Warum schreibt JW nicht selbst? (Schauungen & Prophezeiungen)

peaci, Mittwoch, 13.04.2011, 22:31 (vor 5676 Tagen) @ FKottke (4305 Aufrufe)

Hallo F. Kottke,

warum schreibt "Johann Wagner" nicht selbst hier?
Tat er dies doch schon auf dem blog von Herrn Röhlig:
http://astrologieklassisch.wordpress.com/2011/03/11/italiens-innenminister-warnt-vor-drittem-weltkrieg-bei-us-eingriff-in-libyen/
http://astrologieklassisch.wordpress.com/2010/03/05/usa-kreisen-russland-und-china-mit-raketen-ein/
http://astrologieklassisch.wordpress.com/about/

Beste Grüße
der peaci

Hallo,

ich schätze, hier ist ein geeigneter Rahmen, um den Inhalt einer
Zettelsammlung zur Diskussion zu stellen, die mir ein ehemaliger
Klassenkamerad nach etlichen längeren Gesprächen in die Hand gedrückt hat.

Zunächst etwas zu meinem ex-Klassenkamerad: Er ist Taxifahrer in einer
Großstadt am Rhein, wir haben den gleichen Musikgeschmack, und wir fahren
öfter auch weiter weg zu Rockkonzerten. Bei manchen Fahrten ist er
konzentriert, eher ernst und fährt genau nach Verkehrsregeln. Immerhin lebt
er von seinem Führerschein. Bei anderen Fahrten hat er schon bei Abfahrt
ein leichtes Grinsen im Gesicht stehen, und er fährt wie der letzte Henker:
Innerorts mit 80 über rote Ampeln, auf der Autobahn mit 240, ohne
anzuhalten am Stopschild. Auf diesen Fahrten fährt er aber auch ohne
ersichtlichen Grund 30 wo 50 erlaubt sind oder bremst in unübersichtlichen
Kurven, kurz bevor ein Auto entgegenkommt. Wenn ich ihn frage, ob er bei
der Rumheizerei wahnsinnig geworden ist, sagt er nur "Da kommt keiner... Da
blitzt keiner... Das sieht keiner." Wenn ich frage, warum er vor der Kurve
gebremst hat, als uns das Auto entgegengekommen ist, sagt er "Das war doch
besser so."

Es hat etliche Gespräche gedauert, bis er mehr dazu erzählt hat: An manchen
Tagen, in manchen Situationen "weiß" er einfach, was Sache ist. Er ist sich
seiner Sache absolut sicher. Und bis jetzt ist es ja auch gutgegangen. Kein
Unfall, kein Punkt in Flensburg. Es hat noch länger gedauert, bis er
erzählt hat, dass er noch mehr solche "Gewissheiten" hat. Bei Lottozahlen
war das noch nie der Fall, sagt er, aber mit Aktien hat er schon ein paar
Fernreisen verdient. Er hat nie den Mut gehabt, viel Geld auf eine Sache zu
setzen, aber wenn er es probiert hat, hat er ordentlich Gewinn gemacht.
Außerdem hat er beim Nachrichtensehen im Fernsehen oder beim Lesen in der
Zeitung manchmal solche "Gewissheiten", die größere Zusammenhänge
betreffen. Viele Jahre hat er sie nicht beachtet, anfangs sogar gar nicht
gemerkt, dass ihm Entwicklungen im Voraus klar waren, die so eigentlich
einem Normalbürger gar nicht klar gewesen sein konnten. Erst in den letzten
eineinhalb Jahren hat er angefangen, seine plötzlich auftretenden
"Gewissheiten" aufzuschreiben, jeweils auf das Papier, das gerade in seiner
Nähe lag. So kam ein Stapel von ramponierten Papierstücken zustande, die er
mir vor kurzem in die Hand gedrückt hat.

Er will auf keinen Fall erkannt werden, hat Bedenken, dass die Herren mit
den weißen Kitteln und "Hab-Dich-Lieb-Jäckchen" vorbeikommen oder ihm
jemand den Führerschein wegen MPU wegnimmt. Deshalb habe ich den
Familiennamen seiner Großmutter mütterlicherseits mit seinem zweiten
Vornahmen kombiniert und nenne ihn hier "Johann Wagner". Mein Name ist, um
ihn zu schützen und weil ich meiner Sache ebenfalls nicht ganz sicher bin,
eine ähnliche Konstruktion. Mag die Glaubwürdigkeit darunter leiden, dann
ist es halt so.

Ok, jetzt zu der Zettelsammlung: Die Zettel sind durcheinander, ein Datum
ist nicht vermerkt, deshalb habe ich sie thematisch sortiert und innerhalb
der Themen willkürlich durchnummeriert. Hier der Inhalt:

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Zu Europa:

(1)
Der Kaiser wird die Reden als Kind in Dokumentationen sehen. Es wird dann
niemand mehrleben, der den Zweiten Weltkrieg erlebt hat. Die Zeiten werden
in seiner Jugend so rauh, dass die Zeit des Zweiten Weltkriegs an Relevanz
verliert und nicht mehr im Bewusstsein der Menschen ist. Religion und
Atheismus werden erbitterte Gegner: Der eine wirft dem anderen Ignoranz und
Intoleranz vor. Die Welt wird polarisiert. Es wird kein Dazwischen mehr
geben. Entweder glaubt man, oder man glaubt nicht. Zwischen den Gruppen
wird Gewalt erwachsen. Die Wirtschaft wird einen Niedergang erleben, der
die Gesellschaft Gewalttätig macht. In dieser Welt wird der neue Kaiser
aufwachsen. Unerkannt. Als einer unter uns. Er wird die Macht kennenlernen,
aber sie in der Alten Welt nicht ausüben. In der Alten Welt wird er
scheitern und sie ganz unten kennenlernen. Erst mit dem Wachsen der Krise,
mit dem Wachsen des Widerstreits zwischen Gläubigen und Atheisten wird er
wachsen. Er strebt die Macht nicht aus eigenem Antrieb an. Sein Leben und
das Werden der Welt wird ihn in die Position bringen, in der er sich
entscheiden muss, die ihm vom Lauf der Welt, vom Schicksal, die Gläubigen
werden sagen von Gott, angetragene Krone zu ergreifen. Er wird sie
widerstrebend annehmen. Er wird Kaiser sein von Gottes Gnaden, im alten
Geiste, in der Neuen Welt. Er wird demütig die Neue Welt im guten alten
Geiste aufbauen, mit vielen verständigen Geistern, mit Menschen, die
verstanden haben werden, woran die Alte Welt gescheitert ist, warum sie nur
so kurze Zeit Bestand hatte, und welche Elemente des wirklichen
Mittelalters, der Zeit vor dem 14. Jahrhundert der Dünger des Gedeihens und
der Blüte der Neuen Welt sein werden.

(2)
Ein Prophet aus Karden bereitet dem neuen Kaiser den Weg. Ein Kardinal aus
Metz stösst dazu. Ein General aus Altötting beendet den Großen Krieg.

(3)
Das neue Kaiserreich umfasst zuerst auch Frankreich. Dann spaltet der
Westen und die Mitte Frankreichs sich als Königreich ab, während der Osten
im Kaiserreich bleibt. Erst nach knapp einem Jahrhundert wird das
Königreich Frankreich wieder mit dem Kaiserreich vereint. Die Spaltung wird
noch von Resten der Idee des Nationalstaats geprägt sein, die Vereinigung
ist geprägt durch die Idee geistig religiöser Einheit und der Dynastie im
Zusammenhang mit Gottesgnadentum.

(4)
Im Großen Krieg wird der Südwesten Englands, die Westküste Frankreichs, der
Westen Irlands und der Osten Nordamerikas, besonders die nördliche
Atlantikküste der USA und die südliche von Kanada durch einen Tsunami
überflutet. Der Tsunami wird ausgelöst durch einen großen unterseeischen
Bergrutsch, der wiederum durch Waffeneinsatz ausgelöst werden wird. Es ist
mindestens die Kombination eines Flugzeug- und eines U-Boot-Einsatzes.

(5)
Die große Krise ist jetzt noch nicht. Die Bankenkrise wurde durch
Staatshilfe überwunden und hat die meisten Menschen kaum getroffen. Jetzt
haben wir eine Erholung. Die nächste Krise wird die der Staatsfinanzen
sein. Sie findet in diesem Jahrzehnt statt, aber erst nach dem Sommer 2012.
Es wird eine erste heftig spürbare Wirtschaftskrise sein, aber nicht die
große Krise, die zum Ende der Alten Welt führt. Sie wird eine Krise von
mehreren sein, die die Alte Welt für den einen Teil der Menschheit ad
absurdum führen wird, während der andere Teil der Menschheit sie um so
zäher, verbissener und rigoroser verteidigen wird. Nach der Krise der
Staatsfinanzen mit der ihr nachfolgenden großen Wirtschaftskrise wird noch
ein Aufschwung kommen. In den 20er Jahren beginnt dann die Dauerkrise. Das
ist die Kindheit oder Jugend des nächsten Kaisers. Ab den 20er Jahren wird
eine Wirtschaftskrise der nächsten Folgen, jede Zwischenerholung wird nicht
den Wohlstand vor der letzten Krise erreichen. Die Krisen werden immer
schneller aufeinander folgen. Der eine Teil unserer Gesellschaft wird
erbittert um die materielle, säkulare Welt kämpfen. Atheismus wird
aggresiver werden. Der andere Teil unserer Gesellschaft wird sich dem
Glauben zuwenden, besonders den alten Formen, den antimodernen. Auch hier
wird Aggression zunehmen. Aber erst nach Jahren – der nächste Kaiser wird
erwachsen sein – kommt es in Italien zu staatlich geförderten Pogromen
gegen den Klerus. Es wird kein Massenmord an Priestern und Ordensleuten
sein, aber viele sterben. Viele tausend, zehntausend Gläubige fliehen aus
Italien nach Deutschland, der Papst wird Exilant in Köln sein. Der nächste
Kaiser kommt nicht aus Köln, aber in Köln wird er seinen Weg beginnen. Die
Reihe der Wirtschaftskrisen wird schließlich im Großen Krieg enden, der die
Alte von der Neuen Welt scheidet, und nach dessen Ende der neue Kaiser die
Krone annehmen wird.

(6)
Die nächste Wirtschaftskrise wird eine Krise der Staatsfinanzen sein. Sie
wird aber noch nicht zu Bürgerkrieg und Krieg führen. Erst die in immer
kürzeren Zeiträumen aufeinanderfolgenden Krisen ab den 20er Jahren werden
zu einem Umsturz in Italien mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen und
Pogromen gegen den katholischen Klerus führen. Bürgerkrieg und Krieg wird
auf dem Balkan kommen, Brennpunkt der Entwicklung wird der Kosovo sein. Im
Rest von Europa wird es Unruhen, aber bis zum Großen Krieg, der die Alte
Welt von der Neuen Welt trennt, weder Bürgerkrieg noch Krieg zwischen
Staaten geben.

(7)
Russland wird seinen alten Stolz behalten, bis die Katastrophe des Großen
Krieges vorbei sein wird. Der Große Krieg kommt aber erst nach 2028. Die
Naturkatastrophe, die die Wende des Großen Krieges bringen wird, ist kein
Einschlag eines Asteroiden oder Kometen, sondern ein Vulkanausbruch. Er
wird Russland schwächen und von Europa trennen, so lange, bis es seine
Kräfte aufgebraucht und zu einer vernachlässigbaren Macht gemacht hat.
Russland wird eigenständig bleiben, weder von Europa noch von Asien aus
erobert werden. Aber es wird keine Kraft mehr haben, seine Nachbarn zu
dominieren.

(8)
Teile der Niederlande und des Niederrheins werden im Wasser versinken. Es
entsteht eine Seenlandschaft.

(9)
Die großen Umwälzungen beginnen erst, nachdem auf dem Franzosenkopf am
Rhein die Bagger rollen.

(10)
Der Vulkanausbruch, der den Großen Krieg entscheidet, findet in Tschechien
statt, im Gebiet der berühmten Bäder. Die pyroklastischen Ströme stoppen
den Vormarsch der Angreifer in Tschechien, der Ascheregen stoppt den
Luftkrieg in ganz Europa. Die Hauptausbreitungsrichtung des Ascheregens ist
Richtung Norden, bis zur Ostseeküste fallen mehr als 15 cm Asche vom
Himmel. Staubverwehungen werden zum Teil wesentlich höher. Luftfilter der
Militärfahrzeuge verstopfen, Motoren fressen durch die Feinanteile fest.
Die Soldaten sind mehr mit dem Atmen beschäftigt als mit dem Vormarsch. Der
Nachschub stockt, das Heer der Angreifer wird gestoppt, es kommt zur
entscheidenden Schlacht nördlich der Mittelgebirge. Einige Wochen nach dem
ersten großen Ausbruch gibt es einen zweiten, größeren. Die pyroklastischen
Ströme verbreiten sich über eine größere Flache und richten weitere
Verwüstung an. Der Wind trägt die Asche jetzt mehr Richtung Osten. Der
Krieg ist dann schon entschieden, aber der Schaden im Osten nimmt zu. Es
entstehen große, entvölkerte Gebiete östlich und nordöstlich von
Tschechien. Auch der Bayrische Wald und Bayern werden in Mitleidenschaft
gezogen, das Gebiet kann sich aber innerhalb weniger Jahre erholen. In
Kinatöd wird sich eine Familie unbeschadet nach elf Wochen aus dem Keller
befreien.


Zu Ostasien:

(1)
China wird vom Großen Krieg schlimmer getroffen werden als Europa:
Nuklearwaffeneinsatz, die Zerstörung des Dreischluchtendamms, das Ende des
Welthandels, das wird Chinas Bevölkerungszentren schwer treffen und
größtenteils auslöschen. Die Städte enden, das Land wird überleben. Tibet
wird leben, die Mongolei und die Innere Mongolei werden leben, und nach dem
Ende der materiellen Werte werden die alten Philosophien und Religionen
aufleben, insbesondere der Buddhismus. Die Eroberung Alaskas wird China
nicht gelingen.

(2)
Lhasa wird verwüstet, aber nicht zerstört. Der Wiederaufbau wird schnell
erfolgen. Die Stadt wird von Schülern überflutet werden und für lange Zeit
blühen.


Zu Amerika:

(1)
Die Vereinigten Staaten zerfallen, es bilden sich neue Staaten, allesamt
Republiken: Kanada vereinigt sich mit Alaska, die alten Südstaaten bilden
einen neuen Staat, der Nordosten und Mittlere Westen bildet dessen
Gegenstück. Der Westen der USA wird zerrüttet von Naturkatastrophen,
Trockenheit, Verrohung und Anarchie. Das wüste Anarchistenland im Westen
wird keine wirklich staatliche Struktur mehr haben, aber Warlords. Der
Westen wird so uninteressant sein, dass die drei nordamerikanischen Staaten
ihn für lange Zeit nicht unter Kontrolle bringen wollen.

(2)
Der Süden wird geeint von einer Frau aus Choctaw County, Mississippi. Sie
wird kein Amt bekleiden, aber sie wird den Süden auf den Weg bringen und
vorantreiben.

(3)
Mexiko zerfällt in einen Nord- und einen Südstaat. Die Hauptstadt wird im
Wasser versinken.

(4)
In Argentinien wird es einen Ideologen geben, gut im Schreiben und Reden,
aber ohne politisches Amt, der die Unterdrückung der indigenen Völker in
Südamerika für mehr als ein Jahrhundert vorantreiben und zementieren wird.
Sein Zeichen ist ein Rinderschädel: Er erscheint auf dem Cover seines
ersten erfolgreichen Romans und bleibt sein Markenzeichen.


Zu Nahost:

(1)
Die arabische Welt wird den Großen Krieg nicht auslösen. Er wird nicht im
Nahen Osten oder in Nordafrika entschieden. Die kommenden Wirtschaftskrisen
werden die arabische Welt in Chaos stürzen. Der Große Krieg wird ihr, auch
wenn sie sich nicht in nennenswertem Umfang an ihm beteiligen wird, die
Existenzgrundlage entziehen. Aus Unruhen werden Bürgerkriege, aus
Bürgerkriegen Kriege, die Auflösung der Staaten in dieser Region macht aus
Kriegen Bürgerkriege. Die Araber werden wieder Söhne der Wüste. Friede wird
erst wieder in Zelten herrschen, in den Dörfern des Nordens und in den
Ruinen der Städte des Nordens. Für lange Zeit wird sich die arabische Welt
vom Rest der Welt abwenden. Und sie wird Frieden haben vom Rest der Welt.

(2)
Der Friede in der arabischen Welt wird ausgehen von den Kurden. Es wird in
Kadir Karram beginnen.

(3)
Die Familie von Ismail wird die Botschaft des Friedens wie einen Funken
bewahren und zu gegebener Zeit von Kadir Karram aus verbreiten. Ismail lebt
schon nicht mehr, war Kräuterarzt und Freund eines Königs. Sein Vorbild
erhält den Funken des Friedens in der Familie.

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Johann Wagner sagt selbst, dass er Irlmaier, Mühlhiasl, Feldpostbriefe usw.
gelesen hat und sich deshalb selbst nicht sicher ist, ob alle diese
"Gewissheiten" da her kommen, wo sie beim Autofahren herkommen. Trotzdem
finde ich, dass man sie hier diskutieren kann.

Mit freundlichen Grüßen

F. Kottke


Gesamter Strang: