Re an den Wolf (Freie Themen)

rauhnacht, Samstag, 08.02.2014, 12:15 (vor 4372 Tagen) @ Fenrizwolf (2739 Aufrufe)

Hallo Fenrizwolf,


da ich in einem Rekordniederschlagsgebiet wohne und fließende Gewässer in unmittelbarer Nähe sind,
habe ich mir, im Rahmen meiner noch bescheidenen Vorsorgemaßnahmen, einen Wasserfilter der schweizerischen
Firma Katadyn zugelegt.

Ja, hab ich auch. Mein Mann auch. Um den Filter zu schonen, hab ich ein paar Kaffeefilter mit eingepackt, wiegen ja nichts. Wenn die alle sind, denke ich, ist ein Stofftaschentuch o.ä. besser wie nichts.


Vorfiltrieren, zum anschließenden Abkochen, läßt sich meines Wissens nach auch mit
natürlichen Mitteln einigermaßen bewerkstelligen. (Kiesel, Kohle, Moose)
Ein paar Entkeimungstabletten in Reserve zu haben, ist bestimmt auch kein Fehler.

Ja, denk ich auch.

Sollte aber der Fall eintreten, daß Mitteleuropa von extremen Dürren heimgesucht wird,
sehe ich schwarz. In ehemaligen Flußbetten graben, Bäume anzapfen, Tierblut wären
da meine letzten verzweifelten Ideen.

Ja, genau da seh ich das Problem. Bei den Bäumen weiß ich nur die Birke. Geht das auch bei anderen? Geht das überhaupt noch, wenn es sehr trocken ist? Gibt es vielleicht noch andere Pflanzen bei uns, die Wasser speichern, die man dann ausdrücken könnte oder so?

Um in einer solchen Umgebung Wasser zu finden, bräuchte man die Intuition eines Brunnenbauers
aus Freilassing.

Über so eine Anwendung der Intuition würd ich auch gern mehr wissen.
Aber, sicher gibt es auch Naturhinweise. Ich überlege z-B., ob es wohl Sinn machen würde bei Wasserliebenden Pflanzen zu graben. So etwas sollte man aber schon wissen. Denn einfach nur so auf Verdacht seine Kräfte zu verschwenden, wäre ausgesprochen dumm.

Vor zwei Wochen erst habe ich etwas Interessantes in meiner Nachbarstadt gesehen:
ein Herr, der sich dem mittelalterlichen Kunsthandwerk widmet, hat ein Jahrhunderte
altes Haus erworben und darin später zufällig einen sog. Hausbrunnen vorgefunden.
Er hat versucht, diesen Brunnen zu reaktivieren, konnte aber in drei Metern Tiefe
kein Wasser finden,
obwohl der nächste Fluß nur ca. 50 Meter entfernt ist, und die herbstlichen Hochwässer
regelmäßig bis kurz vor seine Haustüre reichen, und alle paar Jahrzehnte auch dieses
Haus im Erdgeschoß geflutet haben.

Ja genau. So etwas ähnliches beobachte ich hier auch.Z.B. kenn ich eine Gegend hier, in der früher immer schnell bei Regen viele Springquellen entstanden. Der Grundwasserspiegel war so hoch, dass man schon beim Weidepfosten setzen, aufpassen musste, wenn man nicht wollte, dass einem der sofort wieder wegfault. Und nun: Nichts mehr, selbst, wenn es mal lang und ausdauernd regnet.

Mit freundlichen Grüßen, Rauhnacht


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