Hallo, Fritz!
Das wäre ein eigenes, hochkompexes Thema.
Ich kenne Illig selbst und seine Bücher...
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Nach Jahrzehnten intensiven Lesens
- Schwerpunkt Geschichte -
ist dann mir mal bewusst geworden,
dass ich vom 6. bis zum 9. Jahrhundert
eine massive Wissenslücke hatte.
Der Grund dafür scheint mir jedoch eher darin zu liegen,
dass nach "535" - (damals in Fernost die Detonation
eines Monstervulkans und eine einschneidende
Zäsur auch in Europa aufgrund der klimatischen Folgen) -
es einige Zeit gedauert hat, bis diese Katastrophe
überwunden worden ist.
Und damals hat auch in etwa
das weströmische Imperium geendet.
(Einfall der Langobarden in Italien 568)
=>
Da "war" eine Zeitlang tatsächlich "nicht viel"!
Anhand vergleichender Dendrochronologie
und frühmittelaterlicher Notizen der Mondfinsternisse
scheint Illigs Idee definitiv widerlegt worden zu sein:
Da "fehlt" rein gar nichts.
Ich stand seiner Hypothese durchaus offen gegenüber,
"glaube" jedoch nicht deswegen etwas,
nur weil es gedruckt ist und verzichte auch nicht
auf eigene Reflexion:
So liegt z.B. doch die Geschichte Ostroms
kontinuierlich und ohne jeden Bruch
oder Lücke bis zu dessen Ende im Jahre 1453 vor!
Hier geht der Autor des Scharniers sicherlich
zu weit:
"Ich warte noch darauf, dass endlich jemand
mit dem Römischen Reich aufräumt
und es dorthin befördert,
wohin es gehört:
in den Papierkorb der Weltgeschichte."
Gruss,
BB
―
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."