danke (Schauungen & Prophezeiungen)

Hope, Donnerstag, 14.04.2011, 11:39 (vor 5675 Tagen) @ Taurec (3952 Aufrufe)

für den Link.

das rundet das Ganze sehr schön ab.

Ein Typ, der sich für schlau hält und in sein eigenes Geschreibsel verliebt ist.

lg
Hope

Hallo!

Man muß nur mal in besagtem Blog (Peaci sei Dank!) weiter stöbern:
http://astrologieklassisch.wordpress.com/2010/05/20/wir-sollten-beginnen-uns-gedanken-zu-machen/#comment-10502

Uns das hier auch noch als Schauung verkaufen zu wollen, zeugt durchaus von
einem destruktiven Geist.

Nach diesem Beitrag schreibt er hingegen mit angeblich falschem Nutzerkonto
und anderem Avatar als der Johann Wagner, welcher die Aussagen einstellte,
daß er nicht derjenige sei. Das heißt, der Troll, der einen als echt
erscheinen sollenden Seher diskreditiert, zeigt sich selbst an. Das haut
vorn und hinten nicht hin. Ein Verwirrspiel, um letzte Zweifel bestehen zu
lassen, so daß Johann Wagner immer mal wieder als vermeintlich, bzw.
vielleicht echter Seher diskutiert wird.

Gruß
Taurec

"Johann Wagner
April 10, 2011 um 12:07 pm

Ich hätte es gerne einfach so unkommentiert stehen lassen, aber irgendwie
kann ich das nicht bringen… Das ganze ist ein Mix aus Irlmaier, Mühlhiasl,
Schlacht am Birkenbaum, Feldpostbriefen, Soziologie, Volkswirtschaftslehre,
Psychologie und Phantasie.

Bei der Beschreibung des Großen Krieges gibt es eine ordentliche
Schnittmenge zwischen o.g. Quellen. Die Leser hier kennen sie alle, also
nimmt man die Schnittmenge und schmückt sie ein wenig aus, und schon sieht
es für die Leser „plausibel“ aus.

Bei der Frage, wie eine säkulare Gesellschaft wie die europäische innerhalb
weniger Jahre von Mordanschlägen auf den italienischen Klerus zu einem
Kaiser kommen soll, muss man psychologisch und soziologisch denken: Nur
wenn das säkular-materialistische Weltbild intensiv erschüttert wird, kann
Europa wieder zu einem Monarchen kommen. Wie wird das Weltbild erschüttert?
Durch Wirtschaftskrisen und durch Alternativangebote, in diesem Fall
Religion und Esoterik. Besonders überzeugend sind die Alternativen, wenn
sie durch Selffulfilling Prophecies scheinbar unwiderlegbare Beweise ihrer
Gültigkeit liefern. In diesem Rahmen steigt ein PR-Mann zum Kaiser auf,
nicht jemand aus dem alten Adel. Ein „Prophet“ macht die Ideologie, der
PR-Mann greift sie auf, ein religiöser Machtpolitiker hängt sich an die
entstehende Bewegung, und den Putsch am Ende sichert ein Militär ab, der in
der entstandenen geistigen Welt zu Hause ist. Dass sich der PR-Mann gegen
sein neues „Amt“ wehrt gehört zur PR.

Wirtschaftskrisen werden kommen, das sieht jeder, der nicht aus der
Finanzwelt kommt. Soziale Unruhen begleiten Wirtschaftskrisen immer. Dass
der Balkan eher mal hochgeht als der Rest von Europa war schon immer so.

Bei der Frage „Asteroideneinschlag“ oder „Komet“ hatte ich einfach Lust,
einen anderen Aspekt einzubringen.

Zur Entwicklung in den USA: Die Südstaaten haben tatsächlich das Bestreben,
unabhängig zu werden. Das schaffen sie nur, wenn die Zentralmacht schwach
genug wird. Der Nordosten mit Mittlerem Westen kann wirtschaftlich bestehen
und wird nichts mit dem Süden zu tun haben wollen. Im Westen gibt es zu
große Umweltprobleme, zu wenig Bodenschätze und zu hohes Erdbebenrisiko, um
eine Population wie heute ohne großen Welthandel zu erhalten. Vielleicht
gibt es einen geschwächten Weststaat, vielleicht tatsächlich Warlords – die
Wahl der Variante ist reine Phantasie.

Ebenso Phantasie ist, dass Mexiko zerfällt. Dass die Hauptstadt untergeht
ist wieder VWL gepaart mit Geographie: Fällt bei einer großen
Wirtschaftskrise dauerhaft der Strom aus, füllt sich der alte See, den die
Spanier noch vorgefunden haben und dessen letzte Reste in den 30ern den Klo
runtergespült worden sind, wieder auf – es wird ja kein Wasser mehr
abgepumpt.

Der Schriftsteller in Südamerika, die Frau aus Mississippi, der Kräuterarzt
aus Kurdistan: Reine Phantasie, als schmückendes Beiwerk.

China / Ostasien: Ein Leser, der Irlmaiers lange Friedenszeit erwartet,
wird es plausibel finden, die ostasiatische Großmacht aus der
Weltgeschichte katapultiert zu sehen. Hat er jetzt noch mongolische
Prophezeiungen gelesen, wird es ihm plausibel erscheinen.

Schade, es hat mir Spaß gemacht, diese kleine Geschichte zu erfinden und
mit blumiger Sprache zu würzen. Es wäre schon amüsant gewesen, in zwanzig
oder dreißig Jahren den Johann Wagner in den gleichen Forumsbeiträgen
diskutiert zu sehen wie Mühlhiasl oder Irlmaier. Aber irgendwie kann ich
das so nicht bringen….

Nichts für Ungut, Leute. Viel Spaß noch!"

―
Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.
André Gide


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