Hallo!
Es ist mir bekannt, welchen Stellenwert der von Dir genannte Irlmaier hier
genießt. Von mir muß er sich dennoch, wie die meisten anderen, und
natürlich sein Biograph, den Vorwurf der religiösen Täuschelei gefallen
lassen.
Dem Irrtum sollte man nicht erliegen, daß hier bewußte Täuschung vorläge, bzw. die Motivation, die Menschen mit Religion in die Irre zu führen.
Für Irlmaier als bäuerlichen, verwurzelten und natürlicherweise gläubigen, frommen Menschen war die Betrachtung und Formulierung dessen, was er erlebte, vor dem Hintergrund seines Glaubens völlig selbstverständlich und Ausdruck seines Seelengefühls. Es war ihm undenkbar, daß Schauungen nicht mit Gott zu tun hätten.
Irlmaier hatte keine religiöse Motivation, d. h. er bezweckte nichts damit. Er wollte niemanden bekehren oder den Glauben irgendwie fördern. In der bäuerlichen Kultur war an solche Motive gar nicht zu denken. Wieso für etwas werben, das fundamentaler Teil des Lebens ist und gar keiner Förderung bedarf?
Somit haben die Aussagen lediglich eine religiöse Färbung und zwar eine zwecklose. Das berührt die Sachinformation, die übermittelt wird, jedoch nicht. Wenn ein Katholik sagt, 2+2=4, ist das nicht weniger richtig, als würde es von einem Moslem, Atheisten oder sonst irgendwem gesagt.
Sofern man das religiöse Beiwerk beiseite läßt, kommt man ergo zu verwertbaren Aussagen (womit jedoch noch nichts über die Qualität der Präkognition selbst ausgesagt ist).
Anders ist es z. B. bei Marienerscheinungen, die sagen, etwas würde dann passieren, wenn die Menschheit sich nicht zu Christus bekehrt und betet. Dahinter steckt religiöse Motivation.
Gruß
Taurec
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„Es lebe unser heiliges Deutschland!“
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„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“