Hallo Joe,
da habe ich auch drauf rum gehirnt.
Mein Ergebnis im Dialog mit Zarathustra im DGF war:
Der Bär hat Kartoffeln. Zarathustra hat Ziegenkäse.
Im Frühjahr hat der Bär Riesenappetit auf Ziegenkäse. Auf gut Glück dem anderen einfach mal den Käse leihen und drauf warten, ob er dann auch Kartoffeln genug hat und sie bringt mache ich bei Zara, aber nur weil ich ihm traue. Würde ich ihm nicht so ganz trauen, dann ginge das schon nicht.
Nun kann Zara mir Ziegenkäse auf Kredit geben. Nicht wirklich gut, das mit Kredit und Zins hatten wir schon bis zum laufenden bitteren Ende.
Tauschen kann der Bär erst im Herbst wenn die Erdäpfel so weit sind.
Nun kann der Bär jeden Tag Kartoffeln futtern und Zara hängt der Ziegenkäse aus den Ohren raus. Und im Herbst können sie durch Tausch ihren Spreisezettel bereichern.
Oder
sie nehmen das, was seit vielen Jahrtausenden allseits anerkanntes Tauschmittel war: Gold und viel mehr noch Argentum-argent-Silber. Und dann bekommt der Bär im Frühjahr frischen Ziegenkäse und Zara kann auch das ganze Jahr Kartoffeln futtern.
Nahrungsmittel sind nun mal saisonal, weitgehend. Hast du eine gute Ernte kannst du nur bedingt konservieren, aufheben. Aber du kannst es mildern indem du eine Art Puffer akzeptierst, eben das Edelmetall. Es lässt sich nicht an jeder Straßenecke finden, nicht beliebig vermehren. Es nach den finsteren Tagen aus zu buddeln wird logistisch sicher schwierig. Die Infrastruktur, die heute nötig ist um eine Unze aus zu buddeln ist schon gewaltig. Dass die Menschen auch nach dem Zusammenbruch gleich wieder buddeln können, mag ich bezweifeln. Also bleibt das Blech rar, abgesehen von den dann geänderten Relationen Mensch/Unze.
Ich teile deine Auffassung nicht, dass Edelmetall wertlos bleiben wird.
Deine Auslassungen darüber, dass eine schlichte, heute nur noch in China produzierte Nähnadel, ein besseres Tauschmittel zumindest für lange Zeit sein wird, sind einleuchtend.
Wohlan, ihr seht es heute alle, was auf uns zu kommt und wie mit ganz wenig heutigem Aufwand ganz viel für die Zukunft getan werden kann. Einige tausend Nähnadeln im Lager sind sogar möglich, wenn man nur ganz wenig Geld zur Verfügung hat. Und wer heute ein wenig weiter denkt, hat es morgen viel leichter.
Wer das bei Zeiten richtig macht, da gehen wir konform, der brauch kein Gold und Silber. Tauschmittel müssen nicht nur Gold und Silber sein.
Die Seher sprechen doch klar davon, dass wir auf dem Stand des Jahres 1800 landen. Also denken wir einfach mal nach, was wir brauchten im Jahr 1800 und im Überfluß heute haben weil es dank des Erdöls noch nahezu wertlos ist.
Ich bin nicht arm. Aber ich sammele alle meine brauchbaren Gläser. Erbsengläser, Marmeladengläser, Gurkengläser alle lassen sich zum Einwecken nutzen und sind "Abfall". Wenn es Mutter Erde so richtig durchschüttelt, bist du mit den paar heil gebliebenen Gläsern privilegiert. Du kannst Nahrungsmittel damit konservieren.
Wenn du Obstbäume hast und Schnaps brennen kannst, dann brauchst du jede Menge Flaschen mit Schraubverschluß, wenn du mit dem Schanps tauschen willst.
Habe ich meine Kuh, stecke ich die Milch in Milchflaschen. Kannst du dir vorstellen, was ein Bauer um 1800 für ein Glück gehabt hätte, wenn er etliche Dutzend Milchflaschen mit Schraubverschluß und dann auch noch mit für 6 Flaschen passenden Kisten gehabt hätte? Leicht zu reinigen, total dicht, die Menge klar bemessen, stapelbar und heute kostet die Kiste ein paar Cent.
Wer Bier selbst braut, weiß, dass er die Beugelbuddel brauch um seinen Stoff nachgären zu lassen.
In Jugoslawien habe ich vor 30 Jahren noch beobachtet, wie die Hausfrauen Plastiktüten ausgewaschen und zum Trocknen aufgehängt haben. Es ist nur eine Frage des Wertes. Plastiktüten sind aus Erdöl her gestellt. Ich halte es für völlig ausgeschlossen, dass nach der Weltenwende noch Supertanker von Arabien nach Deutschland schippern um uns billigste Plastiktüten zu ermöglichen. Also ist eine Plastiktüte durchaus ein potenzielles Tauschmittel oder aber nur einfach eine nützliche Sache wenn sie wieder verwendet wird. Sie passt in die kleinste Hosentasche und es passt eine Menge rein.
Edelmetall ja. Ohne etwas zu futtern nutzt es nicht viel unter Umständen. Etwas zu futtern nutzt nichts, wenn die Äpfel nach drei Monaten verfault sind und du sie nicht einwecken konntest, weil du keine einfachen schlichten Weckgläser hast.
Edelmetall einfach ab zu lehnen, obwohl man die Mittel derzeit hat, ist dumm. Alles auf Edelmetall zu setzen ist genau so dumm.
Das, was auf uns zu kommt, ist nicht Schwarz oder Weiß. Es ist von Schwarz bis Weiß in ganz vielen Grautönen.
Mensch Leute, nutzt es aus, nutzt es schamlos aus, was ihr hier auf dem silbernen Tablett serviert bekommt. Kaum jemand weiß wie er sich vorbereiten soll. BB, Taurec und die vielen anderen außergewöhnlichen Denker hier breiten es doch in epischer Breite vor euch aus.
Gruß vom Gold-Bären
Lieber Moderator,
ich gelobe Besserung und stelle es demnächst nach nebenan.
Bär