Ich verstehe nicht, was Du mir mit diesem Beitrag sagen willst.
Hallo Taurec!
Ich will Dich nur bitten und anregen (vor allem im Hinblick auf Dein geplantes Buch), das Thema "russische Streifkräfte in Deutschland" von wirklich allen Seiten gründlich zu durchdenken, insbesondere es nicht mit "Stereotypen" fassen zu wollen, nichteinmal wenn diese aus Schauungen stammen würden. Denn dieses Geschehen wird im Vorlauf überaus komplex, dann aber vor allem pervers, eine Orgie von Gewalt sein (siehe PS).
Ich hab mein eigenes intuitives Bild dazu im Kopf, aber ich kann es hier nicht darstellen, sondern nur hie und da etwas in die Diskussion einwerfen, wie sich die Gelegenheit ergibt. Aktuell ging es um einen Einwurf von Steini, dass die Russen "gerufen" werden.
Nicht nur in Italien und Frankreich wird Bürgerkrieg herrschen, wobei je eine der Bürgerkriegsfraktionen mit den "Russen" in Verbindung stehen wird. Nein, auch bei uns in D wird das so sein - lange bevor der Krieg real ausbricht, aber auch noch nachdem er schon begonnen hat. Das sollten die beiden Zitate belegen, wobei ich ein sehr frühes (Antonius von Aachen: Russen und Deutsche kämpfen gemeinsam, obwohl sich feindlich) und eines aus der Gegenwart (Mann aus Stuttgarter Raum: BW ergibt sich, läuft über) ausgewählt habe. BB spricht in den SIEGELN, wenn ich mich richtig erinnere, für Deutschland von einem "verdecktem Bürgerkrieg" - was immer das sein soll. Und um nochmals die europäische Dimension zu streifen: bei Rendsburg gibt es Hinweise auf einen Geheimvertrag zwischen England und Russland - mit dem England aber gar nichts erreichen wird.
Zu den "Stereotypen" zähle ich auch den Versuch, den Krieg als "militärischen Ablauf" darstellen zu wollen. Zwar kann man das zu einem gewissen Grad versuchen, muss es vielleicht auch. Aber für Mann und Frau in den Straßen zählen doch nur die Auswirkungen dieser "militärischen Ereignisse". An Kampfhandlungen sind nur Promilliönchen der Gesamtbevölkerung beteiligt, leiden tun unter den Kampfhandlungen dagegen ausnahmslos alle.
ADOLF SCHWÄR: "Ein Mann rennt auch mich zu und ruft: Sie zerstören Baden-Baden!" ALOIS IRLMAIER: "Nur eine der Feuerzungen geht daneben, und eine Stadt brennt deshalb ab." JOSPEPH ALBRECHT: "Der Hauptstoß ging genau in der Mitte durch, etwa von Hof in Richtung Frankfurt, noch über den Rhein, vielleicht noch ein kleines Stück nach Belgien und Frankreich hinein... Vor allem nördlich der Donau, bis an die Waterkant, wird alles zerstört, die Erde aufgerissen und verbrannt".
Letzteres geschieht innnerhalb dieser 2 Monate, nachdem die Russen den Rhein berührt haben. Und die Zerstörung kommt aus Ost und West. Konventionell, mit Bio, mit Chemie, mit Atom. Nicht jeder kann in den Süden oder aufs Land fliehen. Man muss auch vor Ort, sogar in der (Groß-?) Stadt dieses Ding überstehen können. Und wenn alle Fenster nach zwei Monaten Krieg zersplittert sind, steht der Dunkelstaub noch an. Und wenn Du wegen dem im Keller sitzt, dann musst Du wieder raus, bevor das Wasser kommt. Wieviel Stunden nach "dem Ende" der "Finsternis" wird das sein? Oder kommen die Wasser gleich mit der Dunkelheit?
Grüsse, Gerhard
PS: Ich habe bereits einmal den Begriff "verbrannte Erde" hier gebraucht. Die Russen wissen, genau wie Du, dass Deutschland die tragende Säule ist. Wenn die Russen aber am Rhein auflaufen und sie mit dem "Gelben Strich" abgeschnitten werden, womit ihr Unternehmen im Kern gescheitert ist - was tun sie dann wohl, was bleibt ihnen dann noch?