Hallo!
Die Frage versuche ich mal zu beantworten. Die folgenden Quellen sind nicht nach dem alter des Sehers, sondern nach dem Jahr des Erstdruckes sortiert (bzw. bei Jahenny gilt das Datum der Aufzeichnung).
Die älteste Quelle ist Nostradamus mit seinem Brief an Heinrich II. von 1558:
"Dann beginnt sich das große Reich des Antichristen nach "Arda" und "Zerás" in großer und unzählbarer Menge auszubreiten. Dies dermaßen, daß die Ankunft des Heiligen Geistes, ausgehend vom 24. Grad, eine Wanderung verursachen wird, und den Antichristen mit seinen verabscheuungswürdigen Taten vertreibend. Dieser führt Krieg gegen den Königlichen - den großen Stellvertreter von Jesus Christus - und gegen dessen Kirche und dessen Herrschaft während dieser Zeit und bis zur günstigen Gelegenheit. Dies wird vor einer Sonnenfinsternis glücken, der dunkelsten und schwärzesten, die es seit der Erschaffung der Welt bis zum Tod und Leiden Jesu Christi und bis hier und heute gegeben hat. Es wird im Monat Oktober sein, daß es zu einem großen "Wegschaffen" an einen anderen Ort kommt, dies derart, daß man denken wird, die Erde habe ihre natürliche Bewegung verloren und sei in ewige Finsternis gesunken."
Dann kommt sehr lange Zeit nichts.
Eine Verdunkelung wird bei Cäsarius von Heisterbach genannt. Der Mann lebte von 1180 1240, die Aussagen sind ihm jedoch zugeschrieben. Die Sprache deutet auf das 19. Jahrhundert hin. Erstdruck war 1849 bei Johann Nepumuk Trülle:
"Alle Elemente werden entfesselt und der ganze Zustand der Welt verändert. Die Erde wird an mehreren Orten vor Furcht beben und die Lebendigen verschlingen: viele Städte und Festungen werden zugrunde gehen. Die Früchte der Erde werden sich vermindern und die Wurzeln ohne Saft sein: die Saaten werden auf den Feldern verfaulen und die Keime keine Frucht bringen. Das Meer wird brüllen und sich gegen die Länder erheben und viele Schiffe und Menschen verschlingen. Die Luft wird verderbt sein wegen der Bosheit und Abscheulichkeit der Menschen. Viele und schreckliche Zeichen werden am Himmel erscheinen, die Sonne wird sich verdunkeln und sich blutrot zeigen. Zwei Monde zugleich wird man vier Stunden lang, umgeben von erstaunlichen Dingen, sehen. Mehrere Sterne werden zusammenstoßen zum Zeichen der Zerstörung fast aller Menschen. Der natürliche Zug der Luft wird wegen der Pestkrankheiten verändert und verkehrt; Menschen und Tiere werden schnell sterben; eine furchtbare Hungersnot wird die ganze Welt und besonders den Okzident heimsuchen; nie seit dem Beginn der Welt wird man dergleichen gehört haben."
Anna Maria Taigi (gest. 1837). Die Aussagen wurden jedoch erst 1870 gedruckt in "La vénérable Anna Maria Taigi".
Es wird über die ganze Erde eine dichte Finsternis kommen, die drei Tage und drei Nächte dauern wird. Diese Finsternis wird es ganz unmöglich machen, irgend etwas zu sehen. Ferner wird die Finsternis mit Verpestung der Luft verbunden sein, die zwar nicht ausschließlich, aber hauptsächlich die Feinde der Religion hinwegraffen wird. Solange die Finsternis dauert, wird es unmöglich sein, Licht zu machen. Nur geweihte Kerzen werden sich anzünden lassen und Licht spenden. Wer während dieser Finsternis aus Neugierde das Fenster öffnet und hinausschaut oder aus dem Hause geht, wird auf der Stelle tot hinfallen.
In diesen drei Tagen sollen die Leute in ihren Häusern bleiben, den Rosenkranz beten und Gott um Erbarmen anflehen. Alle offenen und geheimen Feinde der Kirche werden während der Finsternis zugrunde gehen. Nur einige, die Gott bekehren will, werden am Leben bleiben. Die Luft wird verpestet sein durch die Dämonen, die in greulichen Gestalten erscheinen werden. Die geweihten Kerzen werden vor dem Tode bewahren, ebenso die Gebete zur allerseligsten Jungfrau und zu den heiligen Engeln.
Theresa Helena Higginson (1880):
Ich sah mich - ich weiß nicht wie und wo - an einen erhöhten Ort versetzt, von dem aus ich die Erde überschauen konnte. Zuerst sah ich eine schwarze Wolke die Erde umhüllen; es war eine wirkliche, dichte, materielle Finsternis, - Sinnbild der geistigen Finsternis, in welche sich die Menschen gestürzt haben. Dann hörte ich das starke Rollen des Donners, ich sah Blitze zucken, und es erschien mir, als fielen feurige Kugeln auf die Erde, die bis in ihr Innerstes drangen, Felsen zermalmend. Hierauf hörte ich das gewaltige Rauschen der Fluten, und ein schreckliches Trauerseufzen entstieg der Erde.
Marie-Julie Jahenny (1941):
Es wird eine dreitägige Finsternis in der Natur eintreten; während dreier Nächte und zwei Tagen wird eine ununterbrochene Nacht sein. Die geweihten Kerzen von Wadis werden allein noch Licht spenden. Eine einzige Kerze wird für drei Tage hinreichen.
In den Häusern der Gottlosen und der Gotteslästerung werden die bösen Geister in den abscheulichsten und entsetzlichsten Gestalten erscheinen. Sie werden in den Lüften die schrecklichsten Gotteslästerungen hören lassen. Die Blitze werden in eure Wohnungen eindringen, aber sie werden das Licht der geweihten Kerzen nicht auslöschen, weder der Wind noch der Sturm noch die Erdbeben werden sie auslöschen. Wolken, rot wie Blut, werden am Himmel vorüberziehen; das Krachen des Donners wird die Erde erschüttern. Unheilbringende Blitze werden die Strassen durchzucken und dies zu einer Zeit, zu der sie sonst nie vorkommen (Winter).
Die Erde wird bis in ihre Grundfeste erschüttert werden. Das Meer wird schäumende Wogen über das Festland schleudern
In einen unermeßlichen Friedhof wird die Erde umgewandelt, die Leichen der Gottlosen und der Gerechten bedecken die Erde. Dann wird eine große Hungersnot sein. Alles wird zerstört sein und drei Viertel der Menschheit wird umkommen. Diese Krisis wird fast plötzlich ausbrechen und wird auf der ganzen Welt gemeinsam sein.
Jahenny hatte seit den 1870ern Durchgaben. Die folgende ist in meinem Jahennybuch nur mit "vor 1938" datiert:
Wenn während einer klaren Winternacht der Donner grollt, daß die Berge erzittern, dann schließt eure Türen und Fenster
Eure Augen sollen das schreckliche Ereignis nicht mit neugierigen Blicken entweihen
Versammelt euch zum Gebet vor dem Kreuz. Stellt euch unter den Schutz meiner allerheiligsten Mutter
Laßt in euch keinen Zweifel aufkommen über euer Heil. Je größer das Vertrauen ist, um so unangreifbarer ist der Wall, mit dem ich euch umgeben will. Zündet gesegnete Kerzen an, betet den Rosenkranz!
Harret aus während drei Tagen und zwei Nächten! In der folgenden Nacht wird der Schrecken sich beruhigen. Nach der fürchterlichen, langen Dunkelheit wird zu Beginn des Tages die Sonne in ihrem vollen Licht und ihrer Wärme sich wieder zeigen."
Franz Josef Kugelbeer. Dieser Mann wurde 1922 von Pater Ellerhorst befragt. Die Aussagen jedoch erst 1951 aus dessen Nachlaß veröffentlicht:
Finsternis von drei Tagen und Nächten. Beginn mit einem furchtbaren Donnerschlag mit Erdbeben. Kein Feuer brennt. Man kann weder essen noch schlafen, sondern nur beten. Nur geweihte Kerzen brennen. Blitze dringen in die Häuser, gräßliche Flüche von Teufeln sind zu hören. Erdbeben, Donner, Meeresrauschen. Wer neugierig zum Fenster hinausschaut, wird vom Tode getroffen. Man verehre das kostbare Blut Jesu und rufe Maria an. Die Teufel holen die Gottlosen bei lebendigem Leibe. Vergebens flehen diese um Verlängerung ihres Lebens. Es herrscht die Pest, große schwarze Flecken am Arm sieht man. Schwefeldämpfe erfüllen alles, als wenn die ganze Hölle los wäre.
Von 1665 soll Coinneach Odhar Fionsiche, ein schottischer Knecht, stammen. Allerdings ist die Aussage erst 1997 in dem Buch "The Millenium Book of Prophecy" belegt:
Schottland wird so verlassen und entvölkert sein, daß kein Hahn mehr kräht. Das Rotwild und andere wilde Tiere werden durch einen furchtbaren schwarzen Regen ausgerottet.
Mit dem schwarzen Regen könnte die Finsternis gemeint sein.
Mehrfach belegt ist die Finsternis also erst seit dem 19. Jahrhundert. Allerdings ist zu bedenken, daß wir generell nur sehr wenige Quellen aus der Zeit vor etwa 1800 haben. Die älteren Quellen (bzw. eigentlich die meisten bis heute) sind auch allesamt katholisch geprägt, was jedoch dem damaligen "Zeitstil" zu verdanken ist.
Gruß
Taurec
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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
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„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“