Mängel? (Schauungen & Prophezeiungen)

RichardS, Montag, 09.11.2009, 20:39 (vor 6031 Tagen) @ detlef (3919 Aufrufe)
bearbeitet von RichardS, Montag, 09.11.2009, 20:44

Hallo BBouvier, hallo Detlef!

Vor ziemlich genau 3.600 Jahren flog Thera/Santorin in die Luft.
Wie man soeben herausgefunden hat.
Und nicht um 1.500"vor".
Zeitgleich brach der Mount Aniakchak (Aleuten) aus(!) :
=>
"...Diese...Ablagerungen werden allerdings
auch mit dem Ausbruch des Mount Aniakchak in Verbindung gebracht."
Sowie:
=>
"...Vulkanausbruches (Mount Aniakchak) der Stärke 6 auf dem
Vulkanexplosivitätsindex um 1645 v. Chr.
Dieser Ausbruch ist zeitnah zur Minoischen Eruption des ägäischen
Inselvulkans Santorin
und spielt in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung
um deren Datierung eine gewisse Rolle."

Da wüßte ich u.U. eine Lösung, daß Ihr Euch wieder zusammenraufen
könnt.

Das 17.vorchristliche Jahrhundert ist in Ägypten bekannt als die
Zeit der Hyksos-Herrschaft, übersetzt als "Häuptlinge der
Fremdländer".
Man weiß nicht genau, wer damals regiert hat, und Forscher vom
Schlag Velikovskys sprechen von Chaos und Impakten während
dieser Ära; oder daß da gar der Pöbel regiert habe bzw.
diese Hyksos-Pharaonen gar nicht existiert haben.

Dann war bei den Babyloniern die Zahl 3661 eine heilige Zahl.
Und bezeichnet angeblich die Wiederkunft Marduks, auch Nibiru
genannt.
Also dieser schält die Erde alle 3661 Jahre der Legende nach.
Das Faszinierende: Multipliziert man diese 3661 (manche behaupten

sogar,

die berühmte 666 käme ursprünglich von dieser 3661) mit 7, dann
erhält man ebenso 25627, wie wenn man die Maya'sche 5125,36 mit
5 multipliziert. Oder 25626,8 auf die paar Wochen kommts dann
auch nicht an.
Also die große kosmische Runde durch die Milchstraße.

Wenn Du (BB) den Aniakchak erwähnst, also 1645 v.Chr., hmm...
dann ergänzt sich zu 3661...die Zahl 2016!

Allerdings sind die C-14-Methode oder sonstige Datierungs-Methoden
über solch lange Zeiträume nicht zuverlässig aufs Jahr,
das können die Wissenschaftler beteuern wie sie wollen.

"Ost" trifft also "West": im 17.Jahrh. v.Chr. gab es

höchstwahrscheinlich

einen Impakt, und 3661 Jahre später haben wir 2012, wieder ein
Treffen mit Marduk.
Ein paar Abweichungen sind natürlich drin über solch lange
Zeiträume.

Grüße,
Eyspfeil


Moin Eyspfeil

Einen Einwand von BB

"2016 - 3661 = 1645
1645 - 3661 = 5306 (da war aber gar nichts)
5306 - 3661 = 8967 da war aber auch gar nichts:
=>
Tollmann (dem ich sehr vertraue) datiert
die Sintflutimpakte auf 7.500......."

griffst Du in der bereits gelaufenen Diskussion leider nicht auf, darum
erinnere ich daran.
Die Tollmanns (Ehepaar) fassten in ihrem Buch "Und die Sintflut gab es
doch" verschiedene vorliegende geologische Untersuchungen (mittels
verschiedener erdwissenschaftlicher Methoden) aus der zweiten Hälfte

des

letzten Jahrhunderts zusammen und kamen zu dem Ergebnis, dass sich die
Sintflutimpakte etwa vor 9560 Jahren ereignet haben müssen bzw. etwa um
7550 v.u.Z.
Und zu diesem Zeitpunkt scheint nach den von Dir angeführten Rechnungen
einfach nichts passiert zu sein.

Dein einziger Einwand gegen geologische Forschungsergebnisse generell

"Allerdings sind die C-14-Methode oder sonstige Datierungs-Methoden
über solch lange Zeiträume nicht zuverlässig aufs Jahr,
das können die Wissenschaftler beteuern wie sie wollen."

scheint mir da nicht so ganz überzeugend zu sein, denn sämtliche von

den

Tollmanns (von verschiedenen Forschern, zu verschiedenen Zeiten, an
verschiedenen Orten und mit verschiedenen Methoden) angeführten und
keineswegs auch nur annähernd so sehr auseinanderliegende
Forschungsergebnisse wären einfach mal so um weit über 1000 Jahre zu

früh

oder zu spät datiert - nimmt man Deine Zahlenreihungen zum Maßstab.

Aber weiter:
In obigem Buch gibt es auf S. 355 eine Tabelle, in der die derzeit (!)

-

das Buch kam 1993 heraus - bekannten "vom Menschen erlebten Impakte"
zusammengestellt werden (von vor 3,1 Mill. Jahren bis zu den zu den
jüngsten in Sibirien im vorletzten und sogar letzten Jahrhundert).

Klar,

dass diese Impakte je nach Größe mal globale, mal nur lokale

Auswirkungen

hatten, also nicht alle für die Menschenheit einschneidend waren. Aber

die

besonders einschneidenden sollten sich darunter doch zumindest

überwiegend

finden lassen, da ihre Spuren (sofern nicht alle Trümmer oder das

meiste

nur ins Wasser fiel) noch auf oder knapp unter der Erdoberfläche
vorfindbar.
Und in dieser Tabelle entdecke ich keine nachgewiesenen Impakte, die in
den letzten ca. 25600 Jahren sich alle 3661 Jahre (Babylonier) oder

alle

5125,36 Jahre (Maya) wiederholt hätten.

Interessanterweise gab es anscheinend tatsächlich vor etwa 25000 Jahren
ein Impaktereignis, nachgewiesen in Arizona (Barringer-Krater = ein
Meteoritenkrater mit 1,2 km Durchmesser) und aus (ca.?) derselben Zeit
soll (von Tollmanns mit Fragezeichen versehen) auch ein Krater mit
bescheidenen 21 m Durchmesser in Westaustralien stammen. Aber wie

gesagt:

Die Tabelle enthält keinerlei Nachweise von Impakten (von größerer, gar
globaler Auswirkung gar nicht zu reden), die sich ab diesem Zeitpunkt

alle

3661 Jahre (Babylonier) oder alle 5125,36 Jahre (Maya) ereignet hätten.
Übrigens: Wenn diese Zahlenreihen als Begründung für irgendwas taugen
sollten: Müsste dann nicht sowohl alle 3661 Jahre, als auch (!) alle
5125,36 Jahre "etwas" (für die Menschheit bzw. ganze Kulturen in
irgendeiner Weise Einschneidendes) passiert sein - oder wie Du es
ausdrückst: die Erde mal wieder "geschält" worden sein? So dass die
Babylonier wie die Mayas nach dieser (Deiner) Theorie immer höchstens 50

%

der sich bereits ereignet habenden Ereignisse in ihren Blickwinkel

bekamen

(das durch einen Kometen ausgelöste Sintflutimpaktereignis, folgt man

der

Tollmannschen Datierung, aber gar nicht...)>
Während auf Basis Deiner Zahlenspekulation einerseits sowohl die
Babylonier als auch die Mayas kein einziges Impaktereignis sahen (bzw.

für

wesentlich erachteten?) - jedenfalls so wie die Impaktereignisse der
letzten 25000 Jahre in der mir vorliegenden Tollmannschen Tabelle

datiert

sind -, haben andererseits die Geologen anscheinend bis heute keinerlei
Spuren der Ereignisse nachgewiesen, die sich aus den periodischen
Zahlenreihen 3661 Jahre sowie 5125,36 Jahre ab etwa vor 25600 Jahren
ergeben müssten.

Und darum verlangt es in meinen Augen eben schon einen etwas sehr sehr
"guten(?)" Willen, anzunehmen, dass seit den letzten 25600 Jahren in

den

von Dir genannten regelmäßigen Zeitabständen die Erde "geschält" worden
sei (wohlgemerkt durch ein kosmisches Ereignis).
Hier noch die Angaben der Tollmannschen Tabelle (das Buch kam wie

gesagt

1993 heraus), vor wievielen Jahren sich jeweils ein bis heute
nachgewiesener Impakt auf der Erde ereignete:
vor
25000
<10000
9545
6400
5800
4700
4000
2000

(= unklar)

85 (Tunguska-Komet, Sibirien)
46 (Sichota Alin-Meteor, Sibirien)
Jahren.

Der von trace erwähnte Chiemgau-Impakt

https://schauungen.de/forum/index.php?id=6136

ist in dieser Tabelle aus 1993 nicht enthalten. Was unterstreicht, dass
die Tabelle natürlich gar nicht vollständig sein kann, die Erde ist

auch

in dieser Hinsicht keineswegs zu Ende erforscht. Der begründeten

Skepsis

gegenüber Impaktereignissen größeren oder größten Ausmaßes nach
Zahlenreihungen (unter spekulativer Berufung auf die Babylonier und

Mayas)

gibt sie meiner Meinung nach aber ausreichend Futter.

Impaktfreie Grüße
Richard


moin,

an deiner darstellung der dinge bemaengele ich, dass du
1) nur von impakten ausgehst.
2) verschweigst, dass so einige daten der tollmann liste doch zu den mayas
passen, wenn man die ungenauigkeiten/toleranzen der messmethoden mit
einbezieht.


vor 5100
vor 10200
vor 24400

gruss,detlef

Moin detlef,

Zu 1): Ich bezog mich auf Eyspfeils Argumentation und darum ging ich nur von Impakten aus.
Ich zitiere Eyspfeil:
"... und Forscher vom Schlag Velikovskys sprechen von Chaos und Impakten während dieser Ära..."
und
"Allerdings sind die C-14-Methode oder sonstige Datierungs-Methoden über solch lange Zeiträume nicht zuverlässig aufs Jahr, das können die Wissenschaftler beteuern wie sie wollen."
und
""Ost" trifft also "West": im 17.Jahrh. v.Chr. gab es höchstwahrscheinlich einen Impakt, und 3661 Jahre später haben wir 2012, wieder ein Treffen mit Marduk."
Ich habe und hatte nicht den Eindruck, dass Eyspfeil, als er "Also die große kosmische Runde durch die Milchstraße" in seinen Ausführungen besprach, an alle möglichen Menschheitskatastrophen, die es sonst noch gibt, dachte und Impakte für ihn (für ihn!) nur eine von vielen ganz unterschiedlich gearteten Katastrophen waren.

Keineswegs bin ich in meinen Ausführungen der Ansicht, dass Katastrophen nur aus dem Kosmos kommen. Es ging mir eben um Eyspfeils Bild, das er in meinen Augen zumindest suggerierte (Zitate siehe oben), wenn nicht direkt malte.

Zu 2): Ich "verschwieg" nichts. Und schon gar nicht will ich irgendwelche Zyklen der Mayas madig machen. Warum auch? Weiß ich doch von denen so gut wie nichts - nämlich maximal das hier Diskutierte. Und das ist ja nicht viel. Außer dass sie - anders als z.B. ich - offenbar ausgezeichnete astronomische und mathematische Kenntnisse hatten, wie ihr Kalender beweisen soll. Nein nein, vor solchen Kenntnissen und Leistungen habe ich höchsten Respekt!
Nun aber zu Deinen einzelnen Zahlen:
Zu "vor 24400":
Ich schrieb selbst:
"Interessanterweise gab es anscheinend tatsächlich vor etwa 25000 Jahren ein Impaktereignis, nachgewiesen in Arizona (Barringer-Krater = ein Meteoritenkrater mit 1,2 km Durchmesser) und aus (ca.?) derselben Zeit soll (von Tollmanns mit Fragezeichen versehen) auch ein Krater mit bescheidenen 21 m Durchmesser in Westaustralien stammen."
Damit haue ich doch weder die Mayas noch die Babylonier in die Pfanne, doch eher das Gegenteil, oder?
Zu "vor 10200":
Da legen sich die Tollmanns ziemlich fest, wie von mir beschrieben. Die Forschungsergebnisse, die sie wiederum einbeziehen, unterteilen sie in a) "Stratigraphische Methoden" und b) "Exakte geologische Methoden". Die Ergebnisse unter a) datieren das, was die Tollmanns mit dem Sintflutimpakt erklären wollen, überwiegend auf vor "rund 10000 Jahre". Das ist mit Deiner Zahl "vor 10200" also durchaus kompatibel! Die Ergebnisse unter b) bewegen sich in ihren Datierungen um die von den Tollmanns ausgegebene Zeitspanne, allerdings mit einer maximalen (!) Schwankungsbreite von 300 Jahren, die fünf unterschiedlichen Forschungsergebnisse, die unter b) angeführt werden, kommen selbst unter Einbezug von Ungenauigkeiten stets auf unter "vor" 10000 Jahren.
Ob das für oder gegen die Mayas spricht, will und kann ich nicht entscheiden - mangels Kenntnisse über die Mayas.
Ich kann mich höchstens entscheiden, wem ich eventuell (mehr) Glauben schenke - einer Behauptung von Geologen (hier Tollmann und die, auf die sie sich berufen) oder einer Behauptung von (angeblichen oder wirklichen) Maya-Kennern, denn ich bin selber weder ein Geologe noch das andere.
(Ich kann die beiden Kenner-Typen nur für mich vergleichend gegeneinander halten und versuchen, das nachzuvollziehen, was sie mir an sog. Fakten und Erklärungen bieten.)
Zu "vor 5100":
Eigentlich müsste es ja immer genauer werden, je mehr wir uns unserer Zeit nähern.
Mit Deinen "vor 5100" beziehst Du Dich vermutlich auf die von mir aus der Tollmann-Tabelle zitierten "vor 5800" und "vor 4700", um eine gewisse Übereinstimmung unter Einbezug von immer einzukalkulierenden Ungenauigkeiten nahezulegen.
Bei "vor 5800" heißt es in der Tollmann-Tabelle: "Campo del Sielo, Kraterfeld in Nordargentinien", anscheinend eine Serie von Kraterfeldern von 20 bis 100 m Durchmesser.
Bei "vor 4700" heißt es in der Tollmann-Tabelle: "Henbury-Kraterfeld, S Alice Spring, Australien", anscheinend 12 Krater mit Durchmessern von 12 bis 298 m Durchmesser.

Ich hoffe, die von Dir bemängelten Mängel meinerseits hiermit nachvollziehbar zurückgewiesen bzw., falls und soweit vorhanden, behoben zu haben.

Grüße
Richard


Gesamter Strang: