Moin Bär
Wie auch immer, wir müssen davon ausgehen, dass es spätestens nach 3TF
genug Waffen gibt, die im Umlauf sind, die übrig geblieben sind. Und wir
müssen davon ausgehen, dass Menschen bevor sie verhungern sie nutzen
werden.
Ja!
Die Meisten davon allerdings in Händen von Leuten die den fachgerechten Umgang damit nie gelernt haben. Die wissen zwar, wie man läd und abdrückt, mancher sogar wie man zielt (zumindest auf kurze bis mittlere Entfernungen), Aber sie wissen nicht wie man eine solche Waffe pflegt um eine möglichst lange Funktion zu gewährleisten. Das Ergebnis ist dann, das ziemlich schnell sehr viele der Waffen funktionsunfähig werden. Hinzu kommt der dann recht schnell kommende Mangel an Munition.
Wo ich derezit noch Defizite habe, ist die Bereitschaft Gewalt als ultima
ratio zu akzeptieren. Ich bin immer noch verhaftet in Denkstrukturen, die
Gesetze als notwendig ansehen.
Ja, vor dem Problem dürften (dann) die meisten "Otto Normal" stehen.
Da sind uns breite Bevölkerungsschichten um Einiges voraus. Die nehmen
sich heute schon, was sie kriegen und werden, was ich für fatal halte, zu
sehr in ihrem Verhalten bestärkt, wenn nach dem 27. Überfall immer noch
ein Richter an das Gute im Mehmet glaubt und 2 Jahre nach der Tat eine
Bewährungsstrafe verhängt.
Ja.
Ich gehe davon aus, das dieses mit voller Absicht so gehandhabt wird.
Ich habe einen türkischstämmigen jungen Mann
kennen gelernt, der mit einer laufenden Bewährungsstrafe bereits aktuell
zwei weitere Aufgriffe mit erheblichen Drogenmengen hatte. In der Tasche
hatte er drei Tage nach dem letzten Aufgriff 20 Gramm einer illegalen
Substanz.
Damit ist er ja noch fast harmlos. Ich habe mehrere Jugendliche kennen gelernt, denen vom Gericht für erhebliche Straftaten Sozialstunden verpasst wurden und die noch während des Ableistens laufend für neue Gerichtsverfahren gesorgt haben und immer wieder nur Sozialstunden bekamen. Mein liebstes Beispiel für solche Fälle war einer russischer Herkunft. Sein Lieblingsspruch: "Ich bin Russe, für mich gelten deutsche Gesetze nicht." Als ich ihn kennen gelernt habe, hatte er für 4 Straftaten insgesamt 60 Stunden abzuleisten und musste in der Zeit fast jede Woche wieder vor Gericht, wo es "Nachschlag" gab. Immer in Schritten von 10 bis 20 Stunden. Und das nicht etwa für aktuelle Sachen, sondern für Dinge die schon 6 bis 12 Monate her sind. Und fast täglich weiter Straftaten begehen. Die Latte reichte von Ladendiebstahl, Drogenhandel über Autodiebstahl, Fahren ohne Führerschein bis hin zu Körperverletzungen und bewaffnete Überfälle. Und glaub nicht, das da irgend ein Richter mal auch nur auf die Idee kam, den mal richtig zu verknacken.
Wieso auch nicht? Nach seiner Denke, dreimal (nur aktuell) erwischt und
nicht einen Tag in Gewahrsam. Das ist doch Erfolg pur für seine Denkweise.
Immerhin kann er davon leben ohne arbeiten zu müssen. Im Hafen Getreide zu
schippen ist anstrengender als Bullen an zu grinsen, wenn er nach dem
Aufgriff gleich wieder an ihnen frei vorbei laufen kann.
Genau das!
Und trifft so einer mal den Richtigen und zieht den Kürzeren, hat er den richtigen Anwalt und Richter, der dann das wehrhafte Opfer noch bestraft.
Da verstehen unsere Richter etwas zu wenig von der Mentalität.
Nee, siehe oben. Das ist Absicht.
Ich bitte dennoch, dies nicht als Migrantenschelte zu sehen. Es ist
vielmehr als Systemkritik gedacht. Kritik am Nichtverstehen der
Andersartigkeit. Kritik daran, dass das Maß der Strafverfolgung
unangemessen genutzt wird.
Jep, sehe ich ganau so.
Den Ärger haben wir dann, wenn keine Ordnungsmacht mehr dafür sorgt, dass
die Auswüchse eingedämmt werden. Die "Erfolgs verwöhnten" routinierten
Täter schwimmen dann erst mal oben auf. Sie runter zu holen müssen dann
die Bürger wohl in Eigenregie hin bekommen. Mein Wunsch ist dabei, dass es
verhältnismässig bleibt. Ich fürchte aber die laufenden Diskussionen und
die Anhäufung von Fehlentscheidungen der letzten Jahrzehnte werden meinen
Wunsch ungehört verhallen lassen.
So in etwa, Wobei dann das "Runterholen" in vielen Fällen eher ein "Raufziehen" sein wird. Nämlich in Form eines Schnellgerichtes mit umgehender Vollstreckung, auch Lynchen genannt. Wobei ich da befürchte, das die Masse, einmal aufgestachelt und in Fahrt, nicht mehr so schnell zu bremsen ist und sich auf Verdacht gleich alles greift. Und ich hege den Verdacht, das man genau das auch erreichen wollte. Wie ich an anderen Stellen schon öfter schrieb, gehe ich davon aus, das man den Kriminellen deshalb so ziemlich alles durchgehen lässt, damit sie hinterher gut als Sündenböcke dienen können um von den wahren Schuldigen abzulenken.
MfG
Wizard
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Anführer = Erster unter Gleichen, jemand der den Anderen als Vorbild DIENT, den Anderen also voran geht und nicht jemand der die Anderen voran peitscht.