Plündern, Morden, Brandschatzen (Freie Themen)

Bär, Dienstag, 30.11.2010, 14:26 (vor 5537 Tagen) @ Wizard (3934 Aufrufe)

Moin Wizard,

deine Einschätzung teile ich.

Die Beurteilung wieviel im Umlauf ist, ist schwierig. Ich habe von einem, der es aus der Praxis weiß, in einem geschlossen also nicht öffentlichen Forum berichtet bekommen, dass sie quasi nie Waffen fanden, selbst wenn damit gedroht wurde, dass eine verwendet wird.

Wie auch immer, wir müssen davon ausgehen, dass es spätestens nach 3TF genug Waffen gibt, die im Umlauf sind, die übrig geblieben sind. Und wir müssen davon ausgehen, dass Menschen bevor sie verhungern sie nutzen werden.


Für mich habe ich den Schluß daraus gezogen

- die Handhabung möglichst perfekt zu beherrschen

- erstklassiges, üppig vorhandenes Material zur Verfügung zu haben auch für Zeiten wie deinen Gesehenen (13.Krieger)

- nicht ganz ohne da zu stehen wenn Sportschützen erleichtert werden von einer Rot/Grünen Regierung zum Beispiel (Jäger erfüllen eine gesellschaftliche Fuktion ohne die die Erträge der Landwirte minimiert werden würden durch Überpopulation des Wildes)

- die Baulichkeiten entsprechend zu gestalten, Sandsäcke sind billig zu haben und gestapelt ohne Sand nehmen sie keinen Platz weg, ein "Spielhaus/Turm" für unsere "lieben Kleinen" kann durchaus einen anderen Sinn haben, Zäune die natürlich nur wegen der großen Hunde so stabil sind, Natodraht auf Rollen im Lager zum Nachrüsten, zufällig günstig liegende Öffnungen, die nur zufällig Schießscharten ähneln, in den Wänden, Spiegel in denen man unauffällig beobachten kann, Türen mit brauchbarem Widerstand, so ein Rolladenkasten kann auch Beschuß hemmende Panzer(die Dinger, die runter gelassen werden sind gemeint, kein T 64) enthalten usw....

- die potenziellen Gewalttäter vorher rechtzeitig zu sehen auch mit entsprechender Technik soweit sie nutzbar bleibt

Die Menschen, mit denen ich die Zeit durchstehen möchte, sind und werden im Krav Maga und der Praxis nahen Anwendung von Waffen geschult und mental auch durch situatives Training vor bereitet.

Wo ich derezit noch Defizite habe, ist die Bereitschaft Gewalt als ultima ratio zu akzeptieren. Ich bin immer noch verhaftet in Denkstrukturen, die Gesetze als notwendig ansehen.

Da sind uns breite Bevölkerungsschichten um Einiges voraus. Die nehmen sich heute schon, was sie kriegen und werden, was ich für fatal halte, zu sehr in ihrem Verhalten bestärkt, wenn nach dem 27. Überfall immer noch ein Richter an das Gute im Mehmet glaubt und 2 Jahre nach der Tat eine Bewährungsstrafe verhängt. Ich habe einen türkischstämmigen jungen Mann kennen gelernt, der mit einer laufenden Bewährungsstrafe bereits aktuell zwei weitere Aufgriffe mit erheblichen Drogenmengen hatte. In der Tasche hatte er drei Tage nach dem letzten Aufgriff 20 Gramm einer illegalen Substanz.

Wieso auch nicht? Nach seiner Denke, dreimal (nur aktuell) erwischt und nicht einen Tag in Gewahrsam. Das ist doch Erfolg pur für seine Denkweise. Immerhin kann er davon leben ohne arbeiten zu müssen. Im Hafen Getreide zu schippen ist anstrengender als Bullen an zu grinsen, wenn er nach dem Aufgriff gleich wieder an ihnen frei vorbei laufen kann.

Da verstehen unsere Richter etwas zu wenig von der Mentalität. In seinem Denken wäre das Abschlagen einer Hand eine angemessene Strafe für Drogenhandel. Bekommt er das Strafmaß nicht, ist für ihn die Sache doch straffrei geblieben. Ob auf einem Zettel etwas von "Bewährung" steht, das stört doch nur rechtschaffene Menschen. Und selbst Tage in Gewahrsam, sind doch nichts anderes als ein Heimspiel, weil er seine Kumpels trifft und einen Intensivkurs/Fortbildungsseminar hinter den Gitterstäben bekommt.

Ich bitte dennoch, dies nicht als Migrantenschelte zu sehen. Es ist vielmehr als Systemkritik gedacht. Kritik am Nichtverstehen der Andersartigkeit. Kritik daran, dass das Maß der Strafverfolgung unangemessen genutzt wird.

Den Ärger haben wir dann, wenn keine Ordnungsmacht mehr dafür sorgt, dass die Auswüchse eingedämmt werden. Die "Erfolgs verwöhnten" routinierten Täter schwimmen dann erst mal oben auf. Sie runter zu holen müssen dann die Bürger wohl in Eigenregie hin bekommen. Mein Wunsch ist dabei, dass es verhältnismässig bleibt. Ich fürchte aber die laufenden Diskussionen und die Anhäufung von Fehlentscheidungen der letzten Jahrzehnte werden meinen Wunsch ungehört verhallen lassen.

Bärengruß in die Heimat


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