Eingegebene Kräfte, sehr sorgsam zu hüten, da unerbittlich (Freie Themen)

rauhnacht, Freitag, 15.09.2017, 22:38 (vor 3057 Tagen) @ nemo (2615 Aufrufe)

Hallo Nemo,


ich kenne all diese Erklärungen, aber kann ihnen nicht viel abgewinnen. Der Grund dafür ist,
dass es keine unbewusste, automatische Entwicklung gibt. Entwicklung kann nur bedeuten,
ein höheres Bewusstsein und Verständnis zu erlangen. Dabei geht es um Tatsachen und
um Wahrheit. Auch um klare Begriffe, wie BBouvier in einer privaten Nachricht schrieb.

Jain, ich meine, das ist analog runtergebrochen im winzig Kleinen, wie mit dem Fahrradfahren oder Schwimmen, Wenn Du das gelernt hast, kannst Du garantiert nicht die Bewusstheitsmonente dessen rekapitulieren: Das Atmen, das Schweben,die akkurate Bewegung -(mit Hundepaddelln bleibt man auch über Wasser) - die Effektivität des Hochleistungsschwimmers ist Haar genau WIE? In Deinem bewussten Bewusstsein kannst Du das bewusst nur mit Mühe abrufen, in Worte fassen noch viel weniger und trotzdem ------schwimmst Du.
Sapperlot, wie ging das denn? So ganz ohne klare Begriffe und höheres Bewusstsein.
Der, ders dann mal gelernt hat, kann das auch Jahrzehnte später, wenn auch mit Mühe.
Bei nicht ganz so unbesorgt an zu wendenden Fähigkeiten sieht das schon anders aus. Fast genauso leicht zu lernen, aber nicht so leicht zu verstehen und in Verantwortung zu nehmen. Das können und müssen eben erst und gerade dann Pubertierende lernen.

Zeit an sich beinhaltet keine Entwicklung. Alles was sich entwickelt, tut es aufgrund

Zeit gibt es gar nicht, es gibt nur Bewegung, Entwicklung.

seiner Bewusstheit. Das betrifft den Regenwurm, den Apfelbaum und den Menschen
gleichermaßen. Nach der biologischen Anpassung an die äußeren Bedingungen gibt
es nur noch eine Bewusstseinsentwicklung und diese findet nicht automatisch statt.

Teil richtig. Regenwurm und Apfelbaum hatten keinen "Sündenfall", was man noch nicht mal in der Bibel suchen oder gar glauben muss, dafür reicht Biologie des Gehirns. Erklärungen für die Besonderheiten kann man dann glauben oder auch nicht. Man kann auch die frappierenden Unterscheidungen im WIRKEN von Menschen versus TIERen über die gesamte Weltgeschichte angucken und meinen Alles dasselbe.:schüchtern::
Automatisch ist da aber gar nix.Es geht ja um Erkenntnis.:augenrollen:

Es braucht dafür klare Ziele und die Anstrengung diese zu erreichen. Das Enneagramm
zeigt dabei, welche Schritte notwendig sind und was uns im Wege steht. Es geht
dabei immer um die Überwindung von Widerständen und um das Streben nach
Erkenntnis.

Was wir jedoch täglich direkt vor unseren Augen beobachten können, ist das Fehlen
von wirklichen Zielen und den geistigen Verfall hin zu einer unwirklichen Welt.

Ja, jetzt grad ist das halt so. Hindert aber ja das Individuum nicht daran just jetzt "schwimmen" zu lernen.

Die unwirkliche Welt der Illusionen beruht auf den Lügen und Irrtümern, die zur
Grundlage dieser Gesellschaft wurden. Der Materialismus an sich, ist schon eine
Form der geistigen Degeneration.

Absolut!

In diesem Sinne kann man sagen, dass die Entwicklung der Menschheit eine
Abwärtsbewegung hin zu Verwirrung und Verlust an Bewusstsein ist. Unser geistiger
Zenit liegt schon tausende Jahre in der Vergangenheit. Vielleicht hat sich die Menschheit
auch schon mehrere Male selbst vernichtet. Denken wir weiter in die Zukunft, dann
werden wir den perfekten Ameisenstaat sehen, in dem jedes individuelle Bewusstsein
sich der Masse unterordnet. Eine computergesteuerte Welt von vorgegebenen Zwängen,
in der geistige Entwicklung nicht mehr stattfindet. So wie auch bei Ameisenstaaten seit
Jahrtausenden keine Evolution mehr stattfindet. Die Ameisenstaaten werden irgendwann
einfach verschwinden.

Ja, in diesem Sinne werden wir wir allesamt sterben. Aber, Du und ich und noch Etliche haben das begriffen. "Schwimmen" verlernt man nicht. Die Weltgeschichte zeigt, dass so etwas in der Art der Evolution NICHT verloren geht.

Das sind keine schönen Aussichten, aber es ist das, was stattfindet. Nicht als Theorie,
sondern als etwas, was wir miterleben und beobachten können. Es zu sehen ist der
erste Schritt um etwas zu tun. Was tun? Die Evolution fortsetzen. Wenn schon nicht
als Gesellschaft, dann zumindest als Individuum.

Ja, und nur darum geht es doch. Ich kann die Welt nicht verändern, aber ich kann mich und die Welt betrachten und üben und wachsen, soweit ich es vermag.

Liebe Grüße
Rauhnacht


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