Hallo, Pferdchen!
Diese "Prophezeiung" (eigentlich mehr ein Gebet) hatten wir hier meines Wissens noch nicht.
Auf den ersten Blick scheint es mir auf in Irland kursierende Endzeitprophezeiungen zurückzugehen, die nachträglich dem eigenen Nationalheiligen zugeschrieben wurden.
⇒ Sinn des ganzen:
Wenn die Gebete fleißig gebetet werden und man bis um Lebensende bereut, dann sollen folgende Dinge passieren (bzw. nicht passieren
):
- Der heilige Patrick schmort nicht in der Hölle.
- Barbaren erobern Irland nicht, schon gar nicht die Schotten, zumindest bis sieben Jahre vor dem jüngsten Gericht, weil:
- sieben Jahre vor dem jüngsten Gericht Irland vom Meer her zerstört werden soll, was dann aber auch nicht passiert.
Die Eroberung durch Fremdvölker ist ein alter Endzeittopos, der von allen christlichen Nationen adaptiert wurde, hier eben auf die Schotten bezogen. Er ist nicht weiter von Relevanz, da er in den Bereich "christliches Sagengut" gehört.
Zu überlegen wäre, ob die Befürchtung eines Untergangs Irlands im Meer auf altes Wissen im irischen Volk zurückgeht, das entweder ein Nachhall der letzten Sintflut sein könnte oder aus tatsächlichen Visionen eine Katastrophe gespeist wurde.
Es gibt in der norddeutschen Tiefebene mit schöner Regelmäßigkeit Tsunamivisionen. Es hat sich z. B. auch in der Volkssage von "Hertje" niedergeschlagen. Mich würde nicht wundern, wenn ähnliches auch in Irlamd Tradition hätte und vielleicht bei allen "Seevölkern".
Gruß
Taurec
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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
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„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“