3tF / erste Quellen (Schauungen & Prophezeiungen)

Gerhard, Montag, 20.06.2011, 21:28 (vor 5608 Tagen) @ Taurec (4425 Aufrufe)

Hallo Taurec, es ist die Frage, woher Dein Zitat stammt bzw. zu belegen ist:

"Ich werde über die sündige Welt in einem großen Donnergrollen während einer kalten Winternacht kommen. Ein heißer Wind wird diesem Sturm vorangehen, und schwere Hagelkörner werden auf die Erde fallen."

Am 4. März 1891 hatte MJ Jahenny eine Vision/Audition, in der die Blitze und der Donner der Finsternis zu einer Jahreszeit auftreten, in der es normalerweise keine Gewitter gibt. Von daher hat man oder hat sie erstmals auf den Winter geschlossen. Möglicherweise aber hatte sie weitere Visionen/Auditionen, die eine Präzisierung brachten, und auf die Dein obiges Zitat zurückgeht.

Veröffentlicht wurde die Vision/Audition von 1891 zum ersten Mal 1905 in Buch "Demain" (Paris) von Baron de Novaye (S. 358).

Explizit drei Tage werden erstmals genannt von Maria Taigi, gestorben 1837. Bei ihr taucht erstmals auch das Motiv auf, weder durch die Fenster zu blicken, noch sie zu öffnen.

Die erste berichtete Finsternisschau im Abendland stammt offenbar von Hildegard von Bingen (gest. 1179) und wird als "gewaltiger Wind mit starkem Nebel und dem dichtesten Staub" und von Norden kommend beschrieben.

Es wäre, wie gesagt, zu wünschen, dass alle in diesen Themenkreis gehörenden Texte mit der jeweiligen Dokumentation der Quellen auf einer Webseite niedergelegt würden, so dass man an Ort und Stelle den Text und die Veröffentlichungszeiten vergleichen kann. Dann würden manche Zusammenhänge bzw. Abhängigkeiten sofort verständlich.

Im übrigen ist zu sagen, dass in einigen Quellen erst mal die Rede davon ist (etwa bei Canori-Mora), dass Gott "die Macht der Finsternis" gebrauchen wird, um die Gegner der Kirche zu vernichten. Das ist ein symbolischer Sinn von Finsternis, das Werkzeug Gottes sind also die Söhne der Finsternis. Und durch diesen Gedanken- und Vorstellungsgang gerieten wohl auch die Teufel und die Dämonen in die drei dunklen Nächte hinein.

Gruss, Gerhard


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