Hallo!
Wo wir beim Kernproblem des heutigen, seit mehreren Tausend Jahren bestehenden Paradigma angelangt wären: Der zentralen (und vor allem kommerziellen!) Verwaltung und Verteilung (Zu-teilung, Vergabe) von Energie. Planwirtschaft.
Wird diese geknackt, durch dezentrale Versorgung mit Energie, steht der massenhaften Ausbreitung des Menschen nichts mehr im Wege. Einzig seine moralische Entwicklungsstufe in diesem Moment entscheidet über Fortbestand oder Niedergang. Und selbst dann ist noch nicht aller Tage Abend.
Desgleichen kann man meines Erachtens getrost vergessen.
Davon abgesehen, daß bis zum heutigen Tage ein funktionierender Generator für freie Energie bestenfalls ein Gerücht ist und die Kernfusionsenergie seit Jahrzehnten immer so 40 bis 50 Jahre vor uns hergeschoben wurde:
Mir scheinen diese Hoffnungen auf Endlosenergie nichts weiter als die säkulare Entsprechung zur christlichen/jüdischen/islamischen Erwartung des Messias zu sein. Wenn er endlich kommt, bricht das Reich Gottes auf Erden an, das Paradies, ewiges Glück und Frieden für alle Rechtgläubigen.
Dem entspricht die Hoffnung, daß durch den ungebremsten Fortschrittsgeist Erfindungen gemacht werden, die alle Probleme der Menschheit auf einen Schlag lösen, weil alle Probleme lösbar sind, wenn man nur will (alias: wenn man nur richtig glaubt, seine Sünden bereut und fleißig Rosenkränze betet).
Überhaupt wurde in der Zivilisation die ursprüngliche Religion quasi durch Wissenschaft und Technik ersetzt mit dem Menschen als Gott, Universitäten und Forschungsinstituten als Kirchen und Klöstern, einem Wissenschaftsbetrieb mit verschiedenen Priestergraden vom Studenten über Doktoren, Professoren bis zum Nobelpreisträger (alias: "Heilige") und einer Inquisition für Außenseiter abseits der herrschenden Lehre (alias: Ketzer). Daß der Mensch die Hoffnung auf ein goldenes Zeitalter in die säkularisierte Religion hineinträgt ist nur folgerichtig. Es gehört zu seinem Ethos, es treibt ihn an. Sonst erschiene Wissenschaft trotz allem Nihilismus sinnlos.
Davon abgesehen: Ein "seit mehreren Tausend Jahren bestehendes Paradigma der zentralen (und vor allem kommerziellen!) Verwaltung und Verteilung (Zu-teilung, Vergabe) von Energie, Planwirtschaft" gibt es doch gar nicht! Die Verwendung der Begriffe weist Dich als Adepten der neuen Religion aus. Der Mensch kam bis vor kurzer Zeit, jahrtausendelang allein mit dem aus, was die Sonne unmittelbar vor seinen Augen wachsen ließ. Das war völlig natürlich und richtig. Das Leben erhält sich selbst durch die Kraft des Lichtes.
Indem wir uns nun die tieferen Kräfte der Erde selbst zunutze machen, nicht nur die Kohle (die wurde auch früher schon genutzt), sondern auch Erdöl und Uran, haben wir uns nicht nur sprichwörtlich vom Lichte ab und tellurischen, titanischen, unterweltlichen Mächten zugewandt. Daß wir "das Tor zur Hölle" aufgestoßen haben, zeigt sich im explosiven Wachstum und immer unhaltbareren Zuständen, die einem Beobachter aus früheren Zeiten wie ein Gemälde von Hieronymus Bosch erscheinen würden. Wie verquer und falsch das alles ist, merkt man gar nicht, wenn der Irrsinn von Geburt an die eigene Lebenswelt ist. Man dürfte auch kaum merken, wie weit der Irrsinn die eigenen Denkweisen bestimmt.
Das Gleichgewicht der Schöpfung wurde durch die zusätzliche "Energie" völlig aus dem Lot gebracht. Krebsartiges Wachstum ist die Rechnung. Was derzeit auf Erden geschieht, bewegt sich völlig im Rahmen der Schöpfungsgesetze. Und ich garantiere Dir: sollte wider Erwarten doch noch mehr Energie, vielleicht sogar unendlich Energie gewonnen werden können, wäre das erst recht und unverzüglich unser Untergang! Diese Energie käme nicht aus dem Nichts, sondern würde andernorts im Haushalt der Schöpfung fehlen, wahrscheinlich an Stellen, von denen wir jetzt noch gar keine Ahnung haben. Die Rechnung wäre schrecklich.
Gruß
Taurec
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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
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„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“