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Gezeiten (Schauungen & Prophezeiungen)

BBouvier, Dienstag, 15.11.2011, 19:11 (vor 5461 Tagen) @ detlef (11295 Aufrufe)

was mich auch verwundert, da ebbe und flut ja beweisen,
dass wassermassen sich in 6 std ueber rund zehntausend km
anpassen koennen
.

Hallo, Detlef!

Ja.
Hat mich ebenfalls sehr erstaunt.

So wie man (s.o.) vermeint (="bewiesen"), verhält
es sich bei den Gezeiten aber wohl gar nicht:
=>
"Allein mit der Gravitationstheorie
lassen sich die Gezeiten nicht vollständig erklären.
Der Ansatz auf Basis der Gravitation und der Erddrehung
stimmt zwar an vielen Orten mit der Realität überein
und ermöglicht dort nahezu korrekte Vorhersagen.

Dennoch gibt es viele Regionen, an denen die Realität
völlig anders aussieht.
Der Theorie, dass sich die Erde unter zwei Flutbergen
hindurch dreht, stehen buchstäblich die Kontinente im Weg.

Eine Gezeitenflutwelle im Atlantik trifft beispielsweise
auf die Ostküste Amerikas. Sie wird reflektiert
und läuft so der nächsten Flutwelle entgegen.

Moderne Gezeitentheorien
basieren auf dem Ansatz von George Biddell Airy,
der von Henri Poincaré, Joseph Proudman und Arthur Doodson weiterentwickelt worden ist.
Dieser hydrodynamisch-empirischen Theorie zufolge
entstehen die Gezeiten dadurch,
dass verschiedene Tidenwellen in den Meeresbecken
zwischen den kontinentalen Landmassen umher schwappen
und durch die Gravitationsenergie
der Erde/Sonne-Zyklen angeregt werden.
Ein großer Tidenhub entsteht überall dort,
wo die Topographie eine Resonanz
zwischen diesen Zyklen und den bewegten Wassermassen zulässt."

Das hatte ich vor gar nicht langer Zeit
gelesen und hat meine vorherige Vorstellung von
"Ebbe&Flut" völlig über den Haufen geworfen.
Der Mond selbst "zieht" das Wasser ja auch nur
um die 50 Zentimeter "hoch"!

Gruss,
BB

―
- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."


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