Einiges zukunftsrelevante im Lindenlied (Schauungen & Prophezeiungen)

Fred Feuerstein, Dienstag, 06.10.2009, 13:19 (vor 5958 Tagen) @ Taurec (5866 Aufrufe)

29.
Dantes und Cervantes’ weicher Laut[/size]
1955: „Dantes und Cervantes welsche Laut“
1960: „Dantes und Cervantes welscher Laut“
Schon dem deutschen Kinde ist vertraut,
1955: „Schon dem deutschen Kinde sind vertraut“
Und am Tiber- wie am Ebrostrand
1955: „Und am Tiber- und am Ebrostrand“
Singt der braune Freund von Herrmanns Land.
1955: „Liegt der braune Freund vom Herrmannsland“
1960: „Liegt der braune Freund von Herrmannsland“

Hallo Taurec,
Herzlichen Dank für diese tolle Zusammenstellung!
Im Gegensatz zu Randomizer bin ich der Ansicht, daß mind. zum Teil zukunftsrelevantes in dem Gedicht aufgeschrieben wurde. Ein Beispiel unter vielen, der obige Vers 29.

1920 (!) wird folgendes ausgesagt:
1. Der weiche spanische (-> Cervantes) und italienische (->Dante) Laut ist schon dem deutschen Kinde vertraut.
Dies wurde m.E. erst mit den Gastarbeitern in Deutschland zur täglichen Realität.
Vom Mühlhiasl stammt ja auch die Aussage: "Wenn man die Leute die einem begegnen, nicht mehr versteht (!), ist es nimmer weit zum schrecklichen Ende"

2. "Und am Tiber- wie am Ebrostrand Singt der braune Freund von Herrmanns Land": Deutscher Strand(!)- Urlaub wurde erst mit Abschaffung der Visapflicht 1954 zu einem Massenphänomen. Das deutsche Wirtschaftswunder spülte das nötige Geld in die Taschen, um in Italien, oder Spanien Zelturlaub zu machen.
Außerdem sind wir die (ehemaligen) Freunde der Franco und Mussolini Diktaturen.
Der Name "Herrmann" setzte sich ursprünglich aus "Heer" und "Mann" zusammen = ein Krieger.

Ob das Lindenlied nun 1920 erstmalig aufgeschrieben wurde, oder ob es doch ältere Fassungen gibt wissen wir derzeit nicht. Es gibt für beide Varianten Indizien. Vllt. kann Randomizer da etwas dazu beitragen (wenn der Aufsatz noch vor Ausbruch des 3.Wk fertig wird ;-)

mit freundlichen Grüßen
Fred


Prognosen sind schwierig, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen. (Karl Valentin)


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