Hallo, rauhnacht,
die Aussage kommt aus einer (längst vergangenen) Zeit, in der das Militär so etwas wie ein eigener Staatsbereich war, eine vierte Gewalt, und eine Verkörperung von als positiv empfundenen Tugenden wie Ordnungssinn, vermeintlichem Schutz, und Daseinsgarantie. Staat=Militär=Staat=Schutz des Bürgers.
Der legendäre Hauptmann von Köpenick repräsentiert das recht gut.
Jetzt überspringen wir ziemlich genau einhundert Jahre, und schauen uns die aktuelle Bundesaffenwehr der korrekt frisierten Frau aus der Politkaste der Erb-FunktionärInnen an (siehe Vater Ernst Albrecht).
Ohne dabei zu behaupten, die allesamt unsäglichen Vorgänger seien besser gewesen.
Es gibt heute einen massgeblichen Anteil fundamental Fremdgläubiger in den Reihen, es gibt schwarz angemalte Besenstiele auf Panzern, weil man Waffen nicht finanzieren kann, es rückt in den Vordergrund, ob Schwangere der kämpfenden Truppe in den Panzern (was für ein Paradoxon) hinsichtlich der Atemluftqualität gefahrlos mitfahren können, und überhaupt gleicht alles eher einer Theateraufführung absurder Machart, als einer Institution von normalbegabten Vernünftigen mit Sinn und Zweck.
Und von solch einer bunt zusammengewürfelten, kastrierten Pseudo-Truppe soll eine Gegenbewegung zu erwarten sein?
Das ist ein Widerspruch in sich.
Einen Soldaten wie damals gibt es heute nicht mehr. Das hat sich längst erledigt und überlebt. Heute sind das mehr oder weniger normale Arbeitnehmer, Lohnempfänger, die sich mutig zutrauten, die Grundrechtseinschränkungen des Soldatengesetzes freiwillig anzuerkennen, und den Dödel im Fall des Falles abzugeben, weil es keine andere Alternative für sie gab.
Das sind nicht die Helden von Morgen, die auf den Tisch hauen.
Es ist wie mit den Bahngleisen in Bogen, sie sind einfach nicht mehr da, nicht mehr vorhanden, ausgelöscht, und obsolet - wie die damit verbundene Schauung/Prophezeiung/Wasauchimmer.
Beste Grüsse vom Baldur