10 kleine Neg... ach nein Milkakühe (Schauungen & Prophezeiungen)

Bär, Samstag, 20.11.2010, 20:45 (vor 5655 Tagen) @ Taurec (4985 Aufrufe)

Hallo Taurec,


genau dies ist meine Aussage. Nach dem Entstehen und Platzen der güldenen Blase wird Aurum/Argentum einen "normalen Wert" haben. Dieser "normale Wert" (verteil einfach mal die bestehenden oberirdischen Unzen durch 1/10 der Bevölkerung, da haben wir dann schon 10 mal so viel Gold pro überlebende Person) wird in den Relationen vom Restwert der Edelmetalle zu einem Stück Milchvieh zumindest so gering sein, dass man der Kuh als dann wahrem Wert einige Kilo Edles um den Hals hängt. In der Tat ist die Kuh es, die die enorme Wertentwicklung haben wird.

Gehen wir doch einfach mal einen Teil unserer Informationen durch.

Es kommt noch die "richtige" Wirtschaftkrise wobei Öl nicht nur nach Elliottwellen sehr teuer sein wird. Die Bauern werden reihenweise das Handtuch werfen, weil ihre Höfe heute allesamt von Erdölsklaven (Schlepper, Dünger, Transport, Kühlung, Lagerung, Verteilung) um getrieben werden. Gib dem Bauern ein Jahr keinen Diesel und in seinem Stall stehen maximal 10 Kühe.

Finanzcrash, erst hat keiner mehr Geld oder später nur noch wertloses Geld, also gibt es auch keine Subventionen. Unsere Bauern leben nicht von der Produktion. Sie leben von Subventionen, die Produkte sind nicht Kosten deckend. 22 Cent für einen Liter Milch geht einfach nicht. Ohne Subventionen wären die Bauern bereits seit Langem fertig. Keine Subventionen, keine defizitäre Produktion mehr. Also kommen 3 Kühe weg.

Und jetzt kümmt es üppig. Ein Jahr im Sommer Minusgrade, gefrorene Teiche, kein Heu, im Stall liegt kein Futter, die Weiden sind steif gefroren, es wächst nichts und was gewachsen ist, ist verfroren, aber vom Heu ist nur die erste Maht im Stall. Die Folge: die letzten Bestände müssen teilweise gekeult werden, es sind noch 5 Kühe. Oh weh. Aber das ist noch lange nicht alles.

Der Strom ist nicht mehr, meint der Säulenheilige. Kein Strom, keine Melkanlagen, keine Kühlung, keine Verarbeitung der Milch. Vom Rest der Tiere keult der Bauer alles, was er gar nicht Gewinn bringend bis zum Erzeuger bringt.

Und nun laufen da noch 4 ziemlich einsame Tiere über die Berge.

Aber, oh Schreck, das kommen Rotjankerl und der Hofhelfer muss an die Front. Bäuerchen resigniert und schafft zwei der fünf letzten Kühe ab, weil ihn zum Überleben ja 4 Kühe langen, denkt er sich mal so.

Na und dann kommt erstmal eine recht dunkle Zeit. Mit einem Schlag. Eine Kuh wird rammdösig und rennt raus aus dem Stall. Sie röchelt. Die Hufe schmoren in Säure. Sie stürzt, zuckt noch ein paar Mal und taugt dann noch nicht einmal als Hundefutter.

Irgendwann kommen dann doch zarte grüne Halme aus dem Boden. Die völlig abgemagerten beiden letzten Kühe traben langsam auf das Feld. Und sie fressen und fressen. Der Bauer hat Verständnis und lässt sie über Nacht draußen. Am nächsten Morgen zählt er seine Kühe. 1 und 1 und 1 und 1 weiter kommt er nicht. Von der zweiten zeugt noch ein LKW Reifen großer Blutfleck und die Schleifspuren zu den Behausungen der Plünderer.

Nach einem halben Jahr hat der Bär abgeräumt. Plünderer sind in Rente oder tot.

Und dann nimmt das glückliche Bäuerchen die vielen Unzen, die ihm die Not leidenden Städter für Kartoffeln und Milch gaben und gießt eine Glocke daraus...


Relativ gesehen ist die Kuh mit goldener Glocke nicht viel mehr wert als ohne Glocke. Aber die Kuh ist so viel wert, dass die Glocke als Schmuck angemessen ist.

Die Karriere des Goldes vom Herrenanzug, zum Hof für eine Unze, zur gebratenen Ratte, die BB für eine Unze hergibt bis hin zum Zierrat am Hals des Wiederkäuers zeigt für mich sehr wohl auf, was Gold dereinst wert sein wird.

Und darum will ich auch eine Kuh haben. Irgendwo muss ich die restlichen Unzen doch lassen.

Gruß des Bären


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