Re Eyspfeil (Freie Themen)

rauhnacht, Sonntag, 24.09.2017, 20:21 (vor 3048 Tagen) @ Eyspfeil (2477 Aufrufe)

Hallo Eyspfeil,


"Zeit an sich beinhaltet keine Entwicklung. Alles was sich entwickelt, tut es aufgrund

Zeit gibt es gar nicht, es gibt nur Bewegung, Entwicklung."

In der Physik schon: $Vektorielle \ Raumzeit = \sqrt{x^2 + y^2 + z^2 - ct^2}$

Die ersten drei Dimensionen der Räumlichkeit werden addiert, die vierte
Dimension, welche sich ergibt, indem man die Konstante der
Lichtgeschwindigkeit c mit der Zeit t multipliziert, wird jedoch von
dem "Raum" subtrahiert.

"ct" ist sozusagen ein notwendiges Korrektiv, welches der Ausdehnung des
Raumes bzw. des Alls, entgegenwirkt. Quasimodo eine Art Schrumpf-Faktor.
==> Weil sonst eben die Ausdehnung des Alls zu uferlos verlaufen würde.

Uhhh. Nun bin ich bei "Übersetzungen" in Formeln in tatsächlichem Verständnis auch nicht ganz dumm, aber das übersteigt meine Erfassung des Sinnes aus meiner Sicht tatsächlich.

Dennoch würd ich sagen, gar so quer lieg ich nicht. Das Folgende in von Dir verquerer Sicht mit Degenerationsgeschwurbel vermixt besagt weder zu der unentschlüsselten Formel noch meinen Einlassungen nix:

Also, Dein Postulat, ed gäbe KEINE Zeit, und es gäbe NUR Entwicklung,
keine Degeneration, finde ich mit Verlaub schon ein wenig abgehoben:
Eine solche These wirkt vielleicht noch jungen Leuten glaubhaft, die in der
Blüte ihres Lebens stehen, aber was sagen die Alten dazu, oder gar
Leute die krank sind und im Sterben liegen?

Ja und?
Würdest Du denn bitte sagen, wenn das Blatt vom Baum im Herbst sich abkapselt und vom Baum in den Herbststürmen herabfällt, liegt das an der Degeneration des Baumes? Jedes Jahr wieder?
Mit Degeneration hat solches gar nichts zu tun. Das ist eingegebenes Leben und Sterben.

Natürlich folgt im historischen Sinne einem Niedergang einer Epoche
oder eines Volkes zumeist hinterher wieder ein Wiederaufstieg und
eine Blüte der Kultur, aber man sollte da doch die Kirch im Dorf
lassen: Es gibt halt nun mal Beides, auch etwa in der Astrologie
oder Biologie: Aufstieg und Fall/Zerfall/Verwesung, Blüte, Höhepunkt
und auch den Tod.

Aber natürlich! Hat aber alles nix mit der vermeintlich mächtigen Kraft der ZEIT zu tun, sondern mit anderen Kräften.

Zeit ist nur eine erlebbare Maßeinheit, aber eben nicht wirkkräftig.

Der Apfel verfault nicht, weil die Zeit vergeht.
Der Apfel lebt sein eingegebenes Leben bis hin zum Faulen und Zerfall. Diesen Ablauf können wir als "Zeit" erfassen. Zeit ist aber keine imaginäre Macht, die Macht ist das eingegebene Leben ( plus günstige Bedingungen, Wirkungen, speziell der Mensch tut sich vermeintlich da in Voraussicht und Verschuldung hervor). Das Rumgebossel ausgelöst durch Zeiterfassung an Wirkungen und herauszögernden Verfall usw. müssen wir aber noch üben.

Der Apfel verfault und wir benennen lediglich die Zeit dazu. Es geht um Teilungsreproduktion, Schwingung u.a.

Im Falle des Menschen spielt da durchaus Bewusstsein eine große Rolle. Dem Himmel sei Dank haben wir da noch nicht wirklich Zipfel begriffen, was daran liegt das eben auch dies mit Bewusstseinsschwingung zu tun hat. Und ahnungsweise lässt man Rumgebossel in der Schwingungsebene aus Demut erst mal ganz demütig bleiben.
Viele Grüße
Rauhnacht


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