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Das Problem ist unlösbar (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂, München, Sonntag, 20.07.2014, 15:17 (vor 4484 Tagen) @ throne (9645 Aufrufe)

Hallo!

Ich habe schon mehrmals darauf hingewiesen:
Die heutige hohe Bevölkerungszahl (mehr als 500 Millionen allein in Europa!) ist historisch einzigartig. Das gab es in keiner der früheren Zivilisationen.

"Hochkultur" betrifft tatsächlich nur das Jahrtausend, das der Zivilisation vorangeht, das lebendige Wachsen eines Organismus'. Zivilisation ist der Verwesungsprozeß, der den Organismus zersetzt. In unserem Falle ist es eher ein explosiver Tumor, der nicht nur die Reste alter Hochkulturen für sein Wachstum heranzieht, sondern auch die Grundlagen des menschlichen Lebens auf diesem Planeten überhaupt.

Die Millionenbevölkerungen (insgesamt Milliarden) wurden von der Hochtechnologie zu ihrem Unterhalt herangezüchtet. Wo immer die Technik Fuß faßt, geschieht das gleiche. Wenn die Industrie entstanden ist, leben auf ihrer Basis Abermillionen Dienstleister als Abnehmer, die selbst aber kaum etwas, in der Regel gar nichts, zum Betrieb des Ganzen beitragen, als allein durch ihr bloßes Dasein den Antrieb für die Fortsetzung des Vernutzung zu bieten. Es sind "letzte Menschen", "Vielzuviele", die vom Staat, bzw. vom System der Zivilisation ernährt werden, das aus ihnen zugleich seine Daseinsberechtigung bezieht. Der moderne Mensch ist ohne Sinn, schlägt seine Zeit mit unsinnigen Tätigkeiten tot, die er "Berufe" nennt. Er nimmt die Aufgabe, die er in der Schöpfung übernehmen sollte, nicht wahr. Statt dessen zerstört er sie. Er entwickelt sich nicht nach oben, sondern nach unten. Er degeneriert. Am Ende bleiben nicht nur verwüstete, ausgebeutete Landschaften und ganze Erdteile, sondern auch verwüstete Menschenrassen, hohle Gebilde, Zerrbilder der Idee des Menschen.
Wie Spengler in "Der Mensch und die Technik" hinweist, beginnen an irgendeinem Punkte die geistigen Begabungen, welche die moderne Zivilisation aufrecht erhalten und fortentwickeln, zu schwinden oder sich anderen Dingen zuzuwenden. Ganz real geschieht das durch den Geburtenschwund der genetischen Oberschicht, der in jeder fortgeschrittenen Gesellschaft eintritt. Der Verfall der Bildungssysteme infolge schwindender Finanzmittel und der notwendigen Anpassung an die wachsende Masse "Begabungsloser" (seien es selbst hervorgebrachte oder zugewanderte) spielt ebenfalls eine Rolle. Die Zivilisation gräbt sich auch in menschlicher Hinsicht selbst das Wasser ab.

Der Zusammenbruch muß an einem Punkte stattfinden, der sich aus dem Verhältnis schwindender technischer Befähigung, der Unfähigkeit, benötigte Ressourcen zu beschaffen, und tatsächlicher Erschöpfung der Rohstoffe des Planeten bestimmt. Zusammen spielen einige Variablen: Unglücksfälle größter Art (seien es Naturkatastrophen oder technische Defekte oder beides wie in Fukushima), ein Finanzsystem, das trotz Tricksereien ein mathematisch bestimmtes Verfallsdatum hat und Konflikte, die sich aus den Handlungen von Menschen oder Menschengruppen ergeben, die versuchen, in dem unüberschaubaren Chaos, das die Welt jetzt schon ist, einen persönlichen Vorteil zu gewinnen. All das wirkt sich auf die Lage des Punktes, wann so viel Sand im Getriebe der Zivilisation ist, daß "nichts mehr geht", aus und machen ihn unbestimmbar.

Wenn dieser Punkt erreicht ist, wird die Millionenbevölkerung sich selbst zum Verhängnis. Der Masse zur Selbsterhaltung unfähiger und technisch nicht mehr ernährbarer Menschen wird man auch als einer der wenigen, die tatsächlich Selbstversorgung betreiben oder potentiell nützliche Fähigkeiten haben (Hausbau, Werkzeugherstellung, Selbstverteidigung etc.) nicht entkommen können. Dazu ist die Bevölkerungsdichte in Europa viel zu hoch. Selbst dünn besiedelte Gebiete sind von den Ballungsräumen nicht weit genug entfernt um vor dem Chaos gefeit zu sein, daß dann ausbricht. Ausnahmen bilden vielleicht allein Regionen an der Peripherie, z. b. das äußerste Skandinavien oder Höhenlagen, die für entkräftete Verhungernde unerreichbar sind. Dort ist man zwar körperlich sicher, zur Selbstversorgung sind diese Räume aber klimatisch ungünstig.

Auf goldenem Boden steht niemand heutzutage. Wir sitzen alle im selben Boot. Das Problem ist unlösbar. Es wird sich selbst lösen durch ein Massensterben, das die Weltbevölkerung auf 200 bis 300 Millionen herabsetzt.

Die beste Annäherung an eine Lösung ist das Anstreben eines Lebensstils, der zeigt, daß man für die Welt, wie sie eigentlich sein sollte, geschaffen ist. Man muß die Zivilisation so weit wie möglich aus sich selbst, der eigenen Umgebung und dem Alltag hinausdrängen, so daß einem der unausweichliche Zusammenbruch mental möglichst wenige Schwierigkeiten mehr bereitet, wenn er stattfindet. Rein schicksalsgesetzmäßig prädestiniert man sich dadurch für die Zeit danach überhaupt erst. Man verdient sich das Überleben karmisch. Es ist wohl der einzige Weg, seine Überlebenschancen zu erhöhen in einer Lage, in der physische Vorbereitung wegen der hohen Bevölkerungsdichte nicht ausreicht. Man stimme sich das Schicksal durch sein Sein gewogen und hoffe auf sein Glück. Dieser Weg ist auch der dauerhafeste. Falls der Zusammenbruch in so ferner Zukunft liegen sollte, daß ihn die heutige Generation nicht mehr erleben wird (was nicht ganz ausgeschlossen ist), verschafft man seinen Nachkommen durch persönliches Beispiel und Erziehung eine geistige Grundlage, welche die Wahrscheinlichkeit deren Überlebens erhöht. Nur so können wir als Volk, d. h. Deutschland als Idee die Krise der Welt überdauern.

Gruß
Taurec

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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
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„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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