen.
Ich habe ein gutes Verhältnis mit den Nachbarn aber wenn ich auf kommende schwierige Zeiten hinweise ernte ich nur mitleidige Blicke.
Nachdem ich auch einen komischen Sammelwahn habe, und um meine Scheunen viele dieser 1000 ltr Wassertanks, die blauen 100 ltr Plastikfässer die in einer nahegelegen Firma anfallen hole ich auch alle, sowie einige Öltanks, die hin und wieder gratis zu holen sind wenn eine Heizung auf Pellets umgerüstet wird, ist allen klar dass ich halt ein bisschen nicht ganz fit bin.
Ich hoffe wenn es kritisch wird kann ich die Nachbarn überzeugen dass sie nur überleben wenn ich ungestört Milch, Käse, Butter und und
.. produzieren kann, dafür erwarte ich eine rundum Bewachung und Mithilfe, es muß jedem klar sein wenn mir die Bude abbrennt (angezündet wird) dass sie dem Untergang geweiht sind.
In meiner Umgebung wurden die letzten Jahre einige Häuser gebaut und deshalb viele junge Familien mit Kindern.Wie das geht wenn die Männer in den Krieg müssen, ich weiss nicht.
Sollten die Nachbarn nicht mitspielen wird es schwierig, denn ich kann in unmittelbarer Nähe keine Nachbarn brauchen die gegen mich sind.
Bez. Tierhaltung hast Du Dir warscheinlich schon Gedanken gemacht dass zu Beginn eines evt. Kältesommers die Heubergeräume ziemlich leer sind, im Sommer dann laut ; weiss nicht mehr von wem: man wird Schnee statt Heu einfahren, und danach einige Monate Winter.
Also auch an die Heuvorräte denken, sowie Salz.
Wobei ich befürchte, wird mir auch nicht anders gehen, die Kühe werden erst reduziert wenn das Futter knapp wird, je früher je besser, ein Drittel weniger Vieh, heißt ein Drittel länger Heu haben.
Nicht behandelt wurde das Schützen von Elektrogeräten vor EMP.
Ich denke jetzt nicht an den elektrischen Haarföhn, sondern in der Landwirtschaft laufen derzeit viele Sachen elektrisch, Pumpen, Rührwerke,Hütebube,heizen,kühlen, Starter bei Traktoren usw., gibt es überhaupt einen Schutz,genügt ein Betonbunker in der Erde, nützt ein LKW Container, der ja rundum aus dickem Eisen besteht >>>>>
Ich habe selbst viele Jahre mit dem Pferd Holz gestreift und Transporte gemacht, den Sommer über haben wir ohne Strom auf der Alpe gewirtschaftet, aber heute sind die Gebäude nicht mehr auf das ausgerichtet.
Da bei uns ebener Boden rar und teuer ist sind alle Güllekästen unterirdisch mit einer massiven Betonplatte drauf, darüber meist Stall oder Scheunen.Wenn hier die Gülle wie früher mit der Schöpfkanne heraufgeholt werden muß hat jemand eine Lebensstellung.
Wenn die Kühe dann aber nur mehr Tannenreisig als Futter bekommen dann bleibt der Mist auf den Spalten liegen und ich kann diesen aufladen.
Ohne Strom bzw. durchgeschmorte Kupferwicklungen wäre auch das Thema Holzgaser erledigt da die Zündkerzen einen Funken bringen sollten.
Was habt ihr für Meinungen zum Thema Funkenregen: Nützt ein stabiles Blechdach oder kommen solche Steine dass sowieso alles in Grund und Boden geschlagen wird?
Wenn die Lage wieder ruhig ist geb ich Dir mal Rauchzeichen, in ein paar Jahren sollte ich nämlich einen Stier und einen Ziegenbock tauschen damit ich keine Inzucht in die Herde kriege.
Schöne Grüße
Kirra (Name meines Hundes)