Guten Abend beisammen,
Also, ich will Kossuthany gegenüber mal wohlwollend sein.
Wenn ich das auf die Schnelle recht verstanden habe.
1.) Da sind während des 1. Weltkrieges Seancen gemacht worden,
und dazu Protokolle angefertigt worden.
2.) Irgendwelche Leute haben diese Protokolle mal heimlich lesen dürfen.
Vielleicht irgendwann mal in der Zwischenkriegszeit?
3.) Dann haben es diese Leser, oder zumindest einer von ihnen in
den 50er, 60er oder 70er Jahren irgendwann mal geschafft aus dem
kommunistischen Ungarn rauszukommen, nach Österreich, Deutschland, etc....
4.) Die besagte Person wird bei ihrer Ausreise den Text wohl kaum im Original
über die Grenze des eisernen Vorhangs geschmuggelt haben, weil das ja
viel zu riskant und gefährlich gewesen wäre, so in diesem Schriftstück die
Kommunisten eher schlecht "weg kommen" sollten.
Vielmehr wird sie den Inhalt des Protokolls wage im Langzeitgedächtnis
gespeichert gehabt haben und dann im Westen mal irgendwelchen Bekannten
vielleicht am Abend bei einem Glas Wein frei nach eigenen Worten erzählt haben.
Da können bei einem Jahrzehnte früher gelesenen Text schon auch mal
kleine Fehler oder Verwechslungen auftreten.
(Nicht anders erging es wohl auch Andreas Rill oder Antoon Johannson mit der
Fülle an Informationen, die sie bekamen)
5.) Daher hat sich die erzählende Person dann auch der Sprache der
Nachkriegszeit bedient und Begriffe wie Kommunisten, Blitzkrieg und
so weiter verwendet. Sie hat den Inhalt also nicht exakt, aber sinngemäß wiedergegeben.
6.) Grundsätzlich fügen sich die gemachten Aussagen gut in das bekannte Szenario.
7.) Warum sollten Menschen, die aus Ungarn emigriert sind ausgerechnet die besten Irlmaierexperten sein?
Wir sind doch beispielsweise auch eher keine Experten für Baba Vanga.
Mein wohlwollender Deutungsversuch - also kein vorsätzlicher Schwindel
ganz interessant das alles, mit einer gewissen Unschärfe natürlich.
mfG Georg