Hallo!
Hallo, BB, das Lindenlied ist 1922 erschienen, die ersten Prophezeiungen von Pater Pio stammen aus den 1940er Jahren, davon diejenigen zur Finsternis erst aus noch späterer Zeit. Die Quellen für das Lindenlied sind die davor liegenden Prophezeiungen aus dem katholischen Umfeld (vgl. dazu meinen parallelen Beitrag).
Richtig. So einfach kann man es sich nicht machen.
Marie-Julie Jahenny ist die einzige mir bekannte, die schon vor 1920 von Winter sprach:
"Ich werde über die sündige Welt in einem großen Donnergrollen während einer kalten Winternacht kommen. Ein heißer Wind wird diesem Sturm vorangehen, und schwere Hagelkörner werden auf die Erde fallen."
Allerdings lag die Frau in der fernen Bretagne und ihre Aussagen waren 1920 in Deutschland noch nicht bekannt.
=> Es ist (mir zumindest) keine Vorlage bekannt, aus der diese Zeile des Lindeliedes stammen könnte.
Von Nostradamus wissen wir, daß die Erdveränderungen im Oktober stattfinden. ("Dies wird vor einer Sonnenfinsternis glücken, der dunkelsten und schwärzesten, die es seit der Erschaffung der Welt bis zum Tod und Leiden Jesu Christi und bis hier und heute gegeben hat. Es wird im Monat Oktober sein, daß es zu...")
Der Bauer aus Selb bestätigt das. (Mitte Oktober, zweite Oktoberwoche)
BBouviers Sohn sah selbst, daß es eher kühl wäre:
„Die Schau selber liegt nun 20 Jahre zurück. Und vorhin habe ich (es handelt sich dabei um meinen Sohn) dort noch mal ganz energisch nachgefaßt. Und auf hartnäckiges Rundumbohren (er ist da sehr einsilbig und verschlossen) folgendes zu ergänzen bzw. zu berichtigen:
- Jahreszeit: eher kühl (aber nicht Winter)
- Ort: doch Lüneburg (!), ‚Sandweg’ [Straßenname] (dort sind sonst bunt blühende Schrebergärten)
- Bäume entlaubt
- rund 80% der Vegetation ist vernichtet
- nur graue, vertrocknete/abgestorbene Grasreste am Boden
- keine Sonne sichtbar
- am Boden gelblich-graue Asche
- die Sicht ist frei (keine Stäube)
- jedoch hoch oben, die Sonne verschleiernd, ein dichter Schleier feinster Staubpartikel
- das ‚wußte’ er – und auch, daß er zu diesem Zeitpunkt (er war damals 13) nicht mehr dort wohne, das sei alles lange mal nach dem Abitur
- sowie, daß in Lüneburg Niemand überlebe.“
Kühl, aber nicht Winter.
Es bleibt die Möglichkeit, daß bei Jahenny, der unbekannten Lindeliedquelle und Pater Pio Verwechslungen stattfanden, weil es im Oktober des Jahres X schon recht kalt ist.
Bei Jahenny darf man nicht vergessen, daß sie selbst nie etwas gesehen hat, sondern ihr immer nur erzählt wurde. Für Pater Pio gilt wahrscheinlich dasselbe.
Gruß
Taurec
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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
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„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“