Hallo, Hinterbänkler!
Danke für Deine ausführliche Antwort.
Habe ich irgendwo den Rassegedanken abgelehnt?
Ich glaube kaum, da ich nicht mal weiß, was ein 'Rassegedanke' ist 
So ähnlich habe ich mir das schon gedacht. Deshalb habe ich ja extra noch einmal nachgefragt.
@LevArris hat ja schon auf den Begriff reagiert und selbstverständlich muss man den Begriff Rasse und die konnotierten Vorstellungen sehr wohl kritisch betrachten. Ich möchte auf dieser Ebene gar nicht diskutieren, weil sie mich kaum interessiert (= ich habe diesbezüglich keine politische Agenda).
Wir müssen auch nicht darüber diskutieren, das war auch nicht meine Absicht. Allerdings halte ich eine Theorie, die den Rassegedanken nicht in Betracht zieht, für... unvollständig. Wikipedia lehne ich als Systemquelle, als ernsthafte, wissenschaftlich seriöse Quelle, ab.
Selbstverständlich weiß ich um vielerlei Unterschiede zwischen den Menschen in irgendwelchen definierbaren Menschengruppen. Man kann nach Hautfarbe die Schwarzen, Gelben und Weißen definieren, man kann nach Geburtsgegend Afrikaner von Asiaten trennen, man kann nach Staatsangehörigkeiten (Deutschland, Schweiz...) differenzieren, usw. Das ist ja generell ein beliebtes Gesellschaftsspiel. (Nebenbei: Es wäre einmal interessant, die Menschen nach psychischen Störungen z. B. Neurosen zu gruppieren)
Ich verstehe nicht, worauf Du hinaus willst. Menschenrassen unterscheidet mehr, als die Hautfarbe. Oder sind Dir Kultur und Identität und Brauchtum und Sprache kein Begriff? Ich verstehe das nicht. Ich will das hier nicht disktuieren, kann das aber so nicht stehen lassen. Ich verstehe auch nicht, dass im gelben Forum niemand an diesen Aspekt gedacht hat. Identität für mich auch kein Gesellschaftsspiel, wie für Dich offensichtlich. Denn ein Spiel ist beliebig, man kann es abbrechen, wechseln, ändern, die Regeln ändern. Identität ist nicht beliebig, sondern einzigartig.
Mich beschleicht dann immer der Gedanke, der Schreiber habe gar keine Identität.
Ich habe unter meinen Freunden Menschen z. B. afrikanischer Herkunft, die in manchen Dingen manchmal 'deutscher' sind, als ich (oder Du?). Ich halte es sehr gut für möglich, dass bezüglich dem persönlichen Verhalten die Sozialisierung weitaus tiefgreifender wirkt, als die genetische Ausgangslage. In die Sozialisierung spielen übrigens auch archetypische Aspekte wie schwarz=böse, weiß=rein oder großer=toller Mann usw. in einer nicht zu unterschätzenden Größenordnung hinein.
Sozialisierung ist System-Prägung. Prägung auf das, was Du da "Meme" nennst. Ich finde das Wort ekelhaft. Es ist kein deutsches Wort. Sozialisierung ist gesellschaftlich gewollte Prägung und veränderbar. Sie hat nicht unbedingt etwas mit rassetypischem Verhalten zu tun.
Bezüglich der von Dir aufgeführten Meme sind davon mit Sicherheit einige für andere Rassen nicht gültig. Du gehst einfach davon aus, dss sie gültig sind für alle Menschen, weil Dir diese Vorstellung angenehm ist. Zum Beispiel das Konzept der Erlösung von Schuld ist ein religiöses, christliches Konzept und es greift nicht bei Menschen anderen Glaubens, die es ja doch geben soll. Und ich kann mir vorstellen, dass das Konzept von Besitz und Eigentum in Afrika auch anders gehandhabt wird als in Mitteleuropa. Das mag als Beispiel für die Ungültigkeit der von Dir postulierten Meme ausreichen.
Die Wirksamkeit und Weitergabe solcher Meme finde ich ein interessanteres Thema, als zu bewerten, was besser ist: wenn Neger trommelnd um das Feuer tanzen oder ein moderner Europäer beim Tango sein Bein zwischen die Beine seiner Tanzpartnerin bringt. Beide spielen mit der Lust am Sexus - was hoffentlich ein unausrottbares Verhalten bleibt, weil Instinkt 
Es ging mir auch nicht ums Vergleichen, was besser ist, das hatte ich oben sehr deutlich gemacht. Erstaunlich, dass Du da trotzdem mit anfängst.
In der vorzivilisatorischen Welt hat man als Mensch fast ausnahmslos nur mit Menschen desselben Kulturkreises zu tun gehabt. Dass Sapiens auf Neanderthaler traf, war wohl eine sehr spezielle Ausnahme. Es war für die eigene Stammesidentität wichtig, sich vom Nachbarstamm 20 km weiter abzugrenzen. Trotzdem gab es reichlich sexuellen Kontakt zwischen beiden. Weil die menschliche Sexualität u. a. so funktioniert (Instinkt), dass sie Fremdes dem Bekannten vorzieht. Es wird immer so sein, dass das Exotische exotisch und damit reizvoll ist. Wir Menschen sind von Natur aus irrwitzig neugierig. Das ist eine Grundbedingung für menschliches Leben! Es ist also selbstverständlich, dass im Zuge der weltweiten Freizügigkeit weiße Frauen auf schwarze Männer stehen oder umgekehrt oder so.
O je. Sehr traurig, was Du schreibst. Nein, die menschliche Sexualität funktioniert so nicht, wenn sie noch in Orndung und nicht fehlgeleitet ist.
Wie Rassen entstehen, mag der geneigte Leser hier: http://www.buchdienst-hohenrain.de/Grabert-Hohenrain-Titel/Vor-und-Fruehgeschichte/Marquardt-Hans-Juergen-Vom-Ursprung-der-Deutschen.html nachlesen.
Weiter möchte ich da jetzt nicht drauf eingehen.
Ich habe nie gesagt, dass ich Überbevölkerung oder Überfremdung nicht verstehe. Mein analytischen Interesse gilt dem Machtsystem, seiner Entstehungsgeschichte, seiner Etablierung durch Meme und seiner eventuellen Überwindung.
Dieses Dein Interesse teile ich, jedoch unter anderen Grundvoraussetzungen, die besagen, dass ich die Natur sehe und ihre Auswirkungen auf diese komplexe Thematik eben nicht außen vor lasse. gar nicht außen vor lassen kann. Aber dies hier ist ja kein politisches Forum, deshalb muss es nun genug sein.-
In dem Sinne, man liest sich. Gruß, Lieselotte