Hallo Odin,
den richtig guten Regenschutz von Dir genannt, möcht ich gern noch mal hervor heben.
Diesen finde ich wirklich sehr wichtig.
Etliche Jahre meines Lebens war ich ohne unterwegs ( ich hab ja keine Extremtouren gemacht, so halt ein paar Tage auf der Walz ) und kam immer klar. Ich dachte aus der Erfahrung dessen : gute Schuhe, gute Regenjacke ( Schlafsack im wasserdicht verpackten Rucksack) und zur Not eine Malerplane plus Seil reichen.
Bis letztes Jahr: Da waren wir dann Tag um Tag in strömendem Regen bei ziemlich kühlen Temperaturen unterwegs und bereits nach den ersten 10 Minuten pitschnaß. So mal einen oder zwei Tage in nasser Kleidung und Bewegung übersteht man schon ( bei ausreichender Konstitution! auch mein fünfjähriger Sohn). Nur dann: Die Unmengen nasser Kleidung und Schuhe kriegt man nicht trocken, kaum sitzt man wird’s ars...kalt.
Da ja keine Not, brachen wir ab und zogen uns in die komfortable Annehmlichkeit einer Ferienwohnung zurück. Da konnte dann nachts trocknen ( wohlgemerkt auch da mit Mühe grade so), was wir tagsüber nass gemacht hatten.
Ergebnis: Wir kauften Regenumhänge. Toll find ich die nicht. Ich komm mir darin vor wie ein wandelndes Zelt und zögere den Punkt zum Umhängen unsinnigerweise hinaus. Obwohl meiner laut Herstellerangaben atmungsaktiv und so und ich eher verfroren, wird mir beim z.B. Aufsteigen gleich viel zu warm. Schafft man es aber, das Durchschwitzen drunter halbwegs in Grenzen zu halten, ist eine Rast selbst im strömenden Regen angenehm und entspannend. Das Gefühl auch abends noch trockene Hosen und Haut und warme Muskeln zu haben, ist allerdings sehr überzeugend und auch ohne Feuer kanns am nächsten Tag erfreulich weitergehen.
In tatsächlichen Überlebenssituationen haben diese „Urlaubseindrücke“ von mir natürlich eine ganz andere Brisanz. Ich bin dankbar, dass ich dies ohne wirkliche Not erkennen konnte.
Viele Grüße von Rauhnacht