Re: Zeit ist auch keine "Kraft", sondern Maßeinheit (Freie Themen)

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Montag, 25.09.2017, 21:25 (vor 3047 Tagen) @ rauhnacht (2354 Aufrufe)
bearbeitet von Eyspfeil, Montag, 25.09.2017, 21:38

Hallo Rauhnacht!

"Ja und?
Würdest Du denn bitte sagen, wenn das Blatt vom Baum im Herbst sich abkapselt und vom Baum in den Herbststürmen herabfällt, liegt das an der Degeneration des Baumes? Jedes Jahr wieder?
Mit Degeneration hat solches gar nichts zu tun. Das ist eingegebenes Leben und Sterben."

Vielleicht beinhaltet die "Zeit" auch solche periodischen Degenerationen wie
die Jahreszeiten. Einen Baum kann man übrigens praktisch komplett abhacken, und aus
seinem Stumpf wachsen dann oft wieder neue Triebe empor. Das kann man von
Säugetier und Mensch wohl nicht vermelden. Meine Katze verliert eine Menge
Haare im Frühjahr und Sommer anstatt des Baumes im Herbst und Winter.
Aber wenn sie vom Auto überfahren wird wie meine neulich, ist sie ganz tot.
Da bleibt nur der Trost einer Seelenwanderung oder einer jenseitigen Welt.

"Aber natürlich! Hat aber alles nix mit der vermeintlich mächtigen Kraft der ZEIT zu tun, sondern mit anderen Kräften.

Zeit ist nur eine erlebbare Maßeinheit, aber eben nicht wirkkräftig."

Was heißt da "Kraft"? Es muß doch nicht alles "Kraft" sein. Geschwindigkeit
=s/t ist auch keine Kraft und wird dennoch physikalisch gemessen und verglichen.
Beschleunigung wiederum s/t² und Impuls m/v als Maßeinheiten.
Irgendwas wirkt doch da auch, meinst Du nicht? Wenn etwa ein Wirbelsturm mit
250 km/h durch die Staaten braust, oder was verstehst Du unter "Wirkung"?
Klar doch, der Wirbelsturm reproduziert nicht, sondern killt eher das Leben.
Aber er wirkt doch, indem eine Menge Luft- und Wasserteilchen auf Häuser
und Bäume zurasen. Und zwar je mehr Teilchen pro ZEIT, desto mehr
Auswirkung auf die Betroffenen und die Natur.

"Der Apfel verfault nicht, weil die Zeit vergeht.
Der Apfel lebt sein eingegebenes Leben bis hin zum Faulen und Zerfall. Diesen Ablauf können wir als "Zeit" erfassen. Zeit ist aber keine imaginäre Macht, die Macht ist das eingegebene Leben ( plus günstige Bedingungen, Wirkungen, speziell der Mensch tut sich vermeintlich da in Voraussicht und Verschuldung hervor). Das Rumgebossel ausgelöst durch Zeiterfassung an Wirkungen und herauszögernden Verfall usw. müssen wir aber noch üben.

Der Apfel verfault und wir benennen lediglich die Zeit dazu. Es geht um Teilungsreproduktion, Schwingung u.a."

Wir wollen (jedenfalls meine Wenigkeit) doch irgendwie messen und vergleichen:
Ein Apfel ist verfault, aber der in Deiner Schale ist genießbar (hoffe ich)
Dein Urgroßvater ist höchstwahrscheinlich schon selig, und Du lebst noch.
Die Reproduktion muß es in der Natur geben, sonst wäre die Welt in kurzer
Zeit (oje, schon wieder der Streitbegriff) dahin und es wäre alles aus.

Im großen Maßstab im Weltall dehnt sich der Raum aus
(Reproduktion von Sonnen und Planeten etc., Blüte) und an
bestimmten Stellen verschlucken schwarze Löcher
wieder so einiges, als Ausgleich für zu schnelles Wachstum.
Das passiert hier auf der Erde tagtäglich auch in Form von
Entstehung und Zerstörung.

"Im Falle des Menschen spielt da durchaus Bewusstsein eine große Rolle. Dem Himmel sei Dank haben wir da noch nicht wirklich Zipfel begriffen, was daran liegt das eben auch dies mit Bewusstseinsschwingung zu tun hat. Und ahnungsweise lässt man Rumgebossel in der Schwingungsebene aus Demut erst mal ganz demütig bleiben.
Viele Grüße
Rauhnacht"

Wir haben vielleicht mehr Bewußtsein als Bäume, aber sieh mal, was wir dadurch
mit der Erde angerichtet haben.
Wir sind nicht allwissend, aber sowohl in biblischen apokryphen Schriften
als auch in der ostasiatischen Philosophie existiert die "Zeit" als Äonen,
die fortlaufend zum Weltenende immer mehr abnehmen.
In der modernen Physik ist die "Zeit" eine reine Maßeinheit, zu der es
keine "Vektor"- oder "Partikularteilchen" gibt oder gefunden wurden,
wie auch bisher zum Phänomen Gravitation nicht.

LG,

Eyspfeil


Gesamter Strang: