Und der Unglaube kann (wohlgemerkt: kann) muss aber nicht ein
Dauerzustand
sein und könnte sich unter gewissen Umständen, so diese denn eintreten
sollten, sich durchaus ins Gegenteil verkehren.
Was soll denn das Gegenteil von "Unglaube" sein, Deiner Meinung nach?
Ein ausgesprochen blödes Wort, das man getrost im Bereich der Religionsvertreter und Missionare belassen kann, die damit schon zu allen Zeiten die Zweifler am jeweils vertretenen "Glauben" abqualifiziert bzw. gebrandmarkt und grauenhaftes Unheil angerichtet haben.
Das Problem liegt schon im Wort "Glauben", worin das "un-" bereits enthalten ist, nämlich als UNgewissheit. Jede Form des Glaubens ist ein Mangel an Gewissheit und basiert meist auf Informationen von außerhalb (oder seltsam bizarren Gedankengängen), wobei zu befürchten ist, dass auch mit Abstand den meisten Informanten die Gewissheit fehlt (sonst müssten sie ja keine Glaubensverbreitung betreiben, also missionieren und Mitgläubige suchen). Die Information kann ich dann glauben, indem ich darauf spekuliere, dass an ihr was dran sein könnte. Glaube erübrigt sich durch Gewissheit, die nur durch eigenes Erleben entsteht! Was nicht erlebt wurde, muss halt geglaubt werden.
Ich denke, genau das wollte Detlef ausdrücken.
Und, Lissi, wenn "die Umstände eintreten", sei es ein Brocken, der dir/uns auf den Kopf fällt, eine größere Welle, die dein/unser Haus wegschwemmt oder was auch immer, dann ist Schluss mit glauben, dann weiß man was Sache ist. Eine göttliche Offenbarung ist das aber noch nicht - obwohl - auch daran kann man wiederum glauben. Hellsichtigkeit, Vorausschau oder Ähnliches ist kein Beweis für Gott obschon ein von ihm verliehenes Talent, wie jedes andere auch. Woraus Du also Deinen Glauben beziehst, solltest Du für Dich prüfen und abklären; nur, übertragbar auf Andere ist der nicht, außer als Information - und die mag glauben wer will!
Es grüßt
trace