Version a halte ich während des Umbruchs für gefährlich. Du kannst den Diesel nicht völlig verstecken, er ist immer auffindbar. Die heutigen Schlepper vollgestopft mit Elektronik sind extrem anfällig. Allein schon Ersatzteilnachschub stellt ein Problem dar.
Meine beiden Schlepper haben an Elektronik nur Beleuchtung, Starter, Lichtmaschine und bei einem Vorglühanlage.
Allrad und die Differentialsperre muß ich mit Hand betätigen, aber soviel Mumm habe ich noch.
Mußte erst letztes Jahr den einen überholen und hab 13 000 hineingesteckt, ich hoffe der hält wieder ein paar Jahre.Ich mach mir aber keine Illusionen, wenn z:B. nur ein kleines Teil in der Einspritzpumpe locker wird und einen Kolben od. so was beschädigt steht die Mühle.
Ich brauch keinen Fendt mit Preisen von 80 000 aufwärts, vollgestopft mit Elektronik.
Diesel hab ich auch etwas am Lager, aber wie Du schreibst da kann auch unvorhergesehenes kommen.
Ich brauch derzeit etwa 2500 ltr Diesel im Jahr , von dem her wäre es kein Problem für ein paar Jahre vorsorgen, wenn ich aber den Strom damit auch machen muß ist bald Ebbe.
Also früher oder später wird man sich umstellen müssen.
Version b solltest du nicht aus den Augen verlieren. Ein Pferd, das als Ackergaul arbeiten kann und von dir problemlos mit durch gezogen werden kann ist schlichtweg krisensicher, umso mehr aus der Sicht der Seher.
Ich habe schon viele Jahre mit Pferden gearbeitet,sehne mich aber nicht danach zurück, das werde ich anderen überlassen.Einmal hat mich ein Pferd gebissen, einmal riß ein Zugstrick und ich hatte die Waage ( Verbindung zwischen Pferd und Schlitten oder Holzbloch) am Schienbein.Wenn wir an Pferdetransporte denken haben wir die uns bekannten Straßen vor Augen.Das war früher anders.Da gings mit dem Schlitten z.B. durch eine Hohlgasse mit Steinen und Wurzeln wo man immer im Schlitten mitlaufen und lenken musste damit es nicht umgeworfen hat, wehe wenn man einen Fuß zuspät zieht, der Schlitten ging unbarmherzig weiter.Dann ist vor dem Pferd ein Vogel aufgeflogen und das Pferd erschrocken und dahin usw.
Morgens um 4 Uhr aufstehen und die Pferde füttern damit sie um 7 Uhr einsatzbereit waren.Heu kurzschneiden damit die Pferde am Tag schnell was fressen konnten.
Das kommt jetzt evt. zu negativ rüber aber wenn ich an diese Zeit denke kommen mir zuerst diese Dinge in den Sinn.
Mein Vater hat mit Pferden angefangen, vorher wurden die meisten Bauernhöfe mit Rindern bewirtschaftet. Die größeren Bauern sowie einige Lohnunternehmer hatten ein oder 2 Ochsen für die Transportarbeiten.
Die letzte Bastion, und ich denke dies wird eine allgemein bevorzugte Version werden, ist die Version Muskelkraft. Wenn dein Umfeld stabil ist, werden arbeitslose Handwerker liebend gern Handarbeit annehmen für Nahrung.
Vor ca. 50 Jahren( hab ich mir sagen lassen) sind die Arbeiter gerne zum Bauern gekommen und haben von morgens ca. 3 Uhr bis 6.30 von Hand gemäht um ein Frühstück, nachher gingen diese normal in die Betriebe arbeiten.
Um ein kg Butter habe man einen Arbeiter einen Tag bekommen. Heute ist beim Butter nicht mehr die Arbeit bezahlt die ich mit dem Herstellen habe, vom Rohstoff gar nicht reden.
.
Bei Sportschützen bin ichzumindest in D recht skeptisch. Die Waffen sind zentral erfasst und das ist wie ein Einkaufszettel für die Staatsmacht. Der Schütze hat fast keine Relevanz für die Obrigkeit und im Zweifel werden die Waffen sehr schnell ein gezogen. Dem Jäger werden gemeinnützige Aufgaben zu geschrieben. Sein (bedingter) Waffenbesitz ist akzeptiert. Vielleicht kannst du dich in diese Richtung noch ein wenig besser auf stellen
Flinten werden in Östereich derzeit nicht einmal registriert, wenn dann das zentrale Waffenregister kommt ändert sich das aber.
Meldepflichtige Waffen (Repetierer) kann ich an andere Personen weiterverkaufen, diese müssen über 18 Jahre alt sein.
Sehr genau ist das mit den genehmigungspflichtigen Waffen, ( Pistole, Revolver, Halbautomaten) Bei diesen wird auch die ordnungsgemäße Aufbewahrung kontolliert.
Wir haben begonnen Brot selber zu backen und das angefangen beim ganzen Getreidekorn. Als Ernährungsgrundlage ist das schon brauchbar. Um das Ganze ein wenig feudaler zu gestalten haben wir auch mit dem Käsen angefangen. Nach einem Kurs im Allgäu mit Käse aus Kuhmilch nach Feta Art bekommen wir, also mehr die Bärin, das meiste hin. Feste Schnittkäse gehen leider nicht wegen mangelnder Lagerungsmöglichkeiten. Und mit einem Extra-Kühlschrank für Käse möchte ich ungern anfangen.
Wenn die Kuhzahl stark reduziert wird braucht man die Milch zum Überleben bzw. Johurt, Butter und Frischkäse. Ich glaube nicht dass man dann noch die Milch hat um länger haltbare Käse zu machen.
Fette sind ohne die Erdölsklaven die wir heute haben, ein ziemliches Problem künftig. Mit einer Handpresse (Nüsse, Raps, Sonnenblumen)lässt sich das zwar hin bekommen, aber nur in recht bescheidnen Maßstab.
An tierischen Fetten geht kein Weg vorbei.
Ich hab mal gelesen dass es der Bevölkerung in unserer Talschaft ab dem 17 Jahrhundert wesentlich besser ging weil man sich auf die Tierhaltung spezialisiert habe und den Getreideanbau aufgelassen hat. Butter und Speck waren begehrte Exportartikel. Mit Export meine ich jetzt die ca. 30-40 km an s Land hinaus.
Bei den Heuvorräten möchte ich gern dein Fachwissen in Anspruch nehmen. Wie lange ist Heu, trocken gelagert, so haltbar, dass die Tiere nicht gleich tot umfallen wenn sie allein davon leben müssen? Also in den Extremszenarien mit Kältesommer und 3TF> Das ist eine für meine Kalkulation wichtige Information.
Trockenes gutes Heu ist trocken gelagert viele Jahre haltbar.Natürlich werden laufend Vitamine usw. abgebaut. In reinen Heubetrieben ist es teilweise gegen Frühjahr schon schwierig die Kühe trächtig zu kriegen weil sich das Beta-Carotin abgebaut hat.
Ich denke das große Problem ist dass kein Heu mehr vorhanden ist und nicht dass dieses jetzt wenig Vitamine enthält.
Batterien habe ich als Wegwerfbatterien ausreichend, also wirklich ausreichend, gebunkert. Gleichzeitig habe ich aber Solarladegeräte und alternative Ladegräte und Akkus gebunkert. Besonders für Geräte, die zur Sicherung einen Vorsprung verschaffen wie Nachtsichtgeräte sehe ich keine Alternative. Natürlich ist ein gutes Glas schon viel wert. Aber ein Nachtsichtglas mit Infrarot bietet enorm Sicherheit.
Batterien und Geräte sind zweifach im Faradayschen Käfig. Ich habe sie also in eine dichte Metallkiste gesteckt und stelle die in einen dichten Stahlschrank. Mümetall (das Mü Zeichen fehlt bei mir auf der Tastaur) wäre das einzig wirklich sichere im Falle eines extremen EMP aber das ist unter Kostenaspekten schlicht unmöglich.
Bei solchen Sachen habe ich noch einigen Investitionsbedarf, vielleicht kann ich dann noch einiges gegen Lebensmittel tauschen. Meine Noch zu Besorgen Liste wächst jedenfalls schneller wie das Lager. Das liebe Geld
..
Allerdings ist Zeit ein großer Faktor bei der Vorsorge, je länger es geht umso mehr bring ich ans Lager. Sachen wo ich vor einem Jahr dachte das ist zu teuer gibt es per Zufall gebraucht günstig oder ich habe eine andere Lösung für dieses Problem gefunden.
Im Zweifel muss aber neben der Version Keulen auch eine Alternative geplant sein, wie du die Euter zum Beispiel leer bekommst. Im Zweifel mit Handarbeit wobei die Bestände dann wohl deutlich reduziert werden müssen.
Ich denke dann habe ich nur noch ca. 10 kühe und das müsste dann schon gehen.
Eine Überlegung ist es auch wert, was du mit den gekeulten Tieren anfängst. Räuchern, eindosen und trocknen geht ohne Strom. Tiefkühlen geht nicht. Im Zweifel sind Mengen an Gewürzen und Dosen hilfreich. Oder satt Salz und Räucherofen.
Ich verarbeite Tiere bisher nicht, das kann ich nicht und liegt mir auch nicht.( Das heißt nicht das ich das nie machen werde)Ich helfe zwar dem Metzger bis das Kalb am Hacken und die Kuh auf dem Bock liegt aber das andere macht der Metzger.Wenn die Kunden dann fragen: Hast du die Kaminwurzen auch selber gemacht erkläre ich ihnen dass man (n) nicht überall gut sein kann, ich bin bisher auf Milchverarbeitung spezialisiert.
Ich erinnerte mich dass wir früher beim Schlachten viele Dosen machten.
Wenn wir vom Arbeiten auf dem Feld nach Hause kamen und es war keine Zeit mehr zum kochen wurde eine Dose geholt und ins heiße Wasser geworfen, das war dann ein Festessen.Manchmal war eine geblähte dabei, diese wurden dann entsorgt.
Ich habe diese Maschine mit Handkurbel dann auf dem Dachboden gefunden und eine Palette Dosen mit Deckel gekauft. Die Firma hat mir die Maschine auch mit Werkzeugen versehen damit ich die neuen Dosen verschließen kann.
Leider sind die neuen Dosen gewellt, sind also nur einmal zu verwenden.Mittlerweile habe ich eine Firma gefunden die auch glatte Dosen herstellt. Diese können abgeschnitten und wieder verwendet werden. Wir haben früher die Dosen verwendet bis diese nur mehr 5 cm hoch waren. So eine Palette kostet aber über 1000 , ist derzeit kein Thema.
. Harte Dächer sind unwichtig. Nicht brennbare hingegen sind wichtig.
Ich habe auf Haus und Stall diese dünnen Eternitplatten.Darunter Heustaub und Spinnweben, also reiner Zunder.
Ich habe ein Angebot vom Dachdecker für Blecheindeckung, über 40 000 .Das muß wohl warten bis diverse Nichteisenmetalle einen höheren Wert haben.
Die Einnahmen auf so einem Hof sind derzeit extrem mickrig.Ich erklär den Leuten manchmal wenn ich eine Kuh besame kostet der Samen von 8- ca. 30 , manchmal brauche ich 2 oder 3 Portionen bis die Kuh trächtig ist. Dann muß 9 Monate alles Gutgehen. Die Geburt, wenn es in der Nacht ist habe ich noch eine Sonderschicht,das Kalb alle paar Stunden tränken usw. Falls der Tierarzt mal kommen muß sind auch gleich 100 weg,wenn das Kalb dann ein Stierkalb ist bekomme ich nach 14 Tagen ca. 80 . Wenn ich 2 Patronen mit ca. 35 ml Druckertinte kaufe brauche ich auch über 70 .
Wie es offiziell heißt kann derzeit nur mit Biogas ein ausreichendes Einkommen erzielt werden, allerdings ist da evt. auch was im Busch.
Meine Frau hat anfang Oktober einen Homöopathiekurs besucht den eine bayrische Tierärztin gehalten hat.
Diese erzählte dass die Tierärzte informiert und aufgefordert wurden, Todfälle in den Ställen mit Verdacht auf Botulismus genau zu dokumentieren und zu melden.
In einigen Landkreisen habe es in den Spitälern Todesfälle wegen Botulismus gegeben und als Ursache komme jetzt am warscheinlichsten Biogasgülle in Frage.
Ich dachte anfangs Blödsinn, in der Gülle waren immer schon Bakterien, mittlerweile sehe ich das Ganze nicht mehr als unmöglich an.
Diese Gülle hat mit normaler Gülle nichts mehr zu tun.
Da wird z.B. täglich die Futtermenge für 100 Kühe hineingebracht, also Silomais, Getreide, Gras, Mineralstoffe usw.Diese Menge wird von den Bakterien auch gefressen.Dass da eine Menge Bakterien hin und wieder auch das Zeitliche segnet ist auch logisch.
Mal nur ganz leienhaft gedacht, zur Entstehung von Botulismus ist es warscheinlich egal ob einige Kubikmeter Tierkadaver aus Millionen oder Milliarden Bakterien oder aus 10 Kühen besteht.
Ich kann mir aber nicht vorstellen dass alle mit Biogasgülle behandelten Felder aus der Lebensmittelproduktion herausgenommen werden, da werden dann halt ein paar Kolateralschäden in Kauf genommen.
Bei dem Rind denke ich an eine robuste alte Rasse geeignet für Höhenlagen. Hochleistungskühe sind für mich ganz sicher nicht geeignet. Das Hinterwälder Rind oder noch eher Dexterrind sind meine Favouriten. Wenn du damit kreuzen magst, ich setze alles daran diese Rasse durch zu ziehen. Vielleicht kannst du mir dazu etwas aus deiner Erfahrung sagen.
Ich kenne diese Rassen nicht direkt, kann mich nur erinnern dass es sehr genügsame Tiere sind, also für die kommende Zeit wie geschaffen.
Da ich seit langem Biobetrieb bin habe ich sowieso keine Hochleistungskühe, ich bin dabei altes original Braunvieh einzukreuzen.Ich rechne schon mit erheblichen Umstellungsproblemen und werde deshalb noch einige Ziegen anschaffen.
In den südlichen, landwirtschaftlich kargen Ländern sind häufig Ziegen zu finden und Milch geben sie auch.Die Ziege wird nicht umsonst als die Kuh des armen Mannes bezeichnet.
Ev. Bringe ich ein paar Ziegen besser über die schwierige Zeit.
Meines Ermessens werden sich Zivilisationen um funktionierende Höfe herum etablieren. Die meisten Menschen werden unbrauchbar sein im Krisenszenario. Fast keiner sieht die Notwendigkeit sich angemessen vor zu bereiten. Die Fähigkeiten erstrecken sich oft genug nur noch darauf, gekonnt die Computermaus zu schwingen.
Sie am Leben zu halten ist mehr mit einer Intensivstation als mit einer Gemeinschaft zu vergleichen.
Ich hirne mal auf Lösungen herum um ohne das Rad neu zu erfinden, wie man daraus funktionsfähige Gemeinschaften machen könnte, ohne dass es überproportional zu Lasten eines Teils wird. Derzeit hinken meine Vorbereitungen etwas daran, dass ich versuche die eierlegende Wollmilchsau zu basteln.
Interessante Lektüre zu diesem Thema gibt es bei Manuel, viele heute nicht mehr übliche Handwerke werden praxisnah beschrieben.
http://www.survivalpress.org/
ich will da keine Werbung machen, hab auch keine Prozente, aber hier gibt es Literatur die zu unserem Thema passt.
Ich denke da ist einfach viel Improvisieren gefragt, genau planen kann man so was nicht weil man auch nicht vorhersehen kann was in den Menschen um uns herum vorgeht. Einmal müssen wir sowieso alle sterben, die Frage ist nur wann, also jeden Tag froh sein dass am Abend alles noch halbwegs läuft und was morgen ist werden wir wieder sehen.
gruss kirra