Flüchtling (Freie Themen)

Bär, Freitag, 24.02.2017, 23:30 (vor 3260 Tagen) @ Sagitta (4765 Aufrufe)

Moin Sagitta,


in der Fremde bin ich der Fremde.

Wenn ich was habe in der Fremde bin ich der erste dem sie es nehmen. Habe ich nichts bin ich der Letzte dem sie etwas geben weil erst Familie, Nachbarn und Freunde dran sind.

Auch wenn ich allen schulischen Mißerfolgen zum Trotze feststellen musste dass ich Sprachtalentiert bin, so werde ich doch eine neue Sprache nicht so verstehen wie meine Muttersprache und werde was den Informationsfluß angeht immer hinten dran stehen.

Na und dann noch das Seelische. Ich will Deutschland am Liebsten verlassen weil es nicht mehr Deutschland ist sondern ein Buntland wird. Nicht nur für einen Puristen das absolute Gehtgarnicht soviel Bunt. Aber wenn ich nun Deutschland verlasse weil ich in Deutschland Deutschland allmählich vermisse, wie wäre das erst in Norwegen wo es noch weniger Deutschland gibt? Klar, man könnte nach Afrika gehen weil die dortigen Autochtonen inzwischen alle hier zu sein scheinen und der Kontinent doch bald leer sein sollte. Aber es reichen sicher einige dort Zurückgeliebene um das in Bälde wieder zu füllen.

In Anbetracht des drohenden Ablaufens meiner Mindesthaltbarkeit, noch nicht ganz so schlimm wie beim Hinterbänkler :-D aber doch schon merklich, bin ich mir unsicher ob ich ein neues Dasein als Lofotenfischer dem heldenhaften Kampf, das Schwert in den zitternden Händen, die Kriegshunde an der wackeligen Seite gegen die barbarischen Horden meine Ackerkrume verteidigend und die Krumen mit dem Blut benetzend vorziehen sollte.

Da unzählige Seher einen KAISER in der Zukunft sehen und keinen KALIFEN bleibt doch ein Fünkchen Hoffnung.


Kämpferischer Bärengruß


Gesamter Strang: