Hallo Lieselotte,
auch ich weiß nicht, was Du denn mit "Rassen" meinst.
Selbstverständlich weiß ich um vielerlei Unterschiede zwischen den Menschen in irgendwelchen definierbaren Menschengruppen. Man kann nach Hautfarbe die Schwarzen, Gelben und Weißen definieren, man kann nach Geburtsgegend Afrikaner von Asiaten trennen, man kann nach Staatsangehörigkeiten (Deutschland, Schweiz...) differenzieren, usw.
Ich verstehe nicht, worauf Du hinaus willst. Menschenrassen unterscheidet mehr, als die Hautfarbe. Oder sind Dir Kultur und Identität und Brauchtum und Sprache kein Begriff? Ich verstehe das nicht.
Also ich verstehe die von Dir genannte " Kultur, Identität, Brauchtum und Sprache" sehr wohl als:
Sozialisierung ist System-Prägung. Prägung auf das, was Du da "Meme" nennst. Ich finde das Wort ekelhaft. Es ist kein deutsches Wort. Sozialisierung ist gesellschaftlich gewollte Prägung und veränderbar. Sie hat nicht unbedingt etwas mit rassetypischem Verhalten zu tun.
Auch wenn Du dies Wort ekelhaft findest, es ist, wie Du ja auch sagst GESELLSCHAFTLICH gewollte, bzw. stattfindende Prägung. Die Kultur, "Identität", Brauchtum und Sprache erwirbt Mensch VORRANGIG durch die Prägung der ihn umgebenden Umwelt. Wenn Du schon dies Thema anschneidest, solltest Du genau sein.
Meinst Du, dass da bei der "Identität"dies von Dir genannte rassetypische Verhalten angelegt sei? Oder meinst Du, dass die "Prägung" auf unterschiedliche Rassen unterschiedlich wirkt und dadurch rassetypisches Verhalten hervorbringt?
Oder meinst Du, so etwas in der Art?
Von Spengler:
[434] Damit ist endlich das Phänomen der Moral44 – als geistige Interpretation des Lebens durch sich selbst – verständlich geworden. Hier ist die Höhe erreicht, von der aus ein freier Umblick überall dies weiteste und bedenklichste aller Gebiete menschlichen Nachdenkens möglich ist. Aber gerade hier tut eine Objektivität not, zu der sich bisher niemand ernstlich verstanden hat. Mag Moral zunächst sein, was sie will; ihre Analyse darf nicht selbst der Teil einer Moral sein. Nicht was wir tun, was wir erstreben, wie wir werten sollen, führt auf das Problem, sondern die Einsicht, daß diese Fragestellung ihrer Form nach bereits ein Symptom ausschließlich des abendländischen Weltgefühls ist.
Der westeuropäische Mensch steht hier unter dem Einfluß einer ungeheuren optischen Täuschung, jeder ohne Ausnahme. Alle fordern etwas von den andern. Ein »Du sollst« wird ausgesprochen in der Überzeugung, daß hier wirklich etwas in einheitlichem Sinne[434] verändert, gestaltet, geordnet werden könne und müsse. Der Glaube daran und an das Recht dazu ist unerschütterlich. Hier wird befohlen und Gehorsam verlangt. Das erst heißt uns Moral. Im Ethischen des Abendlandes ist alles Richtung, Machtanspruch, gewollte Wirkung in die Ferne. In diesem Punkte sind Luther und Nietzsche, Päpste und Darwinisten, Sozialisten und Jesuiten einander völlig gleich. Ihre Moral tritt mit dem Anspruch auf allgemeine und dauernde Gültigkeit auf. Das gehört zu den Notwendigkeiten faustischen Seins. Wer anders denkt, lehrt, will, ist sündhaft, abtrünnig, ein Feind. Man bekämpft ihn ohne Gnade. Der Mensch soll. Der Staat soll. Die Gesellschaft soll. Diese Form der Moral ist uns selbstverständlich; sie repräsentiert uns den eigentlichen und einzigen Sinn aller Moral. Aber das ist weder in Indien noch in China noch in der Antike so gewesen. Buddha gab ein freies Vorbild, Epikur erteilte einen guten Rat. Auch das sind Formen hoher – willensfreier – Moralen.
Wobei das "Abendland" größer ist, wie man so "rassetypisch" ungenau vermeinen könnte
Grüße von Rauhnacht