so wird ein Schuh draus, Respekt (Freie Themen)

Baldur, Samstag, 14.06.2014, 16:24 (vor 4246 Tagen) @ Bär (2806 Aufrufe)

Hallo, Bär,

vielen Dank für den megastarken Beitrag, über den ich noch lange nachdenken werde.

Natürlich kenne ich diese innerliche Suche nur zu gut, der Sinnlosigkeit und dem erkannten Irrsinn entfliehen zu wollen. Nicht zu müssen, was man nicht innerlich mittragen kann oder gerne macht. Sich täglich wirtschaftlich zu prostituieren, weil die Rechnungen bezahlt werden wollen.

Aus dieser Sicht hast Du die perfekte Lösung gefunden.

Als ich nach Wien fuhr, übernachtete ich bewusst nicht in einem Stadthotel, sondern suchte mir etwas ausserhalb, etwas möglichst ländliches. Ich fand eine Art Seminarhotel auf einem ehemaligen Bauernhof, ganz neu. Nicht weit von der Autobahn, viel näher, als in eine Stadt rein zu fahren, wo man seit Auto evtl. entfernt parken muss.

Ich erinnerte mich fast schmerzhaft an frühere Erlebnisse, als ich noch ab und zu ins Jagdrevier kam. Erlegen machte mir nie Freude, ich genoss es einfach, mitten in der Natur sein zu dürfen.

Auch jetzt noch könnte man in einer geeigneten Gegend einen Bauernhof kaufen für das Geld, das man zentral gelegen in eine Eigentumswohnung verlocht.

Ich könnte mir das gut vorstellen, ich habe einen gewissen Hang zur Einsiedlerei - als Kind waren für mich Ortsnamen wie Einöd und Co. einfach herrlich, als Jugendlicher wünschte ich mir, mal einen Einödhof zu besitzen.

Leider liegen diese erreichbaren Möglichkeiten alle in Gebieten, die nach Irlmaier, Waldbiertler und Co. "verboten" sind, das Voralpenland ist hingegen unerschwinglich und überlaufen.

Daher kämpfe ich derzeit mit mir und meinen Vorstellungen wie noch nie, ob ich das alles in die Tonne treten soll, mit allen Konsequenzen, oder die langsame Schleichfahrt weitermache, die rückblickend eher wie ein Siechtum erscheint, oder ob man weiter auf ein Zukunftsbild setzt, das zwar logisch einleuchtet, aber trotz dieser Logik schon Jahrzehnte ausbleibt.

Eine Lösung konnte ich noch nicht finden.

Vorhin fiel mir das Werk vom Stefan Parlow in die Finger, ich kann mir gut vorstellen, dass er wahrnahm, was er berichtet. Nur war das eben halt nichts anderes als völliger Quatsch.

Meine Vorräte reuen mich nicht, heuer muss ich einen Grossposten an Dosenkuchen entsorgen, weil das Fett mittlerweile hinüber ist, das Zeug schmeckt immer noch gut, aber das Gefühl im Mund ist speckig-klebrig-ranzig. Kein Wunder, 15 Jahre über MHD und 25 Jahre seit Herstellung. Nur, soll ich Ersatz beschaffen?

Keine Ahnung......

Beste Grüsse vom Baldur


Gesamter Strang: