Schauungen reflektieren (Schauungen & Prophezeiungen)

NeuOrest, Montag, 25.09.2023, 22:38 (vor 240 Tagen) @ HJH (1058 Aufrufe)
bearbeitet von NeuOrest, Montag, 25.09.2023, 23:06

Hallo!

Sie kündigte sich - und dies war so noch nie der Fall - mit einem schwer zu umschreibenden Gefühl an. Von links nach rechts wie von einem Schwamm zog ein nahezu geräuschloses Etwas (eine Art sanftes "Wusch") durch mein Gehirn. Es war ein spürbares Gefühl, nicht unangenehm und auch nicht schmerzhaft.

Mal ist es ein Brausen, Stürmen, Schieben, Wogen; mal ein Gezogenwerden, Gleiten, Fahren; mal das weite Aufsteigen in einem Ballon... mal recht düster in einem Tunnel, mal spektakulärer in einem farbenfrohen (Auf-)Zug... die interpretierenden Fantasie hat da viel Spielraum. Früher war es der Zug am Hinterkopf, aus dem man das Konstrukt der "Silberschnur" machte.
Ich nenne es, der Einfachheit wegen, Phasenverschiebung. Später ging das bei mir erfahrungsbedingt bewusster, ohne diese doch recht beeinflussenden Traumelemente. Schwubs - umgeschaltet/verschoben.
Grundsätzlich legt man, soweit meine bisherige Auffassung, die Ich-Perspektive mit wesentlichen Automatismuen, Vorurteilen/Prägungen und Erwartungshaltungen aus dem derzeitigen Leben ab und wird offener für den Empfang von Informationen, die keinen Bezug zu der gegenwärtigen Lebenserfahrung haben. Allerdings müssen diese Infos, der Wiedergabe- und Erinnerungsfähigkeit im Physischen wegen, in den derzeitigen Lebenskontext "übersetzt" werden und ähneln dann doch Erinnerungen und Erwartungen aus dem eigenen Leben. Das ist eine schwierige Übersetzungsbrücke.

Darauf folgte eine Sicht auf die Stadt Köln in Nahaufnahme, dort war eine "Rakete" eingeschlagen und explodiert.

So nachvollziehbar, glaubhaft. Wenn du später Nachrichten schaust, liest oder hörst, könntest du es, übersetzt, heute so als Schau sehen.

Darauf folgten bewegte Bilder einer Gruppe in Schwarz gekleideter Menschen, Männer und Frauen, im Alter von 30 - 40 Jahren. Diese waren an einem mir unbekannten Ort bei (Abend)-Dämmerung dort anwesend.

Anmerkung: Dämmerung gibt nicht immer eine Tageszeit wieder. Bei ASW (außersinnlicher Wahrnehmung) ist sie oft auch Indikator für die Klarheit von empfangen Informationen bzw. der Geklärtheit des eigenen wahrnehmenden Bewusstseins. Das als alternative Betrachtungsweise berücksichtigen. (Es handelt sich um einen universellen Wahrnehmungs-/Selbstreflektionsmechanismus und sollte deswegen Allgemeinwissen sein.)

Das Mädchen dreht sich um und zeigt mit dem Finger auf einen Mann, der sitzt am Bildrand halbrechts. "Der war es", ruft das Mädchen. Der Mann ist zwischen 32 und 35 Jahren alt, hat ein rundes etwas aufgeschwemmtes/schwitziges Gesicht und trägt (neben seiner schwarzen Kleidung) die Haare glatt und "altmodisch" nach hinten gekämmt (wohl mit Pomade).

Möglicherweise real, aber etwas, das wir nie herausfinden werden (z. B. wer letztlich auf den Knopf gedrückt hat). Kann da keine weiteren Vermutungen zu anstellen.

Darauf folgte mein Blick in Richtung Köln von meinem Wohnort aus gesehen (Richtung Norden). Dieser Blick zeigte eine Köln umspannende Kuppel aus Licht mit Qualm darin.

Solche Beobachtungen, die das eigene Wissen zum Schauungszeitpunkt übersteigen, sind wertvoll, weil sie Anhaltspunkte für die Wahrscheinlichkeit einer Schau sind (je mehr Elemente der außersinnlichen Wahrnehmung bestätigt sind, desto wahrscheinlicher ein Realitätsbezug der weiteren Informationen).

"Prophezeiung und Vorhersehung - wie kann man sie angesichts unbeantworteter Fragen deuten ? Zu wieviel Teilen bestehen sie aus Vorherbestimmung, und zu wieviel Teilen ist der Prophet selbst an der Formung der Zukunft beteiligt ? Welche Harmonien müssen im Einklang mit der Vorhersage stehen ? Sieht der Prophet die Zukunft klar vor sich, oder vielmehr eine Reihe sich schwach abzeichnender Linien, die er mit Worten verbindet ? (Private Reflexion über Muad´dib, von Prinzessin Irulan)

Zuallererst: es ist Abstand zu halten vor universellen Deutungen, da subjektive Zerrfaktoren seitens Sender und Empfänger der Information eintreten. Da mögen soziokulturelle Prägungen als Teil der Persönlichkeit und ihrer Wahrnehmungsmuster mit hineinspielen. Sie sind aber weniger relevant.
Weiterhin: Geschautes wird nicht verändert. Würde es verändert, würde es nicht so geschaut. Der Prophet prophezeit nicht, weil er abwenden könnte. Sondern weil er geschaut und eine Vorahnung hat. Unglücklicherweise droht er in der historischen Literatur auch oft, was die Option einer Abwendbarkeit offenhält. Das macht wenig Sinn.
Was der Schauende sieht, sind nicht sich schwach abzeichnende Linien. Das unterstellt zum einen eine objektive Gegenwart mit vorgegebenen Realitätsverläufen und Wahrscheinlichkeiten, welche geschaut werden könnte. Zum anderen unterstellt sie klares Sehen seitens des Schauenden. Beides konnte ich auch nach über 20 Jahren aktiver Schauung nicht bestätigen. Es sind Bewusstseinsinhalte anderer, die geschaut werden. Und das durch die Brille der eigenen Persönlichkeit. (Private Reflexion meinerseits, leider ohne weise Worte ;) )

Meine erste damals im Internet kundgetane Vision (wie immer ihr diese Vorgänge weiterhin nennen wollt...) führte mich nach Prag, mit einer Explosion dort. Noch heute fasse ich über die Sandsteine der schmucken Bauten dort und fühle den Stein. Schlendere vor dem Ereignis durch die Gassen, sehe eindrücklich Merkmale der Stadt.

Kenne deinen Bericht nicht. Der von dir beschriebene Fokus legt vielleicht mindestens zwei Aufmerksamkeitszeitpunkte nahe, nicht ein einzelnes Ereignis.

Viele Grüße


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